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Le­ga­le Rech­te und Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät des jü­di­schen Vol­kes am Land Is­ra­el und Pa­läs­ti­na nach Völkerrecht

Howard Grief, 2004, NATIV Online

Das Ziel die­ser Ar­beit ist es, die le­ga­len Rech­te und Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät des jü­di­schen Vol­kes auf das Land Is­ra­el und Pa­läs­ti­na nach dem Völ­ker­recht in ei­ner kur­zen, aber kla­ren und prä­zi­sen Wei­se dar­zu­le­gen. Die­se Rech­te ent­stan­den in der glo­ba­len po­li­ti­schen und ju­ris­ti­schen Ei­ni­gung, die wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges kon­zi­piert und in den Nach­kriegs­jah­ren zwi­schen 1919 und 1923 durch­ge­führt wur­den. So­weit das os­ma­ni­sche tür­ki­sche Reich be­trof­fen war, um­faß­te die Ei­ni­gung die An­sprü­che der zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on, der ara­bi­schen Na­tio­nal­be­we­gung, der Kur­den, der As­sy­rer und der Armenier.

Als Teil der Ei­ni­gung, in der die Ara­ber die meis­ten der frü­he­ren Län­der un­ter der tür­ki­schen Sou­ve­rä­ni­tät im Na­hen Os­ten er­hiel­ten, war das gan­ze Pa­läs­ti­na auf bei­den Sei­ten des Jor­dans ex­klu­siv für das jü­di­sche Volk als na­tio­na­les Zu­hau­se und künf­ti­gen un­ab­hän­gi­gen Staat reserviert.

Un­ter den Be­din­gun­gen der Ei­ni­gung, die von den al­li­ier­ten Haupt­mäch­ten, die aus Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Ita­li­en und Ja­pan be­stan­den, vor­ge­bracht wur­den, gä­be es kei­ne An­ne­xi­on der er­ober­ten tür­ki­schen Ter­ri­to­ri­en durch ir­gend­ei­ne der Mäch­te, wie es im ge­hei­men Sykes-​Picot-Ab­kom­men vom 9. und 16. Mai 1916 vor­ge­se­hen war. Statt­des­sen wur­den die­se Ge­bie­te, ein­schließ­lich der Völ­ker, für die sie be­stimmt wa­ren, un­ter das Mandats-​System ge­stellt und von ei­ner fort­ge­schrit­te­nen Na­ti­on ver­wal­tet, bis sie be­reit wa­ren, auf ei­ge­nen Bei­nen zu ste­hen. Das Mandats-​System wur­de eta­bliert und ge­re­gelt nach Ar­ti­kel 22 des Völ­ker­bun­des, der auch im Ver­trag von Ver­sailles ent­hal­ten ist, und al­len an­de­ren Frie­dens­ver­trä­gen mit den Mit­tel­mäch­ten – Deutsch­land, Österreich-​Ungarn, Bul­ga­ri­en und der Tür­kei. Das Ab­kom­men war die Idee von US-​Präsident Woo­d­row Wil­son und ent­hielt sein Pro­gramm von vier­zehn Punk­ten vom 8. Ja­nu­ar 1918, wäh­rend Ar­ti­kel 22, der das Mandats-​System be­grün­de­te, weit­ge­hend das Werk von Jan Chris­tia­an Smuts war, der die De­tails in ei­nem Me­mo­ran­dum, spä­ter be­kannt als die Smuts-​Resolution, for­mu­lier­te, of­fi­zi­ell vom Rat der Zehn am 30. Ja­nu­ar 1919 ge­neh­migt, in dem Pa­läs­ti­na wie in der Balfour-​Erklärung vor­ge­se­hen als ei­ner der be­auf­trag­ten zu schaf­fen­den Staa­ten ge­nannt wur­de. Die of­fi­zi­el­le Schaf­fung des Lan­des fand auf der Frie­dens­kon­fe­renz von San Re­mo statt, wo die Balfour-​Erklärung vom Obers­ten Rat der al­li­ier­ten Haupt­mäch­te als Grund­la­ge für die künf­ti­ge Ver­wal­tung Pa­läs­ti­nas an­ge­nom­men wur­de, das künf­tig als Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te an­er­kannt wurde.

Der Au­gen­blick der Ge­burt der jü­di­schen le­ga­len Rech­te und der Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät fand al­so gleich­zei­tig mit der Schaf­fung Pa­läs­ti­nas als Man­dats­staat statt, da er aus kei­nem an­de­ren Grund ge­schaf­fen wur­de, als um den al­ten jü­di­schen Staat Ju­däa in Er­fül­lung der Balfour-​Erklärung und der all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 22 des Völ­ker­bun­des zu re­kon­stru­ie­ren. Dies be­deu­te­te, dass Pa­läs­ti­na von An­fang an ein le­ga­ler jü­di­scher Staat war, der von ei­nem Man­da­tär oder Treu­hän­der, der auch als Men­tor tä­tig war, zur Un­ab­hän­gig­keit ge­führt wer­den soll­te und der die not­wen­di­gen po­li­ti­schen, ad­mi­nis­tra­ti­ven und wirt­schaft­li­chen Maß­nah­men zur Er­rich­tung der jü­di­schen na­tio­na­len Heim­stät­te er­grei­fen wür­de. Das wich­tigs­te Mit­tel, dies zu er­rei­chen, war die För­de­rung der groß­an­ge­leg­ten jü­di­schen Ein­wan­de­rung nach Pa­läs­ti­na, die schließ­lich da­zu führ­te, dass Pa­läs­ti­na ein un­ab­hän­gi­ger jü­di­scher Staat wur­de, nicht nur le­gal, son­dern auch im de­mo­gra­fi­schen und kul­tu­rel­len Sinne.

Die De­tails für den ge­plan­ten un­ab­hän­gi­gen jü­di­schen Staat wur­den in drei Grund­do­ku­men­ten dar­ge­legt, die man als Grün­dungs­do­ku­men­te des Man­dats Pa­läs­ti­na und des dar­aus ent­stan­de­nen mo­der­nen jü­di­schen Staa­tes Is­ra­el be­zeich­nen kann. Dies wa­ren die San Remo-​Resolution vom 25. April 1920, das Man­dat für Pa­läs­ti­na, das von den al­li­ier­ten Mäch­ten an das Ver­ei­nig­te Kö­nig­reich Groß­bri­tan­ni­en ver­lie­hen wur­de und vom Völ­ker­bund am 24. Ju­li 1922 und der französisch-​britischen Grenz­über­ein­kunft vom 23. De­zem­ber 1920 be­stä­tigt wur­de. Die­se Grün­dungs­un­ter­la­gen wur­den durch das anglo-​amerikanische Über­ein­kom­men vom 3. De­zem­ber 1924 über das Man­dat für Pa­läs­ti­na er­gänzt. Es ist von höchs­ter Wich­tig­keit, sich im­mer dar­an zu er­in­nern, dass die­se Do­ku­men­te die Quel­le oder der Ur­sprung der völ­ker­recht­li­chen Le­gi­ti­ma­ti­on der jü­di­schen Rech­te und des Ti­tels der Sou­ve­rä­ni­tät über Pa­läs­ti­na und das Land Is­ra­el wa­ren, we­gen des na­he­zu uni­ver­sel­len, aber völ­lig fal­schen Glau­bens, dass es die Re­so­lu­ti­on der UNO-​Generalversammlung vom 29. No­vem­ber 1947 war, die den Staat Is­ra­el ins Le­ben ge­ru­fen hat. In der Tat war die UNO-​Resolution ei­ne il­le­ga­le Auf­he­bung jü­di­scher ge­setz­li­cher Rech­te und Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät für ganz Pa­läs­ti­na und das Land Is­ra­el, statt ei­ne Be­ja­hung sol­cher Rech­te oder ei­ner Be­stä­ti­gung ih­rer Vorläufer.

