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Oba­mas Flücht­lings­po­li­tik: Ja zu po­ten­zi­el­len Ter­ro­ris­ten, Nein zu Op­fern des Ge­no­zids

Ray­mond Ibra­him, 5.6.2016, Gatestone In­sti­tu­te

  • „Oh­ne Zwei­fel wer­den Sy­rer al­ler Kon­fes­sio­nen von die­sem grau­sa­men Krieg schi­ka­niert und mit un­vor­stell­ba­rem Leid kon­fron­tiert. Aber nur Chris­ten und an­de­re re­li­giö­se Min­der­hei­ten sind be­wuss­te Zie­le von sys­te­ma­ti­scher Ver­fol­gung und Völ­ker­mord.” – US-​Senator Tom Cot­ton, 17. März 2016.
  • Chris­ten sind 10% der Ge­samt­be­völ­ke­rung Sy­ri­ens – doch sie ma­chen we­ni­ger als 0,5% der Flücht­lin­ge aus, die von den USA auf­ge­nom­men wer­den. Sun­ni­ti­sche Mus­li­me sind 74% der sy­ri­schen Be­völ­ke­rung – je­doch 99% der von den USA auf­ge­nom­me­nen Flücht­lin­ge. Mit an­de­ren Wor­ten, es soll­ten 20-​mal mehr Chris­ten und et­wa ein Vier­tel we­ni­ger Sun­ni­ten den Flücht­lings­sta­tus ge­währt wer­den, als ihn be­reits er­hal­ten ha­ben.
  • ISIS „nutzt die Flut der Mi­gran­ten aus, um Agen­ten in die­sen Fluss ein­zu­schleu­sen” – Ja­mes Clap­per, Di­rek­tor der Na­tio­nal In­tel­li­gence.
  • Ob­wohl die UNO und die USA wis­sen, dass sun­ni­ti­sche Flücht­lin­ge in ih­ren La­gern Chris­ten ter­ro­ri­sie­ren, las­sen sie die wah­ren Op­fer im Stich, die Zu­flucht im Wes­ten ver­die­nen, wäh­rend sie ih­re Ver­fol­ger „hu­ma­ni­tär” auf­neh­men.

Mi­gran­ten kom­men mit dem Boot in Ita­li­en an, nach­dem sie von Li­by­en aus das Meer über­quert ha­ben. (Bild­quel­le : Wi­ki­me­dia Com­mons /​ Vi­to Manza­ri)

Die Re­gie­rung Oba­ma hat ei­ne Po­li­tik es­ka­liert, die so­wohl nah­öst­li­che Chris­ten im Stich lässt, als auch Ame­ri­ka­ner dem Ji­had aus­setzt.

En­de letz­ten Jah­res wur­de be­kannt, dass 97% der von den USA auf­ge­nom­me­nen sy­ri­schen Flücht­lin­ge sun­ni­ti­sche Mus­li­me wa­ren – die glei­che is­la­mi­sche Sek­te, zu der der is­la­mi­sche Staat ge­hört – wäh­rend we­ni­ger als ein hal­bes Pro­zent Chris­ten wa­ren.

Die­se Un­gleich­heit ist seit­her schlim­mer ge­wor­den. Vom 1. Mai bis zum 23. Mai sind 499 sy­ri­sche Flücht­lin­ge von den USA auf­ge­nom­men wor­den – ei­ne Zahl, die die Ge­samt­zahl der in den letz­ten drei Jah­ren auf­ge­nom­me­nen Flücht­lin­ge über­steigt. Null Chris­ten wa­ren un­ter ih­nen; 99 Pro­zent wa­ren Sun­ni­ten (das rest­li­che ei­ne Pro­zent war ein­fach als „Mus­lim” ge­lis­tet).

Die­se Zah­len sind be­un­ru­hi­gend.

Ers­tens soll­ten Chris­ten vom rein hu­ma­ni­tä­ren Stand­punkt aus – und hu­ma­ni­tä­re Grün­de sind der Haupt­grund, der für die Auf­nah­me von Flücht­lin­gen an­ge­ge­ben wird – Prio­ri­tät schlicht des­we­gen er­hal­ten, weil sie der­zeit zu den am meis­ten ver­folg­ten Grup­pen im Na­hen Os­ten ge­hö­ren. Zu­sam­men mit den Jes­si­den er­le­ben Chris­ten ei­nen Völ­ker­mord in den Hän­den von ISIS, wie das Sta­te De­part­ment vor kur­zem fest­stell­te. Der is­la­mi­sche Staat hat Chris­ten im­mer wie­der ge­zwun­gen, Chris­tus ab­zu­schwö­ren oder zu ster­ben; hat sie ver­sklavt und ver­ge­wal­tigt, ge­schän­det oder mehr als 400 ih­rer Kir­chen zer­stört.

Wie es Se­na­tor Tom Cot­ton (R-​Ark.) im März die­ses Jah­res aus­drück­te: „Oh­ne Zwei­fel wer­den Sy­rer al­ler Kon­fes­sio­nen von die­sem grau­sa­men Krieg schi­ka­niert und mit un­vor­stell­ba­rem Leid kon­fron­tiert. Aber nur Chris­ten und an­de­re re­li­giö­se Min­der­hei­ten sind be­wuss­te Zie­le von sys­te­ma­ti­scher Ver­fol­gung und Völ­ker­mord.”

