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Deutsch­lands neu­es „Nein heisst Nein” Ver­ge­wal­ti­gungs­ge­setz

So­e­ren Kern, 8.7.2016, Gatestone In­sti­tu­te


  • Es ist un­wahr­schein­lich, dass die Re­for­men die Ver­ge­wal­ti­gungs­epi­de­mie durch Mi­gran­ten in Deutsch­land be­en­den.
  • Wenn es um Ein­wan­de­rung geht, hat po­li­ti­sche Kor­rekt­heit in Deutsch­land oft Vor­rang vor der Rechts­staat­lich­keit, wo vie­le Mi­gran­ten, die se­xu­el­le Straf­ta­ten be­ge­hen, nie vor Ge­richt ge­stellt wer­den, und die­je­ni­gen, die vor Ge­richt ge­stellt wer­den, be­kom­men mil­de Stra­fen von ver­ständ­nis­vol­len Rich­tern.
  • „Je­der Po­li­zist weiß, dass er ei­ne be­stimm­te po­li­ti­sche Er­war­tung zu er­fül­len hat. Es ist bes­ser, ru­hig zu blei­ben [über Im­mi­gran­ten­kri­mi­na­li­tät], um Pro­ble­me zu ver­mei­den.” – Rai­ner Wendt, Chef der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft.
  • „Es ist nicht hin­nehm­bar, dass Asy­lan­ten die Ge­sell­schaft mit Fü­ßen tre­ten, de­ren Schutz sie be­an­spru­chen.” – Staats­an­walt Bas­ti­an Blaut.


Das deut­sche Par­la­ment hat Än­de­run­gen am Straf­ge­setz­buch ge­neh­migt, die die De­fi­ni­ti­on von Ver­ge­wal­ti­gung er­wei­tern und es ein­fa­cher ma­chen, Ein­wan­de­rer ab­zu­schie­ben, die Se­xu­al­ver­bre­chen be­ge­hen.

Nach dem Ge­setz­ent­wurf, der auch als „Nein heißt Nein”-Gesetz be­kannt ist, wird je­de Form von nicht-​einvernehmlichem Sex jetzt als Ver­bre­chen be­straft. Bis­her konn­ten nur Fäl­le, in de­nen die Op­fer be­wei­sen konn­ten, dass sie sich phy­sisch ge­gen ih­ren An­grei­fer wehr­ten, nach deut­schem Recht be­straft wer­den.

Die Än­de­run­gen, die we­gen der Sex-​Attacken in Köln not­wen­dig wur­den, wo Hun­der­te von Frau­en von Mobs von über­wie­gend mus­li­mi­schen Mi­gran­ten an Sil­ves­ter an­ge­grif­fen wur­den, wird als „Pa­ra­dig­men­wech­sel ” in der deut­schen Recht­spre­chung ge­fei­ert.

Doch es ist un­wahr­schein­lich, dass die Re­for­men, die es Op­fern se­xu­el­ler Ge­walt leich­ter ma­chen sol­len, Straf­an­zei­gen ein­zu­rei­chen, die Migranten-​Vergewaltigungsepidemie in Deutsch­land be­en­den. Dies liegt dar­an, dass die po­li­tisch kor­rek­te deut­sche Jus­tiz no­to­risch nach­sich­tig ist, wenn es um die Ver­fol­gung, Ver­ur­tei­lung und Ab­schie­bung aus­län­di­scher Straf­tä­ter geht.

Der Ge­setz­ent­wurf wur­de am 7. Ju­li ein­stim­mig durch den Bun­des­tag ge­neh­migt, dem Un­ter­haus des Par­la­ments. Die Maß­nah­me muss noch vom Bun­des­rat, dem Ober­haus, ge­bil­ligt wer­den, der nach der Som­mer­pau­se über die Re­for­men ab­stim­men wird.

