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Chris­ten als „Ziel­übung”

Mus­li­mi­sche Chris­ten­ver­fol­gung: Mai 2016

Ray­mond Ibra­him, 28.8.2016, Gatestone In­sti­tu­te

  • „Wir wer­den den Ar­me­ni­ern und den Chris­ten zei­gen, wer wir sind … Wir ha­ben Be­fehl, kei­nen in dem Ge­biet zu­rück­zu­las­sen.” – Is­la­mi­sche Re­bel­len in Alep­po, Sy­ri­en.
  • Tau­sen­de von Chris­ten flüch­ten aus Eri­trea we­gen ex­tre­mer Ver­fol­gung. Ein Re­port be­schreibt Eri­trea als „ei­ne der sich am schnells­ten ent­lee­ren­den Na­tio­nen der Welt” und als „Nord­ko­rea von Afri­ka.” Die Mehr­heit der 40.000, die letz­tes Jahr nach Ita­li­en ge­flo­hen sind, sind Chris­ten.
  • „Die Re­gie­rung des Iran en­ga­giert sich wei­ter­hin in sys­te­ma­ti­schen, kon­ti­nu­ier­li­chen und un­ge­heu­er­li­chen Ver­let­zun­gen der Re­li­gi­ons­frei­heit, ein­schließ­lich län­ge­rer Haft, Fol­ter und Hin­rich­tun­gen, die in ers­ter Li­nie oder aus­schliess­lich auf­grund der Re­li­gi­on der An­ge­klag­ten er­fol­gen.” – Re­port der Kom­mis­si­on für In­ter­na­tio­na­le Re­li­gi­ons­frei­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten.
  • Ei­ne neue Stu­die sagt, dass bis zu 40.000 Chris­ten – ein­schließ­lich der Mus­li­me, die zum Chris­ten­tum kon­ver­tie­ren möch­ten – von Mus­li­men in Mi­gran­ten­hei­men an­ge­grif­fen und be­läs­tigt wer­den. Laut dem Re­port: „Jetzt, in eu­ro­päi­schen Asyl­hei­men, stel­len sie mehr und mehr fest, dass sie in Eu­ro­pa ge­nau­so in Ge­fahr sind vor ra­di­ka­len Mus­li­men, wie sie es in ih­ren Hei­mat­län­dern wa­ren.”

Links: Das Haus von Im­ran Ma­sih im Dorf Chak-​44 in Pa­ki­stan. Man hör­te zu­letzt, dass Ma­sih auf der Flucht ist, nach­dem Mus­li­me ihn be­schul­dig­ten, ein anti-​islamisches Vi­deo auf sei­nem Han­dy ge­schaut zu ha­ben, und es wur­de ein Kopf­geld von 10.000 $ auf ihn aus­ge­setzt. Rechts: Die ka­tho­li­sche Kir­che im Dorf. (Bild­quel­le: World Watch Mo­ni­tor)


Wei­te­re Be­rich­te über die bru­ta­le Be­hand­lung, die Chris­ten und an­de­re Min­der­hei­ten in den Hän­den des Is­la­mi­schen Staa­tes (ISIS) er­le­ben, ent­stan­den im Mai. Ei­ner er­zählt von ei­nem Paar, das, nach­dem ih­re Kin­der von ISIS-​Militanten ent­führt wur­den, ei­nes Ta­ges ih­re Tür nach ei­nem Klop­fen öff­ne­te und ei­ne Plas­tik­tü­te vor der Haus­tür vor­fan­den. Sie ent­hielt die Kör­per­tei­le ih­rer Töch­ter und ein Vi­deo da­von, wie sie bru­tal ge­fol­tert und ver­ge­wal­tigt wur­den.

Ei­ne an­de­re christ­li­che Mut­ter aus Mo­sul öff­ne­te die Tür, um ISIS-​Dschihadisten vor­zu­fin­den, die for­der­ten, dass sie ent­we­der ihr Haus ver­las­se oder Ji­zya zah­le (Schutz­geld, das von er­ober­ten Chris­ten und Ju­den ver­langt wird, nach dem Ko­ran 9:29). Die Frau bat um ein paar Se­kun­den, weil ih­re Toch­ter in der Du­sche war, aber die Dschi­ha­dis­ten wei­ger­ten sich, ihr die Zeit zu ge­ben. Sie steck­ten das Haus in Brand; ih­re Toch­ter wur­de bei le­ben­di­gem Leib ver­brannt. Das Mäd­chen starb in den Ar­men ih­rer Mut­ter; ih­re letz­ten Wor­te wa­ren „Ver­gib ih­nen.”