Die San Remo-​Resolution wan­del­te die Balfour-​Erklärung vom 2. No­vem­ber 1917 von ei­ner blo­ßen De­kla­ra­ti­on bri­ti­scher Po­li­tik, die Sym­pa­thie mit dem Ziel der zio­nis­ti­schen Be­we­gung zur Schaf­fung ei­nes jü­di­schen Staa­tes aus­drück­te, um in ei­nen ver­bind­li­chen Akt des Völ­ker­rechts, der ei­ne be­son­de­re Er­fül­lung die­ses Ge­gen­stan­des durch Groß­bri­tan­ni­en in ak­ti­ver Ko­ope­ra­ti­on mit dem jü­di­schen Volk er­for­der­te. Un­ter der Balfour-​Erklärung, wie sie ur­sprüng­lich von der bri­ti­schen Re­gie­rung auf­ge­stellt wur­de, ver­sprach die­se nur, ih­re bes­ten An­stren­gun­gen zu un­ter­neh­men, um die Grün­dung ei­ner na­tio­na­len Heim­statt für das jü­di­sche Volk in Pa­läs­ti­na zu er­leich­tern. Doch un­ter der San Remo-​Resolution vom 24. bis 25. April 1920 ha­ben die al­li­ier­ten Haupt­mäch­te als zu­sam­men­hän­gen­de Grup­pe der bri­ti­schen Re­gie­rung die Ver­ant­wor­tung oder ge­setz­li­che Ver­pflich­tung über­tra­gen, die Balfour-​Erklärung in die Tat um­zu­set­zen. So wur­de Groß­bri­tan­ni­en ei­ne ju­ris­ti­sche Bür­de auf­er­legt, si­cher­zu­stel­len, dass die Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te ord­nungs­ge­mäß ge­grün­det wer­de. Die­se Bür­de wur­de von der bri­ti­schen Re­gie­rung be­reit­wil­lig ak­zep­tiert, weil Pa­läs­ti­na zu der Zeit, als die Balfour-​Erklärung in der San Remo-​Friedenskonferenz ver­ab­schie­det wur­de, als wert­vol­ler stra­te­gi­scher Ver­mö­gens­wert und als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum an­ge­se­hen wur­de und so­mit ei­ne le­bens­wich­ti­ge Not­wen­dig­keit, weit ge­spann­te bri­ti­sche im­pe­ria­le In­ter­es­sen zu schüt­zen, die von Ägyp­ten bis nach In­di­en reich­ten. Groß­bri­tan­ni­en hat­te Angst da­vor, ein an­de­res gro­ßes Land oder ei­ne an­de­re Macht als sich selbst, vor al­lem Frank­reich oder Deutsch­land, ne­ben dem Su­ez­ka­nal zu haben.

Der Be­griff „Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te” wur­de durch die bri­ti­sche Re­gie­rung als Staat de­fi­niert in der Ka­bi­netts­sit­zung, die die Balfour-​Erklärung am 31. Ok­to­ber 1917 ver­ab­schie­de­te. Das war auch die Be­deu­tung, die dem Be­griff ur­sprüng­lich vom Pro­gramm­aus­schuss ge­ge­ben wor­den war, der das Bas­ler Pro­gramm auf dem ers­ten zio­nis­ti­schen Kon­gress im Au­gust 1897 ent­warf und von Theo­dor Herzl, dem Be­grün­der der Zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on. Das Wort „Hei­mat”, wie es in der Balfour-​Erklärung und spä­ter in der San Remo-​Resolution ver­wen­det wur­de, war ein­fach der Eu­phe­mis­mus für ei­nen Staat, der ur­sprüng­lich von der zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on be­nutzt wur­de, als die Re­gi­on Pa­läs­ti­na der Herr­schaft des Os­ma­ni­schen Rei­ches un­ter­wor­fen war, um nicht die schar­fe Op­po­si­ti­on des Sul­tans und sei­ner Re­gie­rung ge­gen das zio­nis­ti­sche Ziel zu pro­vo­zie­ren, das ei­nen po­ten­zi­el­len Ver­lust die­ses Ter­ri­to­ri­ums für das Im­pe­ri­um be­inhal­te­te. Es gab kei­nen Zwei­fel in den Köp­fen der Au­to­ren des Bas­ler Pro­gramms und der Balfour-​Deklarationn über die wah­re Be­deu­tung die­ses Wor­tes, ei­ne Be­deu­tung, die durch die Hin­zu­fü­gung des Ad­jek­tivs „na­tio­nal” zu „Hei­mat” ver­stärkt wur­de. Al­ler­dings, als Er­geb­nis des­sen, das Wort „Staat” nicht di­rekt zu be­nut­zen und die­se Be­deu­tung nicht of­fen zu ver­kün­den, oder so­gar zu ver­su­chen, sei­ne wah­re Be­deu­tung zu ver­schlei­ern, als der Be­griff zum ers­ten Mal ver­wen­det wur­de, um das Ziel des Zio­nis­mus zu be­zeich­nen, er­hiel­ten die­je­ni­gen, die die Ent­ste­hung ei­nes jü­di­schen Staa­tes zu ver­hin­dern ver­such­ten, oder die die­se „Hei­mat” bloss kul­tu­rell sa­hen, Mu­ni­ti­on frei Haus.

Der Be­griff „in Pa­läs­ti­na”, ein wei­te­rer Aus­druck, der in der Balfour-​Erklärung, die viel Kon­tro­ver­se er­zeug­te, be­nutzt wur­de, mein­te das gan­ze Land, ein­schließ­lich so­wohl Cis­jor­da­ni­en als auch Trans­jor­da­ni­en. Es war ab­surd, sich vor­zu­stel­len, dass die­ser Be­griff ver­wen­det wer­den könn­te, um an­zu­deu­ten, dass nur ein Teil von Pa­läs­ti­na für die zu­künf­ti­ge Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te re­ser­viert war, da bei­de gleich­zei­tig kre­iert und völ­lig aus­tausch­bar ver­wen­det wur­den, wo­bei sich der Be­griff „Pa­läs­ti­na” auf die geo­gra­phi­sche La­ge des künf­ti­gen un­ab­hän­gi­gen jü­di­schen Staa­tes be­zog. Hät­te „Pa­läs­ti­na” ein ge­teil­tes Land mit be­stimm­ten für Ju­den und an­de­ren für Ara­ber vor­ge­se­he­nen Ge­bie­ten be­deu­tet, dann wä­re die­se Ab­sicht aus­drück­lich zum Zeit­punkt der Aus­ar­bei­tung und Ge­neh­mi­gung der Balfour-​Erklärung und spä­ter von den al­li­ier­ten Haupt­mäch­ten ver­ab­schie­det wor­den. Ei­ne sol­che An­deu­tung wur­de zu kei­nem Zei­punkt in den an­hal­ten­den Dis­kus­sio­nen ge­macht, die wäh­rend der Um­set­zung der Er­klä­rung statt­ge­fun­den ha­ben und die die in­ter­na­tio­na­le Zu­stim­mung sicherstellten.

Es gibt al­so kei­ne ju­ris­ti­sche oder sach­li­che Grund­la­ge, zu be­haup­ten, daß der Be­griff „in Pa­läs­ti­na” die Grün­dung der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te nur auf ei­nen Teil des Lan­des be­schränk­te. Im Ge­gen­teil, Pa­läs­ti­na und die Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te wa­ren syn­ony­me Be­grif­fe, wie sich aus der Ver­wen­dung des glei­chen Be­griffs in der zwei­ten Hälf­te der Balfour-​Erklärung er­gibt, die sich auf die be­stehen­den nicht­jü­di­schen Ge­mein­den „in Pa­läs­ti­na” be­zieht und ein­deu­tig das gan­ze Land meint. Ähn­li­che Be­wei­se gibt es in der Prä­am­bel und den Be­din­gun­gen der Mandats-Charta.

Die San-​Remo-​Resolution über Pa­läs­ti­na ver­knüpf­te die Balfour-​Erklärung mit Ar­ti­kel 22 der Völkerbund-​Vereinbarung. Dies be­deu­te­te, daß die all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 22 aus­schließ­lich auf das jü­di­sche Volk an­ge­wandt wur­den, die ih­re Hei­mat und ih­ren Staat in Pa­läs­ti­na grün­den wür­den. Es war nicht be­ab­sich­tigt, Ar­ti­kel 22 auf die Ara­ber des Lan­des an­zu­wen­den, wie das fälsch­li­cher­wei­se die köng­li­che Palästina-​Kommission tat, die sich auf die­sen Ar­ti­kel der Ver­ein­ba­rung be­rief als Rechts­grund­la­ge zur Be­grün­dung der Tei­lung Pa­läs­ti­nas, ab­ge­se­hen von den an­de­ren Grün­den, die sie noch vor­trug. Der Be­weis für die An­wend­bar­keit von Ar­ti­kel 22 auf das jü­di­sche Volk, nicht nur das zu je­ner Zeit in Pa­läs­ti­na le­ben­de, son­dern auch auf die­je­ni­gen, die in Zu­kunft in gro­ßer Zahl an­kom­men soll­ten, fin­det sich in der Smuts-​Resolution, die zu Ar­ti­kel 22 der Ver­ein­ba­rung wur­de. Sie nennt Pa­läs­ti­na aus­drück­lich als ei­nes der Län­der, auf die die­ser Ar­ti­kel zu­trifft. Es gab kei­nen Zwei­fel dar­an, dass, wenn Pa­läs­ti­na im Zu­sam­men­hang mit Ar­ti­kel 22 ge­nannt wur­de, es aus­schließ­lich mit der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te ver­knüpft war, wie es in der Balfour-​Erklärung dar­ge­legt wur­de, ei­ne Tat­sa­che, de­ren sich da­mals al­le be­wusst wa­ren, ein­schließ­lich der Ver­tre­ter der Ara­bi­schen Na­tio­na­len Be­we­gung, wie sich aus der Ver­ein­ba­rung zwi­schen Emir Fei­sal und Dr. Chaim Weiz­mann vom 3. Ja­nu­ar 1919 so­wie ei­nem wich­ti­gen Brief des Emirs an den künf­ti­gen Rich­ter am Obers­ten Ge­richt der USA, Fe­lix Frank­fur­ter, vom 3. März 1919 er­gibt. In die­sem Brief cha­rak­te­ri­siert Fei­sal die zio­nis­ti­schen Vor­schlä­ge von Na­hum So­ko­low und Weiz­mann an den Zeh­ner­rat auf der Pa­ri­ser Frie­dens­kon­fe­renz am 27. Fe­bru­ar 1919, die die Ent­wick­lung von Pa­läs­ti­na zu ei­nem jü­di­schen Com­mon­wealth mit um­fang­rei­chen Gren­zen for­der­te, als „mo­de­rat und statt­haft”. Dem spä­ter vor­ge­tra­ge­nen Ar­gu­ment der ara­bi­schen Staats- und Re­gie­rungs­chefs, dass die Balfour-​Erklärung und das Man­dat für Pa­läs­ti­na mit Ar­ti­kel 22 des Völ­ker­bun­des un­ver­ein­bar sei­en, wird durch die Tat­sa­che, dass die Smuts-​Resolution – der Vor­läu­fe­rin des Ar­ti­kels 22 – ins­be­son­de­re Pa­läs­ti­na in ih­ren Rechts­rah­men ein­be­zog, jeg­li­che Grund­la­ge entzogen.

