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Über die De­fi­ni­ti­on der Re­li­gi­on

No­nie Dar­wish, 12.2.2016, Gatestone In­sti­tu­te

  • Was der Wes­ten nicht ver­steht, ist, dass der Is­lam zu­gibt, dass die Kon­trol­le der Re­gie­rung für den Is­lam von zen­tra­ler Be­deu­tung ist, und dass Mus­li­me frü­her oder spä­ter un­ter ei­ner is­la­mi­schen Re­gie­rung le­ben müs­sen.
  • Die Mehr­heit der Welt ver­steht nicht, dass ein Groß­teil der ame­ri­ka­ni­schen Me­di­en ei­nen Pro­pa­gan­da­krieg ge­gen die Trump-​Regierung führt, bloss weil er den is­la­mi­schen Dschi­had be­nennt und lie­ber ein star­kes und wohl­ha­ben­des Ame­ri­ka als Welt­füh­rer se­hen möch­te als ei­ne Dik­ta­tur – ob sä­ku­lar oder theo­kra­tisch.
  • Der Is­lam be­haup­tet, ei­ne abra­ha­mi­ti­sche Re­li­gi­on zu sein, aber tat­säch­lich kam der Is­lam 600 Jah­re nach Chris­tus in die Welt, nicht um die Bi­bel zu be­stä­ti­gen, son­dern um sie zu dis­kre­di­tie­ren; Nicht um mit den „Leu­ten des Bu­ches” – Ju­den und Chris­ten – zu ko­exis­tie­ren, son­dern um sie zu er­set­zen, nach­dem er ih­nen vor­ge­wor­fen hat­te, die Bi­bel be­wusst zu ver­fäl­schen.
  • Der Is­lam wur­de als ei­ne Re­bel­li­on ge­gen die Bi­bel und ih­re Wer­te ge­schaf­fen, und sie fusst auf staat­li­cher Durch­set­zung.
  • Der po­li­ti­sche und ju­ris­ti­sche (Scha­ria) Is­lam ist viel mehr als ei­ne Re­li­gi­on. Ist der Ers­te Ver­fas­sungs­zu­satz ein Selbst­mord­ver­trag?

(Bild­quel­le: Brent Payne/​Flickr)

Der Ab­ge­ord­ne­te Keith El­li­son (De­mo­krat aus Min­ne­so­ta) sag­te, dass das 90-​tägige Ein­wan­de­rungs­ver­bot von Prä­si­dent Do­nald Trump aus sie­ben vor­wie­gend mus­li­mi­schen Län­dern „ein re­li­giö­ses Ver­bot” sei und „wenn sie Mus­li­me ver­bie­ten kön­nen, war­um kön­nen sie nicht Mor­mo­nen ver­bie­ten? ” Dies hat sich zum Stand­punkt der De­mo­kra­ti­schen Par­tei und der Mainstream-​Medien ent­wi­ckelt, der nicht nur die ame­ri­ka­ni­sche Öf­fent­lich­keit über­zeugt hat, son­dern auch die Mehr­heit der Welt, dass Ame­ri­ka „schlecht„ist. Wie kön­nen wir der Welt und so­gar ei­nem gu­ten Teil ame­ri­ka­ni­scher Bür­ger die Schuld da­für ge­ben, dass sie Ame­ri­ka has­sen, wenn sol­che un­auf­rich­ti­gen und ir­re­füh­ren­den Be­haup­tun­gen von US-​Beamten in die Welt ge­lan­gen und von ame­ri­ka­ni­schen Fern­seh­sen­dern aus­ge­strahlt wer­den?

Die Mehr­heit der Welt ver­steht nicht, dass ein Groß­teil der ame­ri­ka­ni­schen Me­di­en ei­nen Pro­pa­gan­da­krieg ge­gen die Trump-​Regierung führt, bloss weil er den is­la­mi­schen Dschi­had be­nennt und lie­ber ein star­kes und wohl­ha­ben­des Ame­ri­ka als Welt­füh­rer se­hen möch­te, statt ei­ne Dik­ta­tur – ob sä­ku­lar oder theo­kra­tisch. Er liess sich als Re­pu­bli­ka­ner wäh­len; In­zwi­schen wei­gern sich De­mo­kra­ten und Mainstream-​Medien, in ei­ne re­spekt­vol­le und le­gi­ti­me De­bat­te über die le­bens­wich­ti­ge Be­dro­hung für die west­li­che Zi­vi­li­sa­ti­on im ein­und­zwan­zigs­ten Jahr­hun­dert ein­zu­tre­ten: den Is­lam. Die Wahr­heit ist ir­rele­vant ge­wor­den; Die­se Leu­te schei­nen ein po­li­ti­sches Tau­zie­hens vor­zu­zie­hen, um die öf­fent­li­che Mei­nung ge­gen die Trump-​Regierung zu wen­den und, ver­mut­lich, im­mer De­mo­kra­ten zu wäh­len. So ist das Sys­tem auf­ge­baut.