Der is­la­mi­sche Staat ent­haup­te­te an­geb­lich ei­nen an­de­ren christ­li­chen Füh­rer am 18. Fe­bru­ar. Kei­ne Me­di­en be­rich­te­ten dar­über, mit Aus­nah­me ei­ner ita­lie­ni­schen Zei­tung im Mai: „Es gibt zu­ver­läs­si­ge Be­rich­te, dass Pa­ter Yacob Bou­los von Mi­li­tan­ten der Ter­ror­grup­pe ent­haup­tet wur­de, nach­dem er auf dem Al­tar sei­ner Kir­che ge­be­tet hat­te. Er wur­de für sei­nen Glau­ben be­straft. ”

Ge­mäss ei­nem an­de­ren Re­port:

„In ei­nem wei­te­ren be­un­ru­hi­gen­den Bei­spiel des Völ­ker­mords ge­gen­über Chris­ten und an­de­re re­li­giö­sen Min­der­hei­ten im Na­hen Os­ten be­trat am 12. – 13. Mai ei­ne Grup­pe des is­la­mi­schen Staa­tes (IS) ei­ne Stadt in der Nä­he der Stadt Ha­ma in Sy­ri­en, die aus­schiess­lich von Chris­ten und Ale­wi­ten be­wohnt wird, und tö­te­ten ei­ne noch un­be­stimm­te Zahl von Män­nern, Frau­en und Kin­dern. Män­ner wur­den ent­haup­tet, wäh­rend Frau­en erst ver­ge­wal­tigt und dann er­mor­det wur­den. Vie­le Kin­der wur­den eben­falls ge­tö­tet. Es ist noch nicht klar, wie vie­le Men­schen ge­nau ge­tö­tet wur­den.”

Ein lo­ka­ler christ­li­cher Füh­rer sag­te:

„Wo sind die Füh­rer des Wes­tens, Ban Ki-​Moon (Ge­ne­ral­se­kre­tär der Ver­ein­ten Na­tio­nen), der EU, der WHO (World Health Or­ga­ni­za­ti­on) und an­de­rer christ­li­cher Or­ga­ni­sa­tio­nen? Wie lan­ge wird mein Volk aus­hal­ten und blei­ben. Wir hal­ten kei­ne Waf­fen, aber wir schmel­zen da­hin wie ei­ne Ker­ze! Ist es mög­lich, dass un­se­re Stim­me al­le an­de­ren er­reicht?”

Pa­ter Dou­glas Ba­zi, ein ira­ki­scher Pries­ter, der von ISIS 2006 ent­führt wur­de, aber spä­ter frei­kam, er­zähl­te von sei­nen Er­fah­run­gen als Ge­fan­ge­ner:

„Sie zer­stör­ten mein Au­to, spreng­ten mei­ne Kir­che vor [sic!] mir. Man schoss mir mit ei­ner AK-​47 ins Bein. Die Ku­gel steckt im­mer noch drin. Und ich war neun Ta­ge lang ent­führt. Sie zer­trüm­mer­ten mei­ne Na­se und mei­ne Zäh­ne mit ei­nem Ham­mer. und sie bra­chen ei­nen mei­ner Wir­bel.”

Er wur­de frei­ge­las­sen , nach­dem sei­ne Kir­che für ihn ein Lö­se­geld be­zahlt hat­te, aber schließ­lich muss­te er nach fort­ge­setz­ter Ver­fol­gung durch ISIS aus der Re­gi­on flie­hen. „Im Irak Christ zu sein ist ei­ne un­mög­li­che Mis­si­on”, sag­te Pa­ter Ba­zi, und füg­te hin­zu: „Aber trotz­dem bin ich nicht wirk­lich über­rascht, wenn sie mei­ne Leu­te an­grei­fen. Ich bin über­rascht, dass mei­ne Leu­te im­mer noch da sind. Bit­te re­den Sie über un­se­re Ge­schich­ten. Las­sen Sie die Welt wis­sen, was mit uns pas­siert.”