Die San Remo-​Resolution zu Pa­läs­ti­na wur­de zu Ar­ti­kel 95 des Ver­trags von Se­v­res, der den Krieg mit der Tür­kei be­en­den soll­te, aber ob­wohl die­ser Ver­trag von der tür­ki­schen Na­tio­nal­re­gie­rung von Ke­mal Ata­türk nie­mals ra­ti­fi­ziert wur­de, be­hielt die Re­so­lu­ti­on ih­re Gül­tig­keit als ei­gen­stän­di­ger völ­ker­recht­li­cher Ver­trag, als sie in die Prä­am­bel des Man­dats für Pa­läs­ti­na ein­ge­fügt und von 52 Staa­ten be­stä­tigt wur­de. Die San-​Remo-​Resolution ist das Ba­sis­do­ku­ment, auf dem das Man­dat auf­ge­baut wur­de und dem es zu ent­spre­chen hat­te. Es ist da­her das vor­ran­gi­ge Grün­dungs­do­ku­ment des Staa­tes Is­ra­el und die krö­nen­de Leis­tung des vor­staat­li­chen Zio­nis­mus. Es wur­de ak­ku­rat be­schrie­ben als Ma­gna Char­ta des jü­di­schen Vol­kes. Es ist der bes­te Be­weis da­für, dass das gan­ze Land Pa­läs­ti­na und das Land Is­ra­el un­ter dem Völ­ker­recht aus­schließ­lich dem jü­di­schen Volk gehören.

Das Man­dat für Pa­läs­ti­na ver­wirk­lich­te so­wohl die Balfour-​Erklärung als auch Ar­ti­kel 22 des Völ­ker­bun­des, d.h. die San-​Remo-​Resolution. Al­le die­se vier Ver­trags­wer­ke wa­ren Bau­stei­ne ​​in der Rechts­struk­tur, die ge­schaf­fen wur­de, um die Grün­dung ei­nes un­ab­hän­gi­gen jü­di­schen Staa­tes her­bei­zu­füh­ren. Die Balfour-​Deklaration er­klär­te im Grun­de den Grund­satz oder Ge­gen­stand ei­nes jü­di­schen Staa­tes. Die San Re­mo Re­so­lu­ti­on gab ihm den Stem­pel des Völ­ker­rechts. Das Man­dat lie­fer­te al­le De­tails und Mit­tel für die Ver­wirk­li­chung des jü­di­schen Staa­tes. Wie be­reits er­wähnt, war die bri­ti­sche Haupt­ver­pflich­tung als Man­da­tär, Treu­hän­der und Men­tor die Schaf­fung der ent­spre­chen­den po­li­ti­schen, ad­mi­nis­tra­ti­ven und wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen, um den jü­di­schen Staat si­cher­zu­stel­len. Al­le 28 Ar­ti­kel des Man­dats wur­den auf die­ses Ziel aus­ge­rich­tet, ein­schließ­lich je­ner Ar­ti­kel, die die Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te nicht aus­drück­lich er­wäh­nen. Das Man­dat schuf ein Recht auf Rück­kehr für das jü­di­sche Volk nach Pa­läs­ti­na und das Recht, Sied­lun­gen auf dem Land im gan­zen Ge­biet zu grün­den, um den ge­plan­ten jü­di­schen Staat zu schaf­fen.

Bei der Über­tra­gung des Man­dats für Pa­läs­ti­na an Groß­bri­tan­ni­en wur­de ei­ne ver­trag­li­che Bin­dung zwi­schen den al­li­ier­ten Haupt­mäch­ten und Groß­bri­tan­ni­en ge­schaf­fen, die ers­te­res als Man­da­tär und die letz­te­ren als Auf­trag­ge­ber ver­pflich­te­ten. Die obers­ten al­li­ier­ten Mäch­te be­nann­ten den Rat des Völ­ker­bun­des als Treu­hän­der mit der Pflicht, si­cher­zu­stel­len, dass al­le Be­din­gun­gen der Mandats-​Charta streng ein­ge­hal­ten wür­den. Das Man­dat wur­de in Form ei­nes Be­schlus­ses des Völ­ker­bun­des er­stellt, der das Man­dat be­stä­tig­te, an­statt es Teil ei­nes Ver­tra­ges mit der Tür­kei zu ma­chen, der von den Ho­hen Ver­trags­par­tei­en un­ter­zeich­net wur­de, wie ur­sprüng­lich in Be­tracht ge­zo­gen. Um die Ein­hal­tung des Man­dats zu ge­währ­leis­ten, muss­te der Man­da­tär dem Rat jähr­lich ei­nen Be­richt vor­le­gen über al­le sei­ne Tä­tig­kei­ten und die im Lau­fe des Vor­jah­res er­grif­fe­nen Maß­nah­men, um den Zweck des Man­dats und die Er­fül­lung sei­ner Ver­pflich­tun­gen zu ver­wirk­li­chen. Dies schuf auch ein Ver­trags­ver­hält­nis zwi­schen dem Völ­ker­bund und Großbritannien.

Die ers­ten Ent­wür­fe des Man­dats für Pa­läs­ti­na wur­den von der Zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on for­mu­liert und der bri­ti­schen De­le­ga­ti­on auf der Pa­ri­ser Frie­dens­kon­fe­renz im Jah­re 1919 vor­ge­stellt. In­halt, Stil und Form des Man­dats wur­de al­so von der zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on be­stimmt. Die bri­ti­sche Frie­dens­de­le­ga­ti­on auf der Kon­fe­renz pro­du­zier­te ei­nen ei­ge­nen Ent­wurf und die bei­den ar­bei­te­ten bei der For­mu­lie­rung ei­nes ge­mein­sa­men Ent­wurfs zu­sam­men. Die­se Zu­sam­men­ar­beit, die statt­fand, wäh­rend Ar­thur Ja­mes Bal­four Au­ßen­mi­nis­ter war, kam erst nach Lord Cur­zon zu En­de. Der Au­ßen­mi­nis­ter, der Bal­four am 24. Ok­to­ber 1919 er­setz­te, nahm im März 1920 per­sön­lich den Man­dats­ent­wurf auf. Er schloss die Zio­nis­ti­sche Or­ga­ni­sa­ti­on von ei­ner wei­te­ren di­rek­ten Teil­nah­me an den ei­gent­li­chen Ent­wür­fen aus, aber der zio­nis­ti­sche Füh­rer, Chaim Weiz­mann, wur­de über neue Än­de­run­gen im Ent­wurf des Man­dats in­for­miert und durf­te sie kom­men­tie­ren. Die von Cur­zon ent­wor­fe­nen Än­de­run­gen ha­ben den of­fen­sicht­li­chen jü­di­schen Cha­rak­ter des Man­dats ver­wäs­sert, aber es ge­lang ihm nicht, sein Ziel zu un­ter­drü­cken – die Schaf­fung ei­nes jü­di­schen Staa­tes. Die Teil­nah­me der zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on am Man­dats­ent­wurfs­pro­zess be­stä­tig­te die Tat­sa­che, dass das jü­di­sche Volk der aus­schließ­li­che Be­güns­tig­te der im Man­dat ver­an­ker­ten na­tio­na­len Rech­te war. Kei­ne ara­bi­sche Par­tei wur­de je­mals in Be­zug auf ih­re An­sich­ten über die Be­din­gun­gen des Man­dats vor der Ein­rei­chung die­ses In­stru­ments an den Völ­ker­bund zur Be­stä­ti­gung am 6. De­zem­ber 1920 kon­sul­tiert. Im Ge­gen­satz da­zu wur­den die bür­ger­li­chen und re­li­giö­sen Rech­te al­ler be­stehen­den re­li­giö­sen Ge­mein­schaf­ten in Pa­läs­ti­na, ob mos­le­misch oder christ­lich, so­wie die zi­vi­len und re­li­giö­sen Rech­te al­ler Ein­woh­ner Pa­läs­ti­nas un­ab­hän­gig von Ras­se und Re­li­gi­on, ge­währ­leis­tet. Die Rech­te der Ara­ber, ob als Ein­zel­per­so­nen oder als An­ge­hö­ri­ge re­li­giö­ser Ge­mein­schaf­ten, aber nicht als Na­ti­on, wa­ren da­her le­gal ge­si­chert. Dar­über hin­aus soll­te durch das er­war­te­te Wachs­tum der jü­di­schen Be­völ­ke­rung kein Nach­teil ent­ste­hen in Be­zug auf ih­re fi­nan­zi­el­le und wirt­schaft­li­che Lage.

