«

»

Ein Brief an die pa­läs­ti­nen­si­schen Freun­de – die ich nicht ha­be

Kom­men­tar: Al­le, die an der Bei­le­gung von Kon­flik­ten be­tei­ligt sind – die sie wirk­lich lö­sen wol­len – soll­ten die Wahr­heit sa­gen. Die­je­ni­gen, die den Ver­hand­lungs­pro­zess zwi­schen Is­ra­el und den Pa­läs­ti­nen­sern zu ei­ner fal­schen „Mas­ke­ra­de” ma­chen wol­len, soll­ten nach Ve­ne­dig ge­hen.

Ra­mi Si­ma­ni, 22.11.2016, Y Net News

Die Spiel­re­geln ha­ben sich ge­än­dert. Es war der de­si­gnier­te Be­ra­ter für Is­ra­el und Nah­ost, Da­vid Fried­man, des ge­wähl­ten Prä­si­den­ten der USA, Do­nald Trump, der es zu­erst sah. In der Tat war Fried­mans Be­mer­kun­gen ei­ne nüch­ter­ne, in­tel­li­gen­te und meist sehr ra­tio­na­le di­plo­ma­ti­sche Ana­ly­se. Der Kern des­sen, was er sag­te, war, dass die Trump-​Regierung nicht die Ab­sicht ha­be, auf Is­ra­el Druck aus­zu­üben, sei­nen Fein­den ge­gen­über Zu­ge­ständ­nis­se zu ma­chen.

Es gibt ei­nen ein­fa­chen Grund da­für. Bis jetzt ist es den Pa­läs­ti­nen­sern ge­lun­gen, die west­li­che Welt, die süch­tig nach „po­li­ti­scher Kor­rekt­heit” wur­de, glau­ben zu ma­chen, dass sie das Op­fer des Kon­flikts sind, den sie selbst ge­schaf­fen ha­ben. Dass sie Frie­den wol­len und dass Is­ra­el der Ab­leh­ner ist, der sich wei­gert, sei­ne Si­cher­hei­ten auf­zu­ge­ben, sich aus den Län­dern sei­ner Hei­mat zu­rück­zu­zie­hen und sie an die Pa­läs­ti­nen­ser ab­zu­ge­ben – un­schul­di­ge Mus­li­me, de­ren ein­zi­ger Wunsch es ist, ein zi­vi­li­sier­tes Land zu grün­den, in dem sie in Frie­den mit ih­ren Nach­barn le­ben wol­len.

Es ist komisch, dass es das spitzbübische Kind der Schule ist, der Rotschopf-Schelm, der die Welt lehrt, die Wahrheit zu sagen (Foto: AFP)

Es ist ko­misch, dass es das spitz­bü­bi­sche Kind der Schu­le ist, der Rotschopf-​Schelm, der die Welt lehrt, die Wahr­heit zu sa­gen (Fo­to: AFP)

Die Füh­rer der west­li­chen Welt, die die­se Dok­trin über­nom­men ha­ben, ha­ben sich in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten ge­wei­gert, sich – und vor al­lem die Pa­läs­ti­nen­ser – zu fra­gen, wie die­se all­täg­li­che pa­läs­ti­nen­si­sche Un­schuld mit der Er­zie­hung zum Hass in al­len ih­ren Bil­dungs­sys­te­men zu­sam­men­passt. Dass die Spen­den, die von den Län­dern der Welt an die Pa­läs­ti­nen­ser über­wie­sen wur­den, ge­stoh­len und ge­nutzt wur­den, um ei­ne In­fra­struk­tur zum Tö­ten, für Mord und die Ver­brei­tung des Dschi­had in der Welt zu schaf­fen.

Bit­te le­sen Sie die letz­ten drei Zei­len noch­mal: Die Ge­ber­län­der über­wei­sen Hun­der­te von Mil­lio­nen Dol­lar, um die hung­ri­gen Pa­läs­ti­nen­ser zu un­ter­stüt­zen; und weil es „po­li­tisch in­kor­rekt” ist, ver­lan­gen sie kei­ne ech­te Kon­trol­le als Be­din­gung für die Spen­den­über­ga­be, um si­cher­zu­stel­len, dass das Geld nicht ge­stoh­len oder zur Eta­blie­rung ei­ner ter­ro­ris­ti­schen In­fra­struk­tur ver­wen­det wird.

Fried­man fass­te es un­ver­blümt zu­sam­men: „Do­nald Trump hat ei­ne sehr star­ke Mei­nung da­zu, wer falsch liegt und wer recht hat im israelisch-​palästinensischen Kon­flikt. Er er­in­nert sich sehr gut, wer an 911 auf den Dä­chern tanz­te und wer trau­er­te, wer wein­te.”