Der Rest der Mai-​Zusammenfassung der mus­li­mi­schen Ver­fol­gung von Chris­ten auf der gan­zen Welt um­fasst, ist aber nicht be­schränkt auf, fol­gen­des:

Wei­te­re mus­li­mi­sche Ab­schlach­tun­gen von Chris­ten

Ugan­da: Ein christ­li­cher Pas­tor wur­de von ei­nem Mus­lim ver­gif­tet. Mi­cah Byamu­ka­ma, 61, Pas­tor ei­ner Bap­tis­ten­kir­che, starb am 15. Mai nach der Ein­nah­me ei­nes In­sek­ti­zids, das ein Mus­lim, Ah­med Mu­pere, ihm ins Es­sen ge­ge­ben hat­te. Mu­pere war ver­är­gert, wird an­ge­nom­men, daß der Pfar­rer sei­nen Glau­ben an Dschinns her­aus­ge­for­dert hat­te, über­na­tür­li­che Krea­tu­ren, be­zeugt in der is­la­mi­schen Li­te­ra­tur, ein­schließ­lich des Ko­ran. „Der wah­re Gott ist der Gott des Herrn Je­sus Chris­tus, der die Macht des Sa­tans, ein­schließ­lich der is­la­mi­schen Dschinn, be­siegt hat … die is­la­mi­schen Dschinn sind Schöp­fun­gen des Sa­tans und soll­ten an­ge­pran­gert wer­den”, hat­te der Pfar­rer of­fen­bar ge­sagt. Bald grif­fen nicht iden­ti­fi­zier­te Per­so­nen, von de­nen man glaubt, dass sie von Ah­med be­auf­tragt wor­den sind, den Pfar­rer mit Mes­sern an und ver­wun­de­ten ihn.

Fünf Ta­ge nach der Mes­ser­at­ta­cke, kam Mu­pere, der vor­spiel­te, nicht wü­tend zu sein, den Pas­tor be­su­chen, ei­nen Wit­wer oh­ne Kin­der. Laut dem Be­richt „ei­ne Ver­söh­nung vor­täu­schend, als er mit dem Pfar­rer aus ei­ner ge­mein­sa­men Schüs­sel aß, leg­te Ah­med heim­lich Gift auf das Es­sen und hör­te auf zu es­sen, wäh­rend Pas­tor Byamu­ka­ma wei­ter ass.” Kurz da­nach be­kam der christ­li­che Mann Ma­gen­schmer­zen, wur­de ins Kran­ken­haus ge­bracht und wur­de bald dar­auf für tot er­klärt.

Zu­vor hat­te der Pas­tor sei­nem Nach­barn er­zählt: „Ah­med ass ein we­nig Nah­rung mit mir zu­sam­men und hör­te dann auf . Als ich ihn frag­te, war­um er nicht mit dem Es­sen wei­ter­fah­ren wol­le, sag­te er, er ha­be Zu­hau­se schon ge­ges­sen, und dass er nach Hau­se zu­rück­keh­ren wol­le, weil es spät ge­wor­den sei.” Ei­ne Kran­ken­schwes­ter sag­te, er sei durch die Auf­nah­me ei­nes hoch­gif­ti­gen In­sek­ti­zids ge­stor­ben. Als Un­ter­su­chun­gen be­gan­nen, floh Mu­pere. Der Vor­fall ist der jüngs­te in ei­ner Rei­he von An­grif­fen, ein­schließ­lich an­de­rer Ver­gif­tun­gen, die von Mus­li­men ge­gen Chris­ten in Ost-​Uganda be­gan­gen wurd­den.

Un­b­hän­gig da­von hat in Ugan­da ein mus­li­mi­scher Mann sei­ne Frau zu To­de ge­würgt, da­für, dass sie den Is­lam ver­las­sen hat und zum Chris­ten­tum über­ge­tre­ten ist. Awa­li Ka­kai­re, 34, be­gann zu ah­nen, dass sei­ne Frau Ma­ri­am Na­ki­riya, 30, ei­nen Mo­nat zu­vor Chris­tin ge­wor­den war, als der lo­ka­le Imam ihn frag­te, war­um sei­ne Frau und sei­ne Kin­der die Mo­schee oder Ma­dras­sa (Ko­ran­schu­le ) nicht be­sucht hät­ten. Laut ei­nem von Ka­kai­res Söh­nen: „Un­ser Va­ter frag­te uns, war­um wir mit dem Be­such der Ma­dras­sa auf­ge­hört ha­ben, aber wir sag­ten ihm, dass wir mit Schul­ar­bei­ten be­schäf­tigt wa­ren, wie un­se­re Mut­ter uns auf­ge­tra­gen hat­te. Das be­ru­hig­te das Ge­müt mei­nes Va­ters.” Dann, am 8. Mai, er­wach­te Ka­kai­re um 6 Uhr, und nach sei­nem is­la­mi­schen Rei­ni­gungs­ri­tu­al weck­te er sei­ne Frau, da­mit sie mit ihm zu­sam­men das is­la­mi­sche Mor­gen­ge­bet ver­rich­te: „Un­se­re Mut­ter wei­ger­te sich, und un­ser Va­ter be­gann, sie zu wür­gen, wäh­rend sie um Hil­fe schrie,” sag­te ihr Sohn. Nach­dem er sie ge­tö­tet hat­te, ver­ließ Ka­kai­re das Haus, nur um zwei Stun­den spä­ter zu­rück­zu­keh­ren und sei­ne fünf Kin­der im Al­ter von 5 bis 12 in ein Loch zu zwin­gen, das er in ei­nem na­he ge­le­ge­nen Gar­ten ge­gra­ben hat­te.