Es war ur­sprüng­lich be­ab­sich­tigt, dass die Mandats-​Charta die Gren­zen von Pa­läs­ti­na ab­gren­zen wür­de, aber das er­wies sich als ein lang­wie­ri­ger Pro­zess, der Ver­hand­lun­gen mit Frank­reich über die nörd­li­chen und nord­öst­li­chen Gren­zen von Pa­läs­ti­na mit Sy­ri­en be­inhal­te­te. Es wur­de da­her be­schlos­sen, die­se Gren­zen in ei­nem ge­son­der­ten Ver­trag fest­zu­le­gen, was in der französisch-​britischen Grenz­über­ein­kunft vom 23. De­zem­ber 1920 durch­ge­führt wur­de. Die Gren­zen ba­sier­ten auf ei­ner For­mel, die zu­erst vom bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­ter Da­vid Lloyd Ge­or­ge auf­ge­stellt wur­de, als er sich mit sei­nem fran­zö­si­schen Ge­gen­stück Ge­or­ges Cle­men­ceau in Lon­don am 1. De­zem­ber 1918 traf, wo Pa­läs­ti­na de­fi­niert wur­de als der Be­reich zwisch­den den al­ten Städ­ten Dan bis Beerscheba. Die­se De­fi­ni­ti­on wur­de so­fort von Cle­men­ceau ak­zep­tiert, was be­deu­tet, dass Pa­läs­ti­na die Gren­zen ha­ben wür­de, die al­le Ge­bie­te des Lan­des ein­schlos­sen, die von den Zwölf Stäm­men Is­ra­els wäh­rend der ers­ten Tem­pel­zeit be­sie­delt wur­den und das his­to­ri­sche Pa­läs­ti­na so­wohl im Os­ten als auch im Wes­ten des Jordan-​Flusses um­faß­ten. Die Wor­te „von Dan nach Beerscheba” be­deu­te­ten, dass das gan­ze jü­di­sche Pa­läs­ti­na als jü­di­scher Staat re­kon­sti­tu­iert wür­de. Ob­wohl die San Remo-​Resolution die Gren­zen von Pa­läs­ti­na nicht aus­drück­lich ab­grenz­te, war das Ver­ständ­nis der al­li­ier­ten Haupt­mäch­te, dass die­se For­mel das Kri­te­ri­um für die Ab­gren­zung sein wür­de. Als je­doch die ei­gent­li­chen Grenz­ver­hand­lun­gen nach der San Remo-​Friedenskonferenz be­gan­nen, be­stan­den die Fran­zo­sen il­le­gal und hart­nä­ckig dar­auf, die aus­ser Kraft ge­setz­te Sykes-​Picot-​Linie für die nörd­li­che Gren­ze Pa­läs­ti­nas an­zu­wen­den, be­glei­tet von gal­li­schen Aus­brü­chen an­ti­se­mi­ti­scher und an­ti­zio­nis­ti­scher Ge­füh­le, ob­wohl sie sich be­reit er­klär­ten, die­se Gren­ze zu er­wei­tern, um Ga­li­läa ein­zu­schlie­ßen, aber nicht ir­gend­wel­che der Was­ser­quel­len aus dem Litani-​Tal und dem an­gren­zen­den Land. In­fol­ge­des­sen wur­den ei­ni­ge Tei­le des his­to­ri­schen Pa­läs­ti­na im Nor­den und Nord­os­ten il­le­gal von der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te aus­ge­schlos­sen. Das Grenz­über­ein­kom­men von 1920 wur­de durch ein an­de­res britisch-​französisches Ab­kom­men über die Grenz­li­nie zwi­schen Sy­ri­en und Pa­läs­ti­na vom 3. Fe­bru­ar 1922 ab­ge­än­dert, das am 10. März 1923 in Kraft trat. Es ent­fern­te den Teil des Go­lan, der zu­vor in der Kon­ven­ti­on von 1920 in Pa­läs­ti­na auf­ge­nom­men wor­den war, il­le­gal im Aus­tausch für die Plat­zie­rung des Kin­ne­ret (See Ge­ne­za­reth) ganz in­ner­halb der Gren­zen der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­statt, und nahm an­de­re klei­ne ter­ri­to­ria­le An­pas­sun­gen vor. Die bri­ti­schen und fran­zö­si­schen Ver­hand­lungs­füh­rer hat­ten kein le­ga­les Recht, ein „pa­läs­ti­nen­si­sches Ge­biet” aus den Gren­zen von Pa­läs­ti­na zu ent­fer­nen oder aus­zu­schlie­ßen, son­dern konn­ten nur da­für sor­gen, dass al­le die­se Ge­bie­te ein­ge­schlos­sen wa­ren. Der Aus­tausch von „Ter­ri­to­ri­um Pa­läs­ti­nas” ge­gen an­de­res „Ter­ri­to­ri­um Pa­läs­ti­nas” zwi­schen Groß­bri­tan­ni­en und Frank­reich war da­her ei­ne il­le­ga­le Ver­let­zung der Lloyd-​George-​Formel, die auf der San-​Remo-​Frienskonferenz ak­zep­tiert wor­den war.

Das Über­ein­kom­men von 1920 schloss auch Trans­jor­da­ni­en in den Be­reich der­Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te mit ein, doch ei­ne über­ra­schen­de In­ter­ven­ti­on in letz­ter Mi­nu­te durch die US-​Regierung ver­zö­ger­te un­nö­ti­ger­wei­se die Be­stä­ti­gung des an­hän­gi­gen Man­dats. Dies gab Winston Chur­chill, dem neu­en Ko­lo­ni­al­se­kre­tär, der für die An­ge­le­gen­hei­ten von Pa­läs­ti­na ver­ant­wort­lich war, ei­ne un­er­war­te­te Ge­le­gen­heit, um den Cha­rak­ter des Man­dats zu än­dern: Ers­tens, in­dem er ei­nen neu­en Ar­ti­kel ein­füg­te (Ar­ti­kel 25), der die vor­läu­fi­ge ad­mi­nis­tra­ti­ve Tren­nung von Trans­jor­da­ni­en und Cis­jor­da­ni­en er­laub­te; Zwei­tens, in­dem er die Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te neu nicht als ei­nen even­tu­el­len un­ab­hän­gi­gen jü­di­schen Staat de­fi­nier­te, son­dern als kul­tu­rel­les oder geis­ti­ges Zen­trum für das jü­di­sche Volk. Die­se ra­di­ka­len Ver­än­de­run­gen wur­den of­fi­zi­ell in das Chur­chill White Pa­per vom 3. Ju­ni 1922 ein­ge­führt und führ­ten di­rekt zur Sa­bo­ta­ge des Man­dats. Da­nach wi­chen die Eng­län­der nie mehr von der fal­schen In­ter­pre­ta­ti­on ab, die sie der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te ga­ben, was al­le Hoff­nung auf die Er­rei­chung des ge­plan­ten jü­di­schen Staa­tes un­ter ih­rer Schirm­herr­schaft beendete.