Sun­ni­ti­sche Mus­li­me wer­den nicht ge­schlach­tet, ent­haup­tet und ver­ge­wal­tigt für die Ab­leh­nung, auf ih­ren Glau­ben zu ver­zich­ten; ih­re Mo­sche­en wer­den nicht ver­brannt, noch wer­den sie ein­ge­sperrt und für Apost­asie, Got­tes­läs­te­rung oder Mis­sio­nie­rung ge­tö­tet. Im Ge­gen­teil sind nicht-​ISIS ver­bun­de­ne Sun­ni­ten ver­ant­wort­lich da­für, Dut­zen­de sol­cher Gräu­el­ta­ten je­den Mo­nat in der ge­sam­ten is­la­mi­schen Welt ge­gen christ­li­che Min­der­hei­ten zu be­ge­hen. [1]

We­nig über­ra­schend tei­len vie­le Sun­ni­ten, die Ame­ri­ka und Eu­ro­pa be­tre­ten – dar­un­ter die Ter­ro­ris­ten, die 120 Men­schen in Pa­ris, 32 Men­schen in Brüs­sel und 12 in Ka­li­for­ni­en tö­te­ten – den glei­chen sun­ni­tisch sank­tio­nier­ten Hass auf und die Op­po­si­ti­on ge­gen nicht-​muslimische „Un­gläu­bi­ge”. Der Di­rek­tor der Na­tio­nal In­tel­li­gence, Ja­mes Clap­per, räumt ein, dass ISIS „Vor­teil zieht aus der Flut von Mi­gran­ten, um Agen­ten ein­zu­schleu­sen.”

Selbst wenn man an­nimmt, dass der Flücht­lings­sta­tus al­len Sy­rern zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den muss, un­ab­hän­gig von ih­rer Re­li­gi­on, so ent­larvt die ein­fa­che De­mo­gra­fie Sy­ri­ens die pro-​sunnitische, an­ti­christ­li­che Nei­gung der ak­tu­el­len Flücht­lings­po­li­tik Oba­ma: Chris­ten sind 10% der Ge­samt­be­völ­ke­rung Sy­ri­ens – doch sie ma­chen we­ni­ger als 0,5% der Flücht­lin­ge in Ame­ri­ka aus. Sun­ni­ti­sche Mus­li­me sind 74% der sy­ri­schen Be­völ­ke­rung – doch 99% der­je­ni­gen, die in Ame­ri­ka auf­ge­nom­men wer­den. Mit an­de­ren Wor­ten, es soll­ten 20-​mal mehr Chris­ten sein und et­wa ein Vier­tel we­ni­ger Sun­ni­ten, de­nen Flücht­lings­sta­tus ge­währt wird, als ihn be­reits er­hal­ten ha­ben.

Schliess­lich klin­gen die Ent­schul­di­gun­gen von de­nen, die die­se Un­gleich­heit ver­tei­di­gen, völ­lig falsch: Nach An­ga­ben der Flücht­lings­or­ga­ni­sa­ti­on UNHCR der UNO „be­fürch­ten” Chris­ten und an­de­re Min­der­hei­ten, „dass die Re­gis­trie­rung Ver­gel­tung von an­de­ren Flücht­lin­gen brin­gen könn­te.” An­geb­lich re­gis­trie­ren sie sich al­so gar nicht und wer­den aus dem Pro­zess aus­ge­las­sen. Lau­fen­de Be­rich­te zei­gen je­doch, dass die Mehr­heit in den Flücht­lings­la­gern – Sun­ni­ten – die Chris­ten in ih­rer Mit­te ver­folgt, sie manch­mal tö­tet. Wäh­rend ei­ner Mittelmeer-​Überfahrt von Li­by­en nach Si­zi­li­en rie­fen mus­li­mi­sche „Flücht­lin­ge” „Al­la­hu Ak­bar!” [„Al­lah ist der Gröss­te!”], wäh­rend sie bis zu 53 Chris­ten über Bord schleu­der­ten.

Ob­wohl die UNO und die USA wis­sen, dass sun­ni­ti­sche Flücht­lin­ge in ih­ren La­gern Chris­ten ter­ro­ri­sie­ren, las­sen sie die wah­ren Op­fer, die Zu­flucht im Wes­ten ver­die­nen, im Stich, wäh­rend sie ih­re Ver­fol­ger „hu­ma­ni­tär” auf­neh­men.

Die ka­tho­li­sche Kir­che und meh­re­re gros­se pro­tes­tan­ti­sche Kon­fes­sio­nen sind glei­cher­mas­sen schul­dig. In jüngs­ter Zeit wur­den „christ­li­che Flücht­lin­ge vom Papst [Fran­zis­kus] ‚im Stich ge­las­sen’: Er ver­sprach, sie nach Ita­li­en zu brin­gen, nahm dann aber nur Mus­li­me mit.”