„Wir leis­te­ten Wi­der­stand und be­gan­nen, zu schrei­en, und Nach­barn ka­men so­fort, aber er hat­te uns schon ins Loch ge­zwängt, das er ge­gra­ben hat­te. Als er die Nach­barn sah, ver­such­te er zu flie­hen, aber er wur­de ein­ge­holt und wur­de dann von de­nen, die ihn um­ring­ten, aus­ge­fragt.”

Man hör­te Ka­kai­re ru­fen: „Mei­ne Fa­mi­lie hat kei­nen Re­spekt für den Is­lam.” Dank ei­ni­ger mus­li­mi­scher Kom­pli­zen ge­lang es Ka­kai­re, vom Schau­platz des Mor­des zu ent­kom­men.

Sy­ri­en: Bis zu 200 Chris­ten wur­den Be­rich­ten zu­fol­ge wäh­rend der an­hal­ten­den Bom­bar­die­run­gen der Stadt Alep­po ge­tö­tet. Zwi­schen dem 22. und 30. April tref­fen rund 1.350 Ra­ke­ten die christ­li­che Re­gi­on. Der An­griff tö­te­te 132 Men­schen, die Hälf­te von ih­nen Frau­en und Kin­der. Wei­te­re 65 wur­den am 3. Mai ge­tö­tet und Hun­der­te wei­te­re ver­letzt. Is­la­mi­sche Re­bel­len hat­ten zu­vor, am 22. April, ei­ne di­rek­te Dro­hung ge­gen Alep­pos gro­ße Ge­mein­schaft der ar­me­ni­schen Chris­ten aus­ge­ge­ben und ge­warnt: „Wir wer­den den Ar­me­ni­ern und Chris­ten zei­gen, wer wir sind … Wir ha­ben Be­fehl, kei­ne Ar­me­ni­er in der Re­gi­on zu hin­ter­las­sen.”

Ban­gla­desch: „Kämp­fer des is­la­mi­schen Staa­tes er­mor­de­ten in Kush­tia im west­li­chen Ban­gla­desh ei­nen Arzt, der zum Chris­ten­tum ge­hör­te,” wie ISIS in ei­ner kur­zen Er­klä­rung in ara­bi­scher Spra­che an­kün­dig­te. Dok­tor Sanaur Rah­man, 58, fuhr auf sei­nem Mo­tor­rad mit sei­nem Freund zu­sam­men nach Hau­se, als sie von Machete-​schwingenden Ter­ro­ris­ten an­ge­grif­fen wur­den. Rah­man wur­de zu To­de ge­hackt, wäh­rend Za­man bei dem An­griff le­bens­ge­fähr­lich ver­letzt wur­de. Der Arzt war in sei­nem Dorf be­liebt, weil er ar­me Men­schen kos­ten­los be­han­del­te und ih­nen Me­di­zin gab und Frei­tags ei­ne kos­ten­lo­se Kli­nik be­trieb.

Kon­go: Mus­li­mi­sche Ter­ro­ris­ten tö­te­ten Dut­zen­de von Dorf­be­woh­nern im Os­ten der Na­ti­on mit christ­li­cher Mehr­heit. Die An­grei­fer tru­gen Ma­che­ten und Äx­te in ein Dorf in der Pro­vinz Nord-​Kivu im Lau­fe des Abends des 3. Mai. Nach An­ga­ben des lo­ka­len Ver­wal­ters „ge­lang es dem Feind, an Ar­mee­stel­lun­gen vor­bei­zu­kom­