Die Fra­ge, wel­cher Staat, Na­ti­on oder Ein­heit die Sou­ve­rä­ni­tät über ein Man­dats­ge­biet hielt, lös­te wäh­rend der ge­sam­ten Man­dats­zeit ei­ne gro­ße De­bat­te aus und es wur­de kei­ne end­gül­ti­ge Ant­wort ge­ge­ben. Das ist sehr über­ra­schend, weil der am 28. Ju­ni 1919 un­ter­zeich­ne­te und am 10. Ja­nu­ar 1919 ra­ti­fi­zier­te und am 10. Ja­nu­ar 1920 ra­ti­fi­zier­te Ver­trag von Ver­sailles in Ar­ti­kel 22 fest­hielt, daß die Staa­ten, die frü­her je­ne Ge­bie­te re­gier­ten, die spä­ter von ei­nem Man­dat ver­wal­tet wur­den, ih­re Sou­ve­rä­ni­tät als Kon­se­quenz des Ers­ten Welt­krie­ges ver­lo­ren hat­ten. Das be­deu­te­te, dass Deutsch­land kei­ne Sou­ve­rä­ni­tät mehr über sei­ne ehe­ma­li­gen Ko­lo­ni­en in Afri­ka und im Pa­zi­fik, und die Tür­kei kei­ne Sou­ve­rä­ni­tät über ih­ren Be­sitz im Na­hen Os­ten hat­te, vor der Un­ter­zeich­nung des Ver­sail­ler Ver­tra­ges. Der Zeit­punkt, an dem die Än­de­rung der Sou­ve­rä­ni­tät ein­trat, konn­te erst am 30. Ja­nu­ar 1919 ein­tre­ten, als es vom Rat der Zehn un­wi­der­ruf­lich be­schlos­sen wur­de, die Smuts-​Resolution zu ver­ab­schie­den, daß kei­nes der ex-​deutschen und ex-​türkischen Ter­ri­to­ri­en mehr zu ih­ren ehe­ma­li­gen Be­sit­zern zu­rück­keh­ren wür­de. Die­se Ter­ri­to­ri­en wur­den dann in die kol­lek­ti­ven Hän­de der al­li­ier­ten und as­so­zi­ier­ten Mäch­te ge­legt zu ih­rer Dis­po­si­ti­on. Im Fall von Pa­läs­ti­na wur­de die­se Ent­schei­dung zu­guns­ten des jü­di­schen Vol­kes auf der Ta­gung der San Re­mo Frie­dens­kon­fe­renz ge­trof­fen, die am 24. April 1920 statt­fand, als die Balfour-​Erklärung als Grund für die Schaf­fung und Ver­wal­tung des neu­en Lan­des Pa­läs­ti­na an­ge­nom­men wur­de, das bis da­hin of­fi­zi­ell nicht exis­tiert hat­te. In­so­fern die Balfour-​Erklärung zu­guns­ten des jü­di­schen Vol­kes ge­macht wur­de, war es letz­te­res, dem die de-​jure-Sou­ve­rä­ni­tät über ganz Pa­läs­ti­na er­teilt wur­de. Doch wäh­rend der Man­dats­pe­ri­ode ha­ben die bri­ti­sche Re­gie­rung, und nicht das jü­di­sche Volk, die At­tri­bu­te der Sou­ve­rä­ni­tät aus­ge­übt, wäh­rend die Sou­ve­rä­ni­tät im rein theo­re­ti­schen oder no­mi­nel­len Sinn (d.h. de jure-Sou­ve­rä­ni­tät) beim jü­di­schen Volk ver­blieb. Die­ser Sach­ver­halt spie­gel­te sich in der Mandats-​Charta wi­der, in der die Be­stand­tei­le des Ti­tels der Sou­ve­rä­ni­tät des jü­di­schen Vol­kes über Pa­läs­ti­na aus­drück­lich in den ers­ten drei Er­wä­gungs­grün­den der Prä­am­bel er­wähnt wur­den, näm­lich Ar­ti­kel 22, die Balfour-​Erklärung und die his­to­ri­sche Ver­bin­dung des Jü­di­schen Vol­kes mit Pa­läs­ti­na. Die­se drei Be­stand­tei­le des Ti­tels der Sou­ve­rä­ni­tät wa­ren die Grün­de für die Wie­der­her­stel­lung der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te in Pa­läs­ti­na, wie es im drit­ten Er­wä­gungs­grund der Prä­am­bel aus­drück­lich er­wähnt wur­de. Auf der an­de­ren Sei­te, da das jü­di­sche Volk wäh­rend der Man­dats­pe­ri­ode un­ter der Vor­mund­schaft Groß­bri­tan­ni­ens war, war es das letz­te­re, das die At­tri­bu­te der jü­di­schen Sou­ve­rä­ni­tät über Pa­läs­ti­na aus­üb­te, wie es in Ar­ti­kel 1 des Man­dats be­stä­tigt wur­de, das die Voll­macht der Ge­setz­ge­bung und der Ver­wal­tung in die Hän­de des Man­da­tärs leg­te, au­ßer dies wä­re durch die Be­din­gun­gen des Man­dats be­grenzt worden.

Die­se Si­tua­ti­on ging so­lan­ge  wei­ter, so­lan­ge das Man­dat in Kraft war und das in Pa­läs­ti­na le­ben­de jü­di­sche Volk nicht in der La­ge war, auf ei­ge­nen Füs­sen zu ste­hen und da­her die Sou­ve­rä­ni­tät, die ih­nen von den al­li­ier­ten Groß­mäch­ten aus dem Völ­ker­recht ver­lie­hen wur­de, aus­üben zu können.

Der ent­schei­den­de Mo­ment der Ver­än­de­rung kam am 14. Mai 1948, als die Ver­tre­ter des jü­di­schen Vol­kes in Pa­läs­ti­na und der zio­nis­ti­schen Or­ga­ni­sa­ti­on die Un­ab­hän­gig­keit ei­nes jü­di­schen Staa­tes ver­kün­de­ten, des­sen Streit­kräf­te nur ei­nen klei­nen Teil des Ter­ri­to­ri­ums hiel­ten, das ur­sprüng­lich für die Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te zu­ge­teilt wur­de. Der Rest des Lan­des war im il­le­ga­len Be­sitz der be­nach­bar­ten ara­bi­schen Staa­ten, die kei­ne sou­ve­rä­nen Rech­te über die von ih­nen il­le­gal be­setz­ten Ge­bie­te hat­ten, die his­to­risch ein Teil von Pa­läs­ti­na und dem Land Is­ra­el wa­ren und nicht für die ara­bi­sche Un­ab­hän­gig­keit oder die Schaf­fung ei­nes an­de­ren Ara­bi­schen Staa­tes ge­dacht wa­ren. Aus die­sem Grund hat Is­ra­el, das die sou­ve­rä­nen Rech­te des jü­di­schen Vol­kes in Pa­läs­ti­na erb­te, das le­ga­le Recht, al­le im Sechs­ta­ge­krieg be­frei­ten Län­der zu be­hal­ten, die ent­we­der Teil Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­statt wa­ren wäh­rend der Zeit des Man­dat oder die in­te­gra­ler Teil des Lan­des Is­ra­els wa­ren, die il­le­gal von der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­staat­te ab­ge­löst wor­den wa­ren, als die Gren­zen von Pa­läs­ti­na in den Jah­ren 1920 und 1923 fest­ge­setzt wur­den. Aus dem­sel­ben Grund kann Is­ra­el nicht von je­dem be­schul­digt wer­den, Län­de­rei­en zu „be­set­zen”, die nach Völ­ker­recht ein­deu­tig Teil der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te oder des Lan­des Is­ra­el wa­ren. Des­halb ist die gan­ze De­bat­te heu­te, die sich auf die Fra­ge kon­zen­triert, ob Is­ra­el die „be­setz­ten Ge­bie­te” an ih­re an­geb­li­chen ara­bi­schen Be­sit­zer zu­rück­ge­ben muss, um Frie­den zu er­hal­ten, ei­ne der größ­ten Un­ehr­lich­kei­ten des Völ­ker­rechts und der Diplomatie.

Die er­staun­lichs­te Ent­wick­lung be­züg­lich der Fra­ge der Sou­ve­rä­ni­tät über Pa­läs­ti­na ist, dass der Staat Is­ra­el, als er end­lich Ge­le­gen­heit hat­te, sei­ne Sou­ve­rä­ni­tät im gan­zen Land west­lich des Jor­da­ni­ens aus­zu­üben, nach­dem er sieg­reich war im Sechs­ta­ge­krieg vom 5. Ju­ni 10, 1967, es nicht tat – au­ßer im Fall von Je­ru­sa­lem. Die Knes­set hat je­doch ei­ne Än­de­rung der Gesetzes- und Ver­wal­tungs­ver­ord­nung von 1948 ver­ab­schie­det, in­dem sie Ab­satz 11B hin­zu­füg­te, der die­se Mög­lich­keit zu­ließ und dies auf­grund der Idee, dass Is­ra­el die­se Sou­ve­rä­ni­tät be­sitzt. Is­ra­el hat nicht ein­mal das be­stehen­de Ge­setz über die Sou­ve­rä­ni­tät durch­ge­setzt, das von der Re­gie­rung Ben Gu­ri­on im Sep­tem­ber 1948 ver­ab­schie­det wor­den war, be­kannt als Zu­stän­dig­keits und Be­fug­nis­ver­ord­nung, das es ver­lang­te, ei­nen Be­reich des Lan­des Is­ra­el so­fort zu über­neh­men, den der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter durch Pro­kla­ma­ti­on als von den Streit­kräf­ten Is­ra­els ge­hal­ten definiert.