Sol­che Heu­che­lei steht seit den kürz­li­chen Pro­ble­men der USA mit der Auf­nah­me von Flücht­lin­gen aus dem Na­hen Os­ten of­fen zur Schau. Vor Mo­na­ten be­schrieb Ba­rack Oba­ma – der als sun­ni­ti­scher Mus­lim auf­ge­wach­sen ist – den Vor­schlag, dass christ­li­chen Min­der­hei­ten der Vor­zug ge­ge­ben wer­den soll­te, als „be­schä­mend”: „Das ist nicht ame­ri­ka­nisch. Das ist nicht, wer wir sind. Un­ser Mit­ge­fühl hat kei­ne re­li­giö­sen Tests,” sag­te er hoch­mü­tig.

Heu­te je­doch ist schon aus der Sta­tis­tik klar er­sicht­lich, dass es im Flücht­lings­pro­gramm ein kla­res Vor­ur­teil[2] gibt: es be­güns­tigt die­je­ni­gen, die am meis­ten an­fäl­lig sind da­für, in Ame­ri­ka Ter­ror­ak­te zu be­ge­hen, wäh­rend es die­je­ni­gen, die Völ­ker­mord er­le­ben, igno­riert. Es ist die ei­ge­ne Flücht­lings­po­li­tik der Obama-​Regierung, die „be­schä­mend” und „un­ame­ri­ka­nisch” ist, und die nicht re­prä­sen­tiert „wer wir sind.”

Ray­mond Ibra­him ist der Au­tor von Cru­ci­fied Again: Ex­po­sing Islam’s New War on Chris­ti­ans (ver­öf­fent­licht von Reg­ne­ry zu­sam­men mit dem Gatestone In­sti­tu­te, April 2013).


[1] Schon be­vor ISIS’ neu­es „Ka­li­fat” ge­grün­det wur­de, wa­ren und sind Chris­ten wei­ter­hin Zie­le von Mus­li­men – mus­li­mi­schen Mobs, mus­li­mi­schen Ein­zel­per­so­nen, mus­li­mi­schen Re­gi­men und mus­li­mi­schen Ter­ro­ris­ten, aus mus­li­mi­schen Län­dern al­ler Ras­sen (ara­bi­schen, afri­ka­ni­schen, asia­ti­schen, etc.) – und aus dem glei­chen Grund: Die Chris­ten sind die Un­gläu­bi­gen Num­mer eins. Sie­he Cru­ci­fied Again: Ex­po­sing Islam’s New War on Chris­ti­ans für hun­der­te von An­ek­do­ten von vor dem Auf­stieg des ISIS so­wie über die mus­li­mi­schen Leh­ren, die sol­chen Hass und sol­che Ver­ach­tung für die Chris­ten kre­ieren, die den Flücht­lings­sta­tus ganz be­son­ders ver­die­nen.

[2] Die­se jüngs­ten Ent­hül­lun­gen der pro-​muslimischen und anti-​christlichen Po­li­tik der Obama-​Regierung pas­sen in ein kla­res und eta­blier­tes Mus­ter der re­li­giö­se Vor­ur­tei­le in­ner­halb sei­ner Re­gie­rung. Bei­spie­le fol­gen:

  • Wenn ei­ne Rei­he von mus­li­mi­schen Ver­tre­tern ein­ge­la­den wird, dann ist es üb­lich, dass das Sta­te De­part­ment Vi­sa an ein­zel­ne christ­li­che Ver­tre­ter ver­wei­gert.
  • Als ein paar ver­folg­te Chris­ten aus dem Irak die Gren­ze in die USA über­quer­ten, wur­den sie für meh­re­re Mo­na­te ins Ge­fäng­nis ge­wor­fen und dann zu­rück­ge­schickt in die Höh­le des Lö­wen.
  • Als die ni­ge­ria­ni­sche Re­gie­rung ei­ne star­ke Of­fen­si­ve ge­gen Bo­ko Ha­ram führ­te und da­bei ei­ni­ge der Jihadi-​Terroristen tö­te­te, be­rief sich Aus­sen­mi­nis­ter John Ker­ry auf die „Men­schen­rech­te” der Dschi­ha­dis­ten, die re­gel­mäs­sig Chris­ten ab­schlach­ten und ver­ge­wal­ti­gen und ih­re Kir­chen ver­bren­nen. Erst kürz­lich for­der­te Ker­ry Ta­dschi­ki­stan auf, „es in sei­nem Vor­ge­hen ge­gen den Is­lam nicht zu über­trei­ben.”
  • Als ver­folg­te kop­ti­sche Chris­ten sich der Anti-​Muslim-​Bruderschaft-​Revolution von 2013 an­schlies­sen woll­ten, sag­ten die USA Nein.
  • Als ver­folg­te ira­ki­sche und sy­ri­sche Chris­ten um Waf­fen ba­ten, um der Op­po­si­ti­on, die ge­gen ISIS kämpft, bei­zu­tre­ten, lehn­te Wa­shing­ton ab.
  • Fol­gen Sie Ray­mond Ibra­him auf Twit­ter und Face­book

    Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

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