Nach dem ur­sprüng­li­chen Ge­setz, wie in § 177 des Straf­ge­setz­bu­ches fest­ge­legt, muss­ten Op­fer nach­wei­sen, dass sie sich phy­sisch ver­tei­digt hat­ten, da­mit ei­ne Tat als Ver­ge­wal­ti­gung ein­ge­stuft wur­de. Die ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on – ein­fach „Nein” zu sa­gen – reich­te nicht, um An­kla­ge ge­gen ei­nen An­grei­fer er­he­ben zu kön­nen. Das ur­sprüng­li­che Ge­setz wur­de laut deut­schen Rechts­ex­per­ten so ge­schrie­ben, um fal­sche An­schul­di­gun­gen ab­zu­weh­ren und leicht­fer­ti­ge Kla­gen zu ver­mei­den.

Die Re­for­men wer­den Staats­an­wäl­ten und Ge­rich­ten er­lau­ben, kör­per­li­che, ver­ba­le und non­ver­ba­le Si­gna­le des Op­fers zur Fest­stel­lung, ob ei­ne Ver­ge­wal­ti­gung statt­ge­fun­den hat, her­an­zu­zie­hen. Je­der, der se­xu­el­ler Ak­ti­vi­tät für schul­dig be­fun­den wird, die ge­gen den „er­kenn­ba­ren Wil­len” des Op­fers statt­fin­det, kann zu bis zu fünf Jah­ren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt wer­den. Das Ge­setz er­wei­tert auch die De­fi­ni­ti­on von se­xu­el­ler Nö­ti­gung auf be­grap­schen, was mit bis zu zwei Jah­ren Ge­fäng­nis be­straft wer­den kann.

Dar­über hin­aus führt das neue Ge­setz § 184j ein, der es zum Ver­bre­chen ma­chen wird, nur schon in ei­ner Grup­pe zu sein, die se­xu­el­le Über­grif­fe aus­führt. Die Maß­nah­me soll An­grif­fe wie die, die in Köln statt­ge­fun­den ha­ben, ab­schre­cken, ob­wohl man­che Ge­setz­ge­ber sa­gen, die­se Be­stim­mung sei ver­fas­sungs­wid­rig, weil je­mand we­gen ei­nes Ver­bre­chens ver­ur­teilt wer­den könn­te, das er oder sie nicht per­sön­lich be­gan­gen hat. Schließ­lich er­leich­tern es die Re­for­men, Mi­gran­ten ab­zu­schie­ben, die we­gen Se­xu­al­de­lik­ten in Deutsch­land ver­ur­teilt wer­den.

Die deut­sche Frau­en­mi­nis­te­rin Ma­nue­la Schwe­sig lob­te die Maß­nah­me als Mei­len­stein:

„In der Ver­gan­gen­heit hat es Fäl­le ge­ge­ben, in de­nen Frau­en ver­ge­wal­tigt wor­den sind, oh­ne dass die Tä­ter be­straft wer­den konn­ten. Das neue Ge­setz wird da­zu bei­tra­gen, dass sich mehr Op­fer zu ei­ner An­zei­ge ent­schlie­ßen und we­ni­ger Straf­ver­fah­ren ein­ge­stellt wer­den.”

Laut Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas wer­den nur ei­ne von 10 Ver­ge­wal­ti­gun­gen in Deutsch­land an­ge­zeigt, und nur 8% der Ver­ge­wal­ti­gungs­ver­fah­ren füh­ren zu Ver­ur­tei­lun­gen.

Selbst wenn das neue Ge­setz zu ei­ner Er­hö­hung der Zahl der  Ver­ur­tei­lun­gen führt, so ist es un­wahr­schein­lich, dass es ei­ne sinn­vol­le Ab­schre­ckung ist für die Mi­gran­ten, die deut­sche Frau­en und Kin­der se­xu­ell at­ta­ckie­ren.

Wenn es um Ein­wan­de­rung geht, hat in Deutsch­land po­li­ti­sche Kor­rekt­heit häu­fig Vor­rang vor der Rechts­staat­lich­keit, wo vie­le Mi­gran­ten, die se­xu­el­le Straf­ta­ten be­ge­hen, nie vor Ge­richt ge­stellt wer­den, und die­je­ni­gen, die vor Ge­richt kom­men, von ver­ständ­nis­vol­len Rich­tern mil­de Stra­fen er­hal­ten.