Is­ra­els le­ga­le Rech­te und Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät über das gan­ze Land Is­ra­el – ins­be­son­de­re in Be­zug auf Ju­däa, Sa­ma­ria und Ga­za – er­lit­ten ei­nen schwe­ren Rück­schlag, als die Re­gie­rung von Pre­mier­mi­nis­ter Me­na­hem Be­gin das Camp-​David-​Rahmenabkommen für den Frie­den im Na­hen Os­ten ge­neh­mig­te, un­ter dem vor­ge­schla­gen wur­de, dass Ver­hand­lun­gen statt­fin­den wür­den, um den „end­gül­ti­gen Sta­tus” die­ser Ge­bie­te zu be­stim­men. Die Phra­se „end­gül­ti­ger Sta­tus” war ein Syn­onym für das Wort „Sou­ve­rä­ni­tät”. Es war un­ent­schuld­bar, dass we­der Be­gin noch sei­ne Rechts­be­ra­ter, dar­un­ter Aha­ron Ba­rak, der künf­ti­ge Prä­si­dent des Is­rae­li­schen Obers­ten Ge­richts­ho­fes, wuss­ten, dass die Sou­ve­rä­ni­tät schon vie­le Jah­re zu­vor be­reits dem jü­di­schen Volk und da­mit dem Staat Is­ra­el ge­ge­ben wor­den war, und zwar in der San-​Remo-​Friedenskonferenz. Die Si­tua­ti­on wur­de noch schlim­mer und er­reich­te die Ebe­ne des Ver­rats, als die Re­gie­rung von Pre­mier­mi­nis­ter Yitz­hak Ra­bin die Prin­zi­pi­en­er­klä­rung (De­kla­ra­ti­on of Princi­ples, DOP) mit der Pa­läs­ti­nen­si­schen Be­frei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on (PLO) un­ter­zeich­ne­te und be­schloss, ihr et­wa 90% oder mehr von Ju­däa und Sa­ma­ria so­wie den gröss­ten Teil von Ga­za über ei­ne fünf­jäh­ri­ge Über­gangs­zeit hin­weg zu ge­ben, um „ei­ne ge­rech­te, dau­er­haf­te und um­fas­sen­de fried­li­che Be­sied­lung und his­to­ri­sche Ver­söh­nung durch den ver­ein­bar­ten po­li­ti­schen Pro­zess” mit den Ara­bern von Pa­läs­ti­na zu er­rei­chen. Die il­le­ga­le Über­ga­be des Ter­ri­to­ri­ums an die „Pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie”, im Ar­ti­kel IV des DOP ur­sprüng­lich „Rat” ge­nannt, wur­de durch die Ver­wen­dung des Wor­tes „Zu­stän­dig­keit” an­stel­le von „Sou­ve­rä­ni­tät” in die­sem Ar­ti­kel ver­bor­gen. Ei­ne wei­te­re Dis­si­mu­la­ti­on zeig­te sich im be­rei­nig­ten Ver­weis auf die „Um­ver­le­gung der is­rae­li­schen Streit­kräf­te in Ju­däa, Sa­ma­ria und dem Gaza-​Streifen”, um den il­le­ga­len Akt der Über­tra­gung von Tei­len der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te an die PLO zu ver­ber­gen. Das Kind wur­de nicht beim Na­men genannt.

Um zu ver­ste­hen, war­um selbst der Staat Is­ra­el nicht an sei­nen ei­ge­nen Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät über das, was von den Po­li­ti­kern und Ju­ris­ten in Is­ra­el zu Un­recht als „be­setz­te Ge­bie­te” be­zeich­net wird, glaubt, ist es not­wen­dig, die Ur­sa­chen in der Man­dats­zeit zu finden:

  1. Die Nicht-​Ratifizierung des Ver­trags von Se­v­res vom 10. Au­gust 1920 mit der Tür­kei, die die San Remo-​Entschließung zu Pa­läs­ti­na ent­hielt, und die Nicht­auf­nah­me die­ser Ent­schlie­ßung im Ver­trag von Lau­sanne vom 24. Ju­li 1923. Dies gab den fal­schen Ein­druck, dass der Rechts­sta­tus von Pa­läs­ti­na als Gan­zes nie­mals end­gül­tig als Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­stät­te nach dem Völ­ker­recht ver­ein­bart wor­den war und dass die Tür­kei ih­re Sou­ve­rä­ni­tät über die­ses Ge­biet erst nach der Un­ter­zeich­nung die­ses letzt­ge­nann­ten Ver­tra­ges ver­lo­ren habe.
  2. Die Nicht­durch­set­zung der meis­ten Be­din­gun­gen des Man­dats in Pa­läs­ti­na selbst, nach ih­ren wah­ren In­ten­tio­nen, so­wohl durch die bri­ti­sche Re­gie­rung als auch durch die bri­tisch ver­wal­te­te Jus­tiz, die dienst­eif­rig der ers­te­ren dien­te bis zum Punkt der Pflichtvernachlässigung.
  3. Die ab­sicht­li­che Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on der Be­deu­tung des Man­dats durch die bri­ti­sche Re­gie­rung, um Ver­pflich­tun­gen von glei­chem Ge­wicht ein­zu­be­zie­hen, die sie an­geb­lich zu­guns­ten der Ara­ber von Pa­läs­ti­na ein­ge­gan­gen sei, wo in der Tat tat­säch­lich kei­ne sol­chen Ver­pflich­tun­gen be­stan­den, ins­be­son­de­re die Ver­pflich­tung zum Auf­bau von Selbst­ver­wal­tungs­in­sti­tu­tio­nen zu de­ren Vor­teil, die – im Ge­gen­teil – der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te zu­ge­dacht waren.
  4. Die Aus­ga­be von meh­re­ren Weiss­bü­chern, be­gin­nend mit dem Chur­chill Weiss­buch vom 3. Ju­ni 1922 und gip­felnd im Mal­colm Mac­Do­nald Weiss­buch vom 17. Mai 1939, de­ren Wir­kung war, die Grund­be­din­gun­gen des Man­dats aus­zu­he­beln und ei­nen jü­di­schen Staat, der ganz Pa­läs­ti­na ab­deckt, wäh­rend der bri­ti­schen Ver­wal­tung des Lan­des zu ver­hin­dern. Was die Bri­ten im Gro­ßen und Gan­zen in Pa­läs­ti­na ta­ten, war, ih­re fal­schen In­ter­pre­ta­ti­on des Man­dats zu im­ple­men­tie­ren, an­statt sei­nes kla­ren Tex­tes und Sin­nes. Dies stell­te die Mandats-​Charta auf den Kopf und mach­te ihr Ziel ei­nes jü­di­schen Staa­tes unrealisierbar.
  5. Die il­le­ga­le Ein­füh­rung von Ar­ti­kel 25 in die Mandats-​Charta, die nach ih­rer An­nah­me am 16. Sep­tem­ber 1922 zur Her­aus­lö­sung von Trans­jor­da­ni­en aus der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­stät­te führ­te und auch ei­nen schäd­li­chen Ein­fluß auf die Ver­wal­tung von Cis­jor­da­ni­en hat­te, in­dem sie die fal­sche Vor­stel­lung er­mu­tig­te, dass ara­bi­sche Staats­rech­te nicht nur im ab­ge­trenn­ten Teil der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­statt hin­ter dem Jor­dan, son­dern auch im üb­ri­gen Teil existierten.

Das End­ergeb­nis der bri­ti­schen Sa­bo­ta­ge, Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on, Ver­zer­rung und völ­li­gen Ver­leug­nung des­sen, wo­für das Man­dat stand, war, dass jü­di­sche le­ga­le Rech­te und Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät über ganz Pa­läs­ti­na, wie es ur­sprüng­lich in der San Re­mo Re­so­lu­ti­on und dem Man­dat vor­ge­se­hen war, so ver­schwom­men, ver­schlei­ert und ver­wor­ren wur­den bis zur Zeit, in der das Man­dat en­de­te, dass es nicht mehr ver­stan­den oder für wahr ge­hal­ten wur­de. Nicht ein­mal die Rechts­ex­per­ten der jü­di­schen Agen­tur für Pa­läs­ti­na und die Zio­nis­ti­sche Or­ga­ni­sa­ti­on be­an­spruch­ten die jü­di­sche Sou­ve­rä­ni­tät über das gan­ze Land in ir­gend­ei­nem of­fi­zi­el­len Pa­pier oder Me­mo­ran­dum, das der bri­ti­schen Re­gie­rung oder dem Völ­ker­bund vor­ge­legt wurde.

