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Is­lam oder Is­la­mo­pho­bie?

Sam Har­ris, 1.11.3013, Ri­chard Daw­kins Foun­da­ti­on

Schaut euch das Vi­deo an. (Dann schaut es noch ein­mal an.) Und dann lest die (un­mo­di­fi­zier­te und un­kor­ri­gier­te, so wört­lich wie mög­lich über­setz­te) Be­schrei­bung des Vi­de­os, die von den Or­ga­ni­sa­to­ren die­ser mus­li­mi­schen „Frie­dens­kon­fe­renz” ge­schrie­ben wur­de:

Wenn mus­li­mi­sche Or­ga­ni­sa­tio­nen Scheichs ein­la­den, die of­fen über die Wer­te des Is­lam spre­chen, dann be­gin­nen die is­lam­feind­li­chen west­li­chen Me­di­en den Cha­rak­ter die­ser Or­ga­ni­sa­ti­on und der Gast­red­ner zu er­mor­den. Die Fra­ge, über die die­se is­lam­feind­li­chen Jour­na­lis­ten nach­den­ken müs­sen ist, wer­den die­se so ge­nann­ten „ra­di­ka­len” An­sich­ten, die sie kri­ti­sie­ren, nur von die­sen we­ni­gen Ein­zel­per­so­nen un­ter­stützt, die rund um den Glo­bus ein­ge­la­den wer­den, oder glaubt der nor­ma­le Mus­lim an sie. Wenn der nor­ma­le Mus­lim an die­se Wer­te glaubt, dann be­deu­tet das, dass mehr oder we­ni­ger al­le Mus­li­me ra­di­kal sind und dass der Is­lam ei­ne ra­di­ka­le Re­li­gi­on ist. Da dies nicht der Fall ist, da der Is­lam ei­ne fried­li­che Re­li­gi­on ist und eben­so die Mas­sen der nor­ma­len Mus­li­me, kön­nen die­se Sheichs nicht ra­di­kal sein. Viel­mehr ist es Is­la­mo­pho­bie der un­wis­sen­den west­li­chen Me­di­en, die sich mehr Sor­gen ums Geld ver­die­nen ma­chen, in­dem sie den Is­lam be­frem­den, in­dem sie Mus­li­me auf die­se Wei­se dar­stel­len. Is­lam Net, ei­ne Or­ga­ni­sa­ti­on in Nor­we­gen, lud 9 Red­ner an die Frie­dens­kon­fe­renz Skan­di­na­vi­en 2013 ein. Die­se Red­ner wür­den am ehes­ten als „Ex­tre­mis­ten” be­zeich­net wer­den, wenn die Me­di­en über die Kon­fe­renz schrei­ben soll­ten. Doch wie kommt es, dass die­se Kon­fe­renz die gröss­te is­la­mi­sche skan­di­na­vi­sche in­ter­na­tio­na­le Ver­an­stal­tung war, die in Nor­we­gen mit et­wa 4000 Teil­neh­mern statt­ge­fun­den hat? War die Mehr­heit der Zu­hö­rer im Wi­der­spruch zu dem, was die Red­ner pre­dig­ten? Wenn ja, war­um ha­ben sie Ein­tritt be­zahlt? Doch ver­ges­sen wir das für ei­nen Mo­ment, stel­len wir vor, dass wir nicht wirk­lich wuss­ten, was all die­se Leu­te zum Bei­spiel über die Tren­nung von Män­nern und Frau­en den­ken, oder über die Stei­ni­gung von de­nen, die Ehe­bruch zu be­ge­hen. Der Vor­sit­zen­de des Is­lam Net, Fa­had Ul­lah Qure­shi, frag­te das Pu­bli­kum, und die Ant­wort war klar. Die Teil­neh­mer wa­ren nor­ma­le sun­ni­ti­sche Mus­li­me. Sie be­trach­te­ten sich nicht als Ra­di­ka­le oder Ex­tre­mis­ten. Sie glaub­ten, dass Se­gre­ga­ti­on das Rich­ti­ge war, Män­ner und Frau­en wa­ren sich dar­in ei­nig. Sie un­ter­stützt selbst die Stei­ni­gung oder was im­mer für ei­ne Stra­fe der Is­lam oder der Pro­phet Mo­ham­med (Frie­de sei mit ihm) für Ehe­bruch oder ein an­de­res Ver­bre­chen be­foh­len hat. Sie glaub­ten auch, dass die­se Prak­ti­ken auf der gan­zen Welt prak­ti­ziert wer­den soll­ten. Nun, was sagt uns das? Ent­we­der sind al­le Mus­li­me und der Is­lam ra­di­kal, oder die Me­di­en sind is­lam­feind­lich und ras­sis­tisch in ih­rer Prä­sen­ta­ti­on des Is­lams. Der Is­lam ist nicht ra­di­kal, noch sind Mus­li­me im All­ge­mei­nen ra­di­kal. Das be­deu­tet, dass die Me­di­en der Grund sind für den Hass ge­gen Mus­li­me, der sich in un­ter nicht-​Muslimen aus­brei­tet in der west­li­chen Welt.

Das ist ei­ne be­mer­kens­wer­te Aus­sa­ge. Stu­die­ren Sie sie ge­nau.

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