Der Weg der Wahr­heit

Mei­ne pa­läs­ti­nen­si­schen Freun­de, je mehr wir al­le ver­in­ner­li­chen, dass die Rea­li­tät ihr Ge­sicht ver­än­dert hat und dass die geo­po­li­ti­sche Mas­ke­ra­de be­en­det ist, wer­den wir al­le bes­ser dran sein. Ru­dolph Gi­ulia­ni, der Va­ter der „zer­bro­che­nes Fens­ter” -Theo­rie, dem ei­ne lei­ten­de Po­si­ti­on in der Trump-​Regierung zu­ge­traut wird, wird die Über­wei­sung kei­nes ein­zi­gen solch un­ver­ant­wort­li­chen Dol­lars zu­las­sen. Der ge­wähl­te Prä­si­dent, der vor al­lem für sei­ne be­mer­kens­wer­ten Fä­hig­kei­ten als Ver­hand­lungs­lei­ter be­rühmt ist, wird nicht auf Ver­hand­lun­gen ein­tre­ten, die auf po­li­ti­schen Lü­gen ba­sie­ren.

Die geo­po­li­ti­sche Kar­te, die am En­de des Ers­ten Welt­kriegs und des Zwei­ten Welt­kriegs um­ris­sen wur­de, wird im Na­hen Os­ten auf­ge­ris­sen, vor al­lem weil sie auf po­li­ti­schen Lü­gen, dop­pel­ten Stan­dards und kurz­um auf der Po­li­tik der po­li­ti­schen Kor­rekt­heit be­ruht.

Es gibt kei­nen Grund da­für, fal­sche Pa­ra­dig­men, die als Eck­pfei­ler für die Welt­füh­rer als Ide­en­ge­ber für die Lö­sung des israelisch-​arabischen Kon­flikts aus­ge­dient ha­ben, nicht auch um­zu­stos­sen. Ihr, mei­ne pa­läs­ti­nen­si­schen Freun­de, dach­tet, dass Eu­er Er­folg bei der Über­zeu­gung der Welt mit fal­schen Ein­sich­ten über das We­sen der Grün­de für den Kon­flikt, wie die jüngs­te UNESCO-​Erklärung, dass wir kei­ne Ver­bin­dung zum Tem­pel­berg ha­ben, Euch zu­gu­te kom­men wür­de. Nun, tut er nicht. Die Ver­hand­lun­gen sind je­des Mal ab­ge­stürzt. Die Kul­tur der Lü­ge – die die Grund­la­ge der ara­bi­schen Welt der Phan­ta­sie ist und die über­nom­men wur­de, um die Gunst man­cher west­eu­ro­päi­schen Län­dern zu fin­den – ist zu­min­dest in der Po­li­tik der ame­ri­ka­ni­schen Re­gie­rung der kom­men­den Jah­ren zu En­de ge­gan­gen.

Frank­reich hat be­reits ka­pi­tu­liert

Der Be­weis da­für kam frü­her als er­war­tet. Pas­sen Sie auf. Letz­te Wo­che schrieb ich, dass ich er­war­te, dass der Trump’sche Hur­ri­kan sei­nes Auf­stiegs zur Macht die Welt zwin­gen wird, die Wahr­heit zu sa­gen. Im Ar­ti­kel er­fand ich ein neu­es di­plo­ma­ti­sches Kon­zept, das der „Wirk­lich­keits­kor­rekt­heit”, die die der­zei­ti­ge „po­li­ti­sche Kor­rekt­heit” er­set­zen wür­de. Als Be­weis schrieb ich: „Es scheint, dass im Licht der neu­en „Rea­li­täts­kor­rekt­heit” die fran­zö­si­sche In­itia­ti­ve zur Ein­be­ru­fung ei­ner Frie­dens­kon­fe­renz, al­so ei­ne Kon­fe­renz, die dar­auf ab­zielt, Is­ra­el zu be­schä­men und Druck auf Is­ra­el aus­zu­üben, wird auf­ge­scho­ben wer­den und dann in der Ver­sen­kung ver­schwin­den.”

Ich ha­be mich nur über ei­ne Sa­che ge­irrt. Ich hat­te nicht ge­dacht, dass es so schnell ge­sche­hen wür­de. Vor ei­ni­gen Ta­gen, auf der Kli­ma­kon­fe­renz in Ma­rok­ko, stell­te der fran­zö­si­sche Prä­si­dent François Hol­lan­de fest, dass er an­ge­sichts der Trump-​Wahl an­neh­me, dass der neue Prä­si­den­ten die fran­zö­si­sche In­itia­ti­ve nicht un­ter­stüt­zen wer­de, und Frank­reich ha­be des­halb be­schlos­sen, sei­ne Frie­dens­kon­fe­renz­in­itia­ti­ve zu schub­la­di­sie­ren.