Die Ver­stüm­me­lung der Mandats-​Charta wur­de von den Ver­ein­ten Na­tio­nen fort­ge­setzt, als die­se neue Welt­or­ga­ni­sa­ti­on die Fra­ge Pa­läs­ti­nas auf­nahm. Am 31. Au­gust 1947 schlug der Son­der­aus­schuss der Ver­ein­ten Na­tio­nen für Pa­läs­ti­na (UNSCOP) ei­nen il­le­ga­len Par­ti­ti­ons­plan vor, der die ara­bi­schen na­tio­na­len Rech­te im west­li­chen Pa­läs­ti­na, ins­be­son­de­re im west­li­chen Ga­li­läa, Ju­däa, Sa­ma­ria, der süd­li­chen Küs­ten­ebe­ne von Ash­dod bis zur Ägyp­ti­schen Gren­ze und ein Teil des west­li­chen Ne­gev ein­schließ­lich Beerscheba und dem, was Ei­lat wur­de, an­er­kann­te. An­schei­nend kam es den Mit­glie­dern des Ko­mi­tees, in dem 11 Staa­ten ver­tre­ten wa­ren und das vom schwe­di­schen obers­ten Rich­ter Emil Sand­ström ge­lei­tet wur­de, nicht in den Sinn, dass die Ver­ein­ten Na­tio­nen nicht die le­ga­le Be­fug­nis hat­ten, das Land zu­guns­ten der Ara­ber von Pa­läs­ti­na zu tei­len, die nach dem Man­dat nicht die na­tio­na­len Be­güns­tig­ten wa­ren mit An­spruch auf Selbst­be­stim­mung. Die­ses Zer­tram­peln der le­ga­len Rech­te des jü­di­schen Vol­kes auf ganz Pa­läs­ti­na durch die Ver­ein­ten Na­tio­nen war ein­deu­tig ge­gen das Man­dat, das die Tei­lung ver­bot, und auch Ar­ti­kel 80 der UNO-​Charta, der die Ab­än­de­rung der jü­di­schen Rech­te ver­bot, ob nun ein neu­es Man­dat ein­ge­rich­tet wür­de, um das al­te zu er­set­zen, oder nicht, was nur durch ei­ne vor­he­ri­ge Ver­ein­ba­rung der un­mit­tel­bar be­trof­fe­nen Staa­ten ge­sche­hen konn­te. Der il­le­ga­le Tei­lungs­plan mit ei­ni­gen ter­ri­to­ria­len Än­de­run­gen, die im ur­sprüng­li­chen Mehr­heits­plan von UNSCOP vor­ge­legt wur­den, wur­de von der Ge­ne­ral­ver­samm­lung am 29. No­vem­ber 1947 als Re­so­lu­ti­on 181 (II) ge­neh­migt. Die jü­di­sche Agen­tur für Pa­läs­ti­na, die sich vom Ver­lust von sechs Mil­lio­nen Ju­den im Ho­lo­caust er­hol­te und ver­such­te, et­was von der bri­ti­schen Miß­herr­schaft in Pa­läs­ti­na zu ret­ten, nahm die­se il­le­ga­le Re­so­lu­ti­on an. Auf die­se Wei­se ver­lieh sie der fal­schen Vor­stel­lung Glaub­wür­dig­keit, daß Pa­läs­ti­na so­wohl Ara­bern als auch Ju­den ge­hör­te, was der San-​Remo-​Resolution, dem Man­dat und der französisch-​britischen Grenz­ver­ein­ba­rung vom 23. De­zem­ber 1920 fremd war. Die jü­di­sche Agen­tur hät­te sich aus­schliess­lich auf die­se drei Do­ku­men­te stüt­zen sol­len bei der De­kla­ra­ti­on des jü­di­schen Staa­tes in ganz Pa­läs­ti­na, auch wenn es noch nicht mög­lich war, al­le Ge­bie­te des Lan­des zu kon­trol­lie­ren, ganz nach dem Bei­spiel des­sen, was in Sy­ri­en und dem Li­ba­non wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges ge­sche­hen war.

Ei­ne wei­te­re Fa­cet­te der Ge­schich­te, die die il­le­ga­le Ver­wei­ge­rung jü­di­scher le­ga­ler Rech­te und den Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät über Pa­läs­ti­na be­trifft, war die Hal­tung, die die Re­gie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf das be­rüch­tig­te bri­ti­sche Weiß­buch vom 17. Mai 1939 ver­ab­schie­det hat­te. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten stimm­ten der Über­tra­gung des Man­da­tes über Pa­läs­ti­na an die bri­ti­sche Re­gie­rung zu, als sie die anglo-​amerikanische Über­ein­kunft vom 3. De­zem­ber 1924 un­ter­zeich­ne­te und ra­ti­fi­zier­te. Dies über­gab der US-​Regierung ei­ne fei­er­li­che Ver­pflich­tung, ge­gen je­de bri­ti­sche Ver­let­zung die­ses Ver­tra­ges zu pro­tes­tie­ren, der je­des Wort, Jo­ta und i-​Tüpfelchen der Mandaats-​Charta in sei­ner Prä­am­bel wie­der­holt hat­te, un­ab­hän­gig da­von, ob die Ver­let­zung die ame­ri­ka­ni­schen Rech­te oder je­ne des jü­di­schen Vol­kes be­trifft. Doch als das Weiß­buch im Jah­re 1939 aus­ge­stellt wur­de, er­hob die US-​Regierung nicht den Fin­ger, um auf die il­le­ga­len Pro­ble­me zu ver­wei­sen, die in der neu­en Er­klä­rung der bri­ti­schen Po­li­tik ent­hal­ten wa­ren, die die Balfour-​Erklärung und das Man­dat in Tau­send Stü­cke zer­bra­chen und auf der ara­bi­schen Sei­te ei­ne un­ge­heu­re Freu­de auf­kom­men liess. Sie ak­zep­tier­te die un­glaub­li­che bri­ti­sche Be­haup­tung, dass Än­de­run­gen in den Be­din­gun­gen des Man­dats, die durch das Weiß­buch be­wirkt wur­den, kei­ne ame­ri­ka­ni­sche Zu­stim­mung er­for­dern, weil kei­ne US-​Rechte oder die ih­rer Staats­an­ge­hö­ri­gen be­ein­träch­tigt wa­ren, ein Ar­gu­ment, das nach­weis­lich falsch war. Die­se US-​Passivität im An­ge­sicht der bri­ti­schen Per­fi­die, die vom ehr­wür­di­gen Da­vid Lloyd Ge­or­ge und so­gar von Winston Chur­chill, der selbst zum Ver­rat des jü­di­schen Vol­kes und sei­ner Rech­te an Pa­läs­ti­na bei­ge­tra­gen hat­te, stark ver­ur­teilt wur­de, er­laub­te es der bri­ti­schen Re­gie­rung, da­von­zu­kom­men mit der schlimms­ten Ver­let­zung des Völ­ker­rechts in dem Au­gen­blick, wo das jü­di­sche Volk im Be­griff war, die größ­te Ka­ta­stro­phe in ih­rer Ge­schich­te zu er­lei­den. Es kann kein Zwei­fel dar­an be­stehen, dass der Ho­lo­caust weit­ge­hend hät­te ver­hin­dert wer­den kön­nen, oder sei­ne Aus­wir­kun­gen stark re­du­ziert, wenn die Be­din­gun­gen des Man­dats ord­nungs­ge­mäß um­ge­setzt wor­den wä­ren, um ei­nen mas­si­ven Zu­strom von Ju­den in ih­re Hei­mat zu ermöglichen.

Die ame­ri­ka­ni­sche Un­tä­tig­keit ge­gen die bri­ti­sche Re­gie­rung war be­son­ders un­ver­zeih­lich an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass die Ar­ti­kel des Man­dats ein Teil des ame­ri­ka­ni­schen Lan­des­ge­set­zes wa­ren und die USA der ein­zi­ge Staat wa­ren, der die Bri­ten ge­zwun­gen ha­ben könn­te, das bös­wil­li­ge Weiß­buch zu­rück­zu­wei­sen und das Recht der Ju­den Eu­ro­pas, in ih­rer Hei­mat Zu­flucht zu be­kom­men, wiederherzustellen.

So­wohl das Man­dat als auch die anglo-​amerikanische Kon­ven­ti­on ha­ben auf­ge­hört zu exis­tie­ren. Al­ler­dings blei­ben al­le Rech­te des jü­di­schen Vol­kes, die sich aus dem Man­dat er­ge­ben, in vol­lem Um­fang in Kraft. Dies ist die Fol­ge des Grund­sat­zes der er­wor­be­nen le­ga­len Rech­te, der, auf das jü­di­sche Volk an­ge­wen­det, be­deu­tet, dass die Rech­te, die sie er­wor­ben ha­ben oder als zu ih­nen ge­hö­rig an­er­kannt wur­den, als Pa­läs­ti­na le­gal als Jü­di­sche Na­tio­na­le Heim­statt ge­grün­det wur­de, nicht durch die Kün­di­gung der Ver­trä­ge oder der Völ­ker­rechts­ak­te be­ein­träch­tigt wer­den, die die Quel­le die­ser Rech­te wa­ren. Die­ser Grund­satz be­stand be­reits, als die anglo-​amerikanische Kon­ven­ti­on gleich­zei­tig mit der Be­en­di­gung des Man­dats für Pa­läs­ti­na am 14. – 15. Mai 1948 en­de­te. Er ist seit­her in Ar­ti­kel 70 Ab­satz 1 Buch­sta­be b der Wie­ner Über­ein­kunft über die Le­ga­li­tät von Ver­trä­gen von 1969 ko­di­fi­ziert wor­den. Die­ser Grund­satz des Völ­ker­rechts wür­de auch dann gel­ten, wenn ei­ne der Par­tei­en des Ver­tra­ges die ihr auf­er­leg­ten Ver­pflich­tun­gen nicht er­füll­te, wie dies bei der bri­ti­schen Re­gie­rung im Hin­blick auf das Man­dat für Pa­läs­ti­na der Fall war.