Am 30. Ju­ni be­fand zum Bei­spiel ein Ge­richt in der nord­deut­schen Stadt Ah­rens­burg ei­nen 17-​jährigen Mi­gran­ten aus Eri­trea des Ver­suchs schul­dig, ei­ne 18-​jährige Frau im Trep­pen­haus ei­nes Park­hau­ses am Bahn­hof in Bad Ol­des­loe zu ver­ge­wal­ti­gen. Die Frau wur­de bei dem An­griff schwer ver­letzt, als der Mi­grant ver­such­te, sie zu über­wäl­ti­gen, in­dem er ihr wie­der­holt in Ge­sicht und Hals biss. Nach­dem die Po­li­zei ein­traf, wi­der­setz­te sich der Mi­grant der Ver­haf­tung und ver­setz­te ei­nem Po­li­zei­be­am­ten ei­nen Kopf­stoss. Der Be­am­te muss­te an­schlies­send eben­falls ins Kran­ken­haus ge­bracht wer­den.

Trotz des Schuld­spruchs des Eri­tre­ers für die se­xu­el­le At­ta­cke auf die Frau und den phy­si­schen An­griff auf den Po­li­zei­be­am­ten gab das Ge­richt ihm ei­ne sie­ben­mo­na­ti­ge Be­wäh­rungs­stra­fe und trug ihm 30 Stun­den ge­mein­nüt­zi­ge Ar­beit auf. Er wur­de aus der Haft ent­las­sen und wird nicht ab­ge­scho­ben wer­den.

Ne­ben ge­richt­li­cher Mil­de ha­ben kri­mi­nel­le Mi­gran­ten von deut­schen Be­hör­den pro­fi­tiert, die im­mer wie­der be­schul­digt wer­den, das wah­re Aus­maß des Pro­blems kri­mi­nel­ler Mi­gran­ten zu ver­tu­schen, of­fen­bar um die Be­feue­rung von Anti-​Migranten-​Gefühlen zu ver­mei­den.

Im Ja­nu­ar be­rich­te­te Die Welt, dass die Un­ter­drü­ckung von Da­ten zur Mi­gran­ten­kri­mi­na­li­tät ein „deutsch­land­wei­tes Phä­no­men” ist. Laut Rai­ner Wendt, Chef der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft (DPolG): „Je­der Po­li­zist weiß, dass er ei­ne be­stimm­te po­li­ti­sche Er­war­tung zu er­fül­len hat. Es ist bes­ser, ru­hig zu sein [über Mi­gran­ten­ver­bre­chen], um Pro­ble­me zu ver­mei­den.”

Eben­falls im Ja­nu­ar si­cker­te ein Do­ku­ment an die Bild-Zei­tung durch, das auf­deck­te, dass Po­li­ti­ker in der nörd­li­chen Stadt Kiel der ört­li­chen Po­li­zei auf­ge­tra­gen hat­ten, vie­le der von Mi­gran­ten be­gan­ge­nen Ver­bre­chen zu über­se­hen. Laut Bild wur­de auch die Po­li­zei in Nordrhein-​Westfalen und Nie­der­sach­sen an­ge­wie­sen, nach­sich­tig zu sein ge­gen­über kri­mi­nel­len Mi­gran­ten.

Im Fe­bru­ar be­rich­te­te Die Welt, dass die Be­hör­den im Bun­des­land Hes­sen In­for­ma­tio­nen über Mi­gran­ten­ver­bre­chen un­ter­drück­ten, an­geb­lich we­gen ei­nes „Man­gels an öf­fent­li­chem In­ter­es­se.”

Im Mai deck­te ein Haupt­kom­mis­sar der Köl­ner Po­li­zei­be­hör­de auf, dass ein Be­am­ter des In­nen­mi­nis­te­ri­ums in Nordrhein-​Westfalen ihm be­foh­len hat­te, den Be­griff „Ver­ge­wal­ti­gung” aus ei­nem in­ter­nen Po­li­zei­be­richt über die An­grif­fe in Köln zu ent­fer­nen.