Po­li­ti­sche Dis­kus­sio­nen am Fern­se­hen sind äu­ßerst frus­trie­rend ge­wor­den; sie ha­ben sich in Schrei­wett­kämp­fe und Schimpf­ti­ra­den auf der am we­nigs­ten in­for­ma­ti­ven Ebe­ne ver­wan­delt. Fern­seh­mo­de­ra­to­ren wer­den häu­fig zu An­stif­tern und Teil­neh­mern in den Schrei­wett­käm­fen. Sie schei­nen zu den­ken, dass, je lau­ter sie wer­den, des­to at­trak­ti­ver die Show wird. In­zwi­schen re­den al­le gleich­zei­tig; Der Zu­schau­er hört kei­nen mehr, wes­halb die Show nicht lang­wei­li­ger sein könn­te.

Nach der ame­ri­ka­ni­schen Ver­fas­sung ist die Re­li­gi­ons­frei­heit ge­schützt. Und der Is­lam wur­de im Wes­ten auf die­ser Grund­la­ge als ei­ne der drei abra­ha­mi­ti­schen Re­li­gio­nen will­kom­men ge­heis­sen. Ge­mäss den west­li­chen Wer­ten und dem west­li­chen Ver­ständ­nis des Wor­tes soll „Re­li­gi­on” ei­ne per­sön­li­che Be­zie­hung zu Gott sein, wo der freie Wil­le von größ­ter Be­deu­tung ist; der Gläu­bi­ge hat aus­schliess­lich Au­to­ri­tät über sich selbst, wenn es um re­li­giö­se Ge­set­ze geht oder um Sün­den zu be­stra­fen (wie et­wa das Ver­las­sen der Re­li­gi­on oder ei­nen Ehe­bruch) – ganz an­ders als die Ge­set­ze zum Schutz der Ge­sell­schaft. Die west­li­chen Wer­te er­lau­ben den Jün­gern ei­ner Re­li­gi­on aus­ser­dem die Frei­heit zu mis­sio­nie­ren, je­doch nie­mals durch staat­li­che Durch­set­zung.

Die west­li­che De­fi­ni­ti­on der Re­li­gi­on steht im Ein­klang mit den bi­bli­schen Wer­ten der Men­schen­rech­te für das Le­ben, die Frei­heit und das Stre­ben nach Glück, und al­le Men­schen sind un­ter dem Ge­setz gleich ge­schaf­fen. Es gilt als ein grund­le­gen­der west­li­cher Wert, Gott, Fa­mi­lie und Land als obers­te Prio­ri­tät zu se­hen.

Und jetzt wol­len wir die­se Wer­te mit den is­la­mi­schen Wer­ten ver­glei­chen:

  1. Mus­li­mi­sche Bür­ger ha­ben das Recht, an­de­re Bür­ger mit er­nied­ri­gen­den, schwer­wie­gen­den, grau­sa­men und un­ge­wöhn­li­chen Stra­fen wie Tod, Aus­peit­schung und Am­pu­ta­ti­on zu be­stra­fen bei Ver­sün­di­gung ge­gen Al­lah, den Ko­ran oder den Is­lam. Die­se „Ver­bre­chen” schlie­ßen das Ver­las­sen des Is­lams ein, ho­mo­se­xu­ell zu sein, oder das Be­ge­hen von Ehe­bruch. Und wenn die is­la­mi­sche Re­gie­rung sol­che Stra­fen nicht durch­setzt, hat je­der Mos­lem auf der Stra­ße das Recht, die Stra­fe ge­gen ei­nen an­de­ren Mus­lim an­zu­wen­den, oh­ne da­für ver­folgt zu wer­den. Dar­um kön­nen Ab­trün­ni­ge wie ich kei­nen mus­li­mi­schen Be­zirk be­su­chen; Die Angst be­steht nicht nur vor is­la­mi­schen Re­gie­run­gen, son­dern vor je­dem auf der Stra­ße.
  2. Ein Mos­lem zu sein ist kein per­sön­li­ches Ver­hält­nis zu Gott, wie das un­ter der Bi­bel der Fall ist, son­dern wird vom Staat bei der Ge­burt durch­ge­setzt. Wenn in Ägyp­ten ein Kind ei­nes mus­li­mi­schen Va­ter ge­bo­ren wird, steht in der Ge­burts­ur­kun­de der Stem­pel „Mos­lem” und in al­len staat­lich aus­ge­ge­be­nen Do­ku­men­te auch. Ein Kind muss is­la­mi­sche Stu­di­en in der Schu­le ler­nen und den Is­lam wäh­rend sei­nes gan­zen Le­bens prak­ti­zie­ren. In Ägyp­ten wur­den die Zwil­lings­söh­ne ei­ner christ­li­chen ge­schie­de­nen Mut­ter ge­zwun­gen, is­la­mi­sche Stu­di­en zu ler­nen und mus­li­misch zu wer­den, nur weil ihr ur­sprüng­lich christ­li­cher Va­ter zum Is­lam über­ge­tre­ten war. Heu­te gel­te ich in Ägyp­ten im­mer noch als mus­li­misch und ein sol­cher Sta­tus kann sich nie än­dern, wenn ich je­mals wie­der dort le­ben wür­de.
  3. Das is­la­mi­sche Recht und die Füh­rer ver­las­sen sich dar­auf, dass der Is­lam durch die Re­gie­rung durch­ge­setzt wird – bei To­des­stra­fe – um die Mus­li­me im Is­lam zu hal­ten und die christ­li­che Min­der­heit zum Is­lam zu kon­ver­tie­ren. Das is­la­mi­sche Scharia-​Gesetz ver­pflich­tet is­la­mi­sche Staa­ten, re­li­giö­ses Recht durch­zu­set­zen, und wenn das mus­li­mi­sche Staats­ober­haupt dem re­li­giö­sen Recht nicht Fol­ge leis­tet, er­laubt die Scha­ria den Bür­gern, das Staats­ober­haupt aus dem Amt zu ent­fer­nen.
  4. Der Is­lam be­haup­tet, ei­ne abra­ha­mi­ti­sche Re­li­gi­on zu sein, aber tat­säch­lich kam der Is­lam 600 Jah­re nach Chris­tus in die Welt, nicht um die Bi­bel zu be­stä­ti­gen, son­dern um sie zu dis­kre­di­tie­ren; Nicht um mit den „Leu­ten des Bu­ches”, Ju­den und Chris­ten, zu ko­exis­tie­ren, son­dern um sie zu er­set­zen – nach­dem er ih­nen vor­ge­wor­fen hat­te, die Bi­bel be­wusst zu ver­fäl­schen. Der Is­lam wur­de als ei­ne Re­bel­li­on ge­gen die Bi­bel und ih­re Wer­te ge­schaf­fen und fusst auf staat­li­cher Durch­set­zung.

Die obi­gen Grund­sät­ze sind nur ei­ni­ge der Un­ter­schie­de in den Wer­ten zwi­schen dem Is­lam, der Bi­bel und dem west­li­chen Re­li­gi­ons­be­griff. Was der Wes­ten nicht ver­steht, ist, dass der Is­lam zu­gibt, dass die Kon­trol­le der Re­gie­rung für den Is­lam von zen­tra­ler Be­deu­tung ist, und dass Mus­li­me frü­her oder spä­ter ver­lan­gen müs­sen, un­ter ei­ner is­la­mi­schen Re­gie­rung zu le­ben. Das könn­te den Grund für die ewi­ge Ge­walt in fast al­len mus­li­mi­schen Län­dern er­klä­ren, im hin und her zwi­schen Re­gie­run­gen in den Hän­den ei­ner re­li­giö­sen Theo­kra­tie oder des Mi­li­tärs. Der Is­lam, wie er heu­te prak­ti­ziert wird, hat al­le west­li­chen De­fi­ni­tio­nen von Re­li­gi­on und Wer­ten ver­letzt.

Der po­li­ti­sche und ju­ris­ti­sche (Scha­ria) Is­lam ist viel mehr als ei­ne Re­li­gi­on. Ist der Ers­te Ver­fas­sungs­zu­satz ein Selbst­mord­ver­trag?

No­nie Dar­wish, ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen in Ägyp­ten, ist Au­to­rin von „Whol­ly Dif­fe­rent; Why I cho­se Bi­bli­cal Va­lues over Is­la­mic Va­lues.”


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

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