Die Ge­gen­sei­te der er­wor­be­nen le­ga­len Rech­te ist der Grund­satz von Estop­pel, der eben­falls für die Er­hal­tung der jü­di­schen na­tio­na­len Rech­te von gro­ßer Be­deu­tung ist. Die­se Leh­re ver­bie­tet je­dem Staat, das zu ver­wei­gern, was es zu­vor in ei­nem Ver­trag oder ei­ner an­de­ren in­ter­na­tio­na­len Ver­ein­ba­rung zu­ge­las­sen oder an­er­kannt hat. In der Kon­ven­ti­on von 1924 an­er­kann­ten die Ver­ei­nig­ten Staa­ten al­le Rech­te, die dem jü­di­schen Volk un­ter dem Man­dat ge­währt wur­den, ins­be­son­de­re das Recht der Ju­den, sich über­all in Pa­läs­ti­na oder im Land Is­ra­el nie­der­zu­las­sen. Des­halb ist die US-​Regierung heu­te ge­setz­lich estoppt, das Recht der Ju­den in Is­ra­el zu ver­wei­gern, Sied­lun­gen in Ju­däa, Sa­ma­ria und Ga­za zu grün­den, die von der Re­gie­rung Is­ra­els ge­neh­migt wur­den. Dar­über hin­aus sind die Ver­ei­nig­ten Staa­ten auch vom Pro­test ge­gen die Grün­dung die­ser Sied­lun­gen aus­ge­schlos­sen, weil sie auf ei­nem Recht ba­sie­ren, das in das US-​amerikanische Recht ein­ge­bet­tet wur­de, nach­dem das Über­ein­kom­men von 1924 vom US-​Senat ra­ti­fi­ziert und am 5. De­zem­ber 1925 von Prä­si­dent Cal­vin Coo­lidge pro­kla­miert wur­de. Die­se Kon­ven­ti­on ist ab­ge­lau­fen, aber nicht die dem jü­di­schen Volk ge­währ­ten Rech­te. Die ame­ri­ka­ni­sche Po­li­tik ge­gen jü­di­sche Sied­lun­gen in Ju­däa, Sa­ma­ria und Ga­za ist ein pas­sen­des The­ma für die ju­ris­ti­sche Über­prü­fung in US-​Gerichten, weil es jü­di­sche ge­setz­li­che Rech­te ver­letzt, die frü­her von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten an­er­kannt wur­den und die nach wie vor Teil ih­res na­tio­na­len Rechts sind. Ei­ne ge­richt­li­che Kla­ge, um die­se Po­li­tik um­zu­stür­zen, wenn sie be­ur­teilt wer­den soll­te, könn­te auch die ame­ri­ka­ni­sche In­itia­ti­ve be­en­den, ei­nen so ge­nann­ten „pa­läs­ti­nen­si­schen” Staat zu för­dern, der das be­stehen­de Recht der jü­di­schen Sied­lung in al­len Ge­bie­ten des Lan­des Is­ra­el auf­he­ben wür­de, die un­ter sei­ne il­le­ga­le Herr­schaft fallen.

Die schwer­wie­gends­te Be­dro­hung für jü­di­sche Rech­te und den Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät über das Land Is­ra­el kommt im­mer noch aus der­sel­ben Quel­le, die im­mer die Rück­kehr der Ju­den in ih­re Hei­mat be­kämpft hat, näm­lich das Med­ley der ara­bisch spre­chen­den Nicht­ju­den, die das Land ne­ben den Ju­den be­woh­nen. Sie nen­nen sich nicht mehr Ara­ber oder Sy­rer, son­dern „Pa­läs­ti­nen­ser”. Dies hat zu ei­ner Um­stel­lung der na­tio­na­len Iden­ti­tät ge­führt. Die Pa­läs­ti­nen­ser wa­ren wäh­rend der Man­dats­zeit die Ju­den, aber die Ara­ber nah­men den Na­men an, nach­dem die Ju­den von Pa­läs­ti­na den Staat Is­ra­el ge­grün­det hat­ten und Is­rae­lis ge­nannt wur­den. Die Ver­wen­dung des Na­mens „Pa­läs­ti­nen­ser” für die Ara­ber nahm erst 1969, als die Ver­ein­ten Na­tio­nen die Exis­tenz die­ser ver­meint­li­chen neu­en Na­ti­on an­er­kann­ten, Fahrt auf, als die UNO an­fing, Be­schlüs­se zu fas­sen und ih­re le­gi­ti­men und un­ver­äu­ßer­li­chen Rech­te an Pa­läs­ti­na zu be­kräf­ti­gen. Die ge­sam­te Idee, dass solch ei­ne Na­ti­on exis­tiert, ist der größ­te Scherz des 20. Jahr­hun­derts und geht un­ver­min­dert wei­ter im 21. Jahr­hun­dert. Die­ser Scherz wird leicht da­durch sicht­bar ge­macht, dass die „Pa­läs­ti­nen­ser” kei­ne un­ver­wech­sel­ba­re Ge­schich­te, Spra­che oder Kul­tur be­sit­zen und sich im eth­no­lo­gi­schen Sin­ne nicht we­sent­lich von den in den Nach­bar­län­dern Sy­ri­en, Jor­da­ni­en, Li­ba­non und Irak le­ben­den Ara­bern un­ter­schei­den. Der Na­me der ver­meint­li­chen Na­ti­on ist nicht-​arabisch im Ur­sprung und stammt aus he­bräi­schen Wur­zeln. Die Ara­ber von Pa­läs­ti­na ha­ben kei­ne Ver­bin­dung oder Be­zie­hung zu den al­ten Phi­lis­tern, von de­nen sie ih­ren neu­en Na­men ent­lehnt haben.

Es ist ei­ne Fra­ge der größ­ten Iro­nie und gröss­ter Ver­wun­de­rung, dass die so­ge­nann­te pa­läs­ti­nen­si­sche Na­ti­on ih­ren größ­ten Schub von Is­ra­el selbst er­hal­ten hat, als die­ses ei­ne „pa­läs­ti­nen­si­sche” Ver­wal­tung in den Ge­bie­ten von Ju­däa, Sa­ma­ria und Ga­za un­ter der Füh­rung von Jas­sir Ara­fat erlaubte.

Die Si­tua­ti­on, in der die Ara­ber von Pa­läs­ti­na und des Lan­des Is­ra­el die glei­chen le­ga­len Rech­te be­an­spru­chen wie das jü­di­sche Volk, ver­stößt ge­gen das au­then­ti­sche Völ­ker­recht, das von der San Re­mo Re­so­lu­ti­on, dem Man­dat und der französisch-​britischen Grenz­über­ein­kunft von 1920 ge­schaf­fen wur­de. Es ist Teil der welt­wei­ten Tor­heit, die seit 1969 auf­ge­tre­ten ist, als das „pa­läs­ti­nen­si­sche Volk” erst­mals in­ter­na­tio­nal an­er­kannt wur­de, dass das au­then­ti­sche Völ­ker­recht durch ein Er­satz-Völ­ker­recht er­setzt wur­de, das sich aus il­le­ga­len UNO-​Resolutionen zu­sam­men­setzt. Die Vier­te Gen­fer Kon­ven­ti­on von 1949 und die Haa­ger Ver­ord­nun­gen von 1907 sind Ak­te des ech­ten Völ­ker­rechts, aber sie ha­ben kei­ne di­rek­te An­wen­dung oder Re­le­vanz für die Rechts­stel­lung von Ju­däa, Sa­ma­ria und Ga­za, die in­te­gra­le Ge­bie­te der Jü­di­schen Na­tio­na­len Heim­statt und des Lan­des von Is­ra­el un­ter der Sou­ve­rä­ni­tät des Staa­tes Is­ra­el. Die­se Ak­te wür­den nur für die ara­bi­sche Be­set­zung jü­di­scher Ter­ri­to­ri­en gel­ten, wie sie zwi­schen 1948 und 1967 auf­ge­tre­ten sind, und nicht auf den Fall der is­rae­li­schen Herr­schaft über die jü­di­sche Hei­mat. Der Scherz des pa­läs­ti­nen­si­schen Vol­kes und ih­re an­geb­li­chen Rech­te am Land Is­ra­el so­wie die Far­ce, die sich aus der An­ga­be des pseudo-​Völkerrechts zur Un­ter­stüt­zung ih­res fa­bri­zier­ten Fal­les er­gibt, müs­sen aus­ge­setzt und be­en­det werden.

Die Ara­ber des Lan­des Is­ra­el ha­ben ei­nen ter­ro­ris­ti­schen Krieg ge­gen Is­ra­el an­ge­zet­telt, um sich zu ho­len, was sie für ih­re be­setz­te Hei­mat hal­ten. Ihr Ziel ist ei­ne Fan­ta­sie, die auf ei­nem gro­ben My­thos und ei­ner Lü­ge be­ruht, die nie­mals be­frie­digt wer­den kann, denn das wür­de die Um­wand­lung des Lan­des Is­ra­el in ein ara­bi­sches Land be­deu­ten. Es liegt an der Re­gie­rung Is­ra­els, die not­wen­di­gen Schrit­te zu un­ter­neh­men, um zu be­he­ben, was ei­ne un­er­träg­li­che Si­tua­ti­on ge­wor­den ist, die das jü­di­sche Volk mit dem Ver­lust ih­rer un­ver­än­der­li­chen Rech­te an ih­rer ein­zi­ge Hei­mat bedroht.


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  1. Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

    […] (Po­li­ti­sches aus der Schweiz): – Le­ga­le Rech­te und Ti­tel der Sou­ve­rä­ni­tät des jü­di­schen Vol­kes am Land Is­ra­el und Pa­läs­ti­na nach … – Of­fe­ne Fra­ge an Ilan Pap­pe: War­um ver­tei­di­gen Sie An­ti­se­mi­ten? – ’60 Minutes’ […]

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