Die frü­he­re wö­chent­li­che Tora-​Portion „Lech Lecha” un­ter­streicht die Grün­dung des neu­en Pa­ra­dig­mas, das durch das Kon­zept der „Rea­li­täts­kor­rekt­heit” ge­schaf­fen wur­de. Spre­chen Sie von nun an die Wahr­heit. Al­le, die an der Bei­le­gung von Kon­flik­ten mit­wir­ken – die sie tat­säch­lich lö­sen wol­len – soll­ten die Wahr­heit sa­gen. Die­je­ni­gen, die den Ver­hand­lungs­pro­zess zwi­schen Is­ra­el und den Pa­läs­ti­nen­sern in ei­ne fal­sche „Mas­ke­ra­de” ver­wan­deln wol­len, soll­ten nach Ve­ne­dig ge­hen. Es ist lus­tig, dass es das spitz­bü­bi­sche Kind der Schu­le ist, der Rotschopf-​Schelm, der die Welt lehrt, die Wahr­heit zu sa­gen.

Der „Lech Lecha” Teil der To­rah bringt die Wahr­heit zum Vor­schein. Er zeigt, dass Abra­ham, der Va­ter der he­bräi­schen Na­ti­on, das Ter­ri­to­ri­um des jü­di­schen Vol­kes vom Herrn er­hal­ten hat. Tau­sen­de von Jah­ren spä­ter fin­den sich die Men­schen, die in Zi­on sit­zen, in ei­ner Ver­stri­ckung ei­ner ara­bi­schen Min­der­heit, die auf un­se­rem Land sitzt, wie­der. Wir kön­nen die­se Be­woh­ner nicht igno­rie­ren, aber die Grund­la­ge für die Lö­sung be­ginnt mit dem Tora-​Teil. Das gan­ze Land ge­hört uns. Nicht zö­gern­lich, nicht ent­schul­di­gend und de­fi­ni­tiv nicht aus Si­cher­heits­grün­den. Es ist un­se­re Pflicht da­her, ei­ne For­mel zu fin­den, die es ih­nen er­laubt, hier zu­sam­men und in Frie­den und vor al­lem be­reit­wil­lig mit uns zu­sam­men zu blei­ben.

Doch die Be­weis­last liegt bei ih­nen. Das müs­sen wir oh­ne zu blin­zeln und in ein­deu­ti­ger Wei­se for­dern. Die Welt wird ver­ste­hen. Die For­de­rung wird von der größ­ten Welt­macht kom­men. Es wird kei­nen Frie­den ge­ben, so­lan­ge die Pa­läs­ti­nen­ser Bil­dungs­sys­te­me ha­ben, die Mord, Tö­ten und glo­ba­len Dschi­had pre­di­gen. Auch die ge­mä­ßig­ten ara­bi­schen Staa­ten ha­ben ge­nug von der Mas­ke­ra­de. Es wird nun leich­ter sein, die west­li­che Welt zu über­zeu­gen. Da sie von der Dschihad-​Bildungsindustrie in ih­rer ei­ge­nen Hei­mat ein­ge­schüch­tert wird, durch Grup­pen von mus­li­mi­schen Im­mi­gran­ten, die sie her­ein­las­sen.

Und be­vor wir uns ver­ab­schie­den. Mei­ne pa­läs­ti­nen­si­schen Freun­de, las­sen Sie sich nicht ver­wir­ren. Das Muezzin-​Gesetz, das Sie zwin­gen wird, den Lärm der Auf­for­de­rung zum Ge­bet zu be­gren­zen, wird wirk­sam, wird streng durch­ge­setzt und wird wahr­schein­lich schnell von den eu­ro­päi­schen Län­dern an­ge­nom­men wer­den. Der Mu­ez­zin schreit und scho­ckiert die Öf­fent­lich­keit, und for­dern em­sig sei­ne Ver­eh­rer zum be­ten auf, um den mus­li­mi­schen Ein­fluss zu ver­grö­ßern. Sie ha­ben ver­ges­sen, dass manch­mal, wenn Gott uns be­stra­fen will, er ein Ge­bet be­ant­wor­tet.

Ra­mi Si­ma­ni ist Un­ter­neh­mer. Er hält Vor­trä­ge über Re­gie­rung und Po­li­tik, und Ju­da­is­mus im 21sten Jahr­hun­dert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

css.php