Die Po­li­zei in Köln sagt jetzt, dass sie we­gen Sil­ves­ter mehr als 1000 An­zei­gen von Frau­en er­hal­ten hat, ein­schließ­lich 454 An­zei­gen we­gen se­xu­el­ler Über­grif­fe. Die Po­li­zei in Ham­burg sagt, dass sie An­zei­gen von 351 Frau­en hat, dar­un­ter 218 An­zei­gen von se­xu­el­len Über­grif­fen, die sich am sel­ben Abend er­eig­net ha­ben.

Am 7. Ju­li, mehr als sechs Mo­na­te nach den Köl­ner An­grif­fen (und am sel­ben Tag, da der Bun­des­tag das neue „Nein heisst Nein” Ver­ge­wal­ti­gungs­ge­setz ge­neh­mig­te), hat ein deut­sches Ge­richt die ers­ten bei­den Ver­ur­tei­lun­gen aus­ge­spro­chen: Das Land­ge­richt Köln gab ei­nem 20- jäh­ri­gen Ira­ker und ei­nem 26-​jährigen Al­ge­ri­er ei­ne ein­jäh­ri­ge Be­wäh­rungs­stra­fe und liess die bei­den Män­ner dann frei.

Das Ge­richt be­fand den Ira­ker, iden­ti­fi­ziert nur als Hus­sain A., schul­dig, ei­nes der Op­fer ge­küsst und ihr Ge­sicht ge­leckt zu ha­ben. Der Al­ge­ri­er, ge­nannt Hassan T., hin­der­te den Freund des an­de­ren Op­fers dar­an, da­zwi­schen zu ge­hen und bot ihm Geld, um mit ihr Sex zu ha­ben: „Gib die Mäd­chen oder du stirbst”, sag­te er. Er war der Hil­fe­stel­lung zu se­xu­el­ler Nö­ti­gung für schul­dig be­fun­den wor­den.

Der Ira­ker, da­mals 20, wur­de nach Ju­gend­recht ver­ur­teilt und er­hielt den Auf­trag, ei­nen In­te­gra­ti­ons­kurs zu be­su­chen und 80 Stun­den ge­mein­nüt­zi­ge Ar­beit leis­ten. Die Zei­tung Bild ver­öf­fent­lich­te Fo­tos von ei­nem ju­beln­den Hassan T., der den Ge­richts­saal lä­chelnd ver­ließ.

Ein Be­ob­ach­ter sag­te, das leich­te Ur­teil sei ei­ne Ver­höh­nung der Ge­rech­tig­keit und wür­de von kri­mi­nel­len Mi­gran­ten als ei­ne Ein­la­dung auf­ge­fasst, mit deut­schen Frau­en um­zu­sprin­gen, wie es ih­nen be­liebt.

Staats­an­walt Bas­ti­an Blaut sag­te:

„Es darf nicht ak­zep­tiert wer­den, wenn Grund­wer­te wie die Gleich­heit von Frau und Mann ver­letzt wer­den. Es ist nicht hin­nehm­bar, dass über Frau­en wie auf ei­nem Ba­sar ver­han­delt wird. Es ist nicht hin­nehm­bar, dass Sie die Ge­sell­schaft mit Fü­ßen tre­ten, de­ren Schutz sie be­an­spru­chen.”

So­e­ren Kern ist Se­ni­or Fel­low am New Yor­ker Gatestone In­sti­tu­te. Er ist eben­falls Se­ni­or Fel­low für Eu­ro­päi­sche Po­li­tik am Ma­dri­der Gru­po de Estu­di­os Est­ra­té­gicos /​ Stra­te­gic Stu­dies Group. Fol­gen Sie ihm auf Face­book und Twit­ter. Sein ers­tes Buch, Glo­bal Fire, wird 2016 her­aus­kom­men.

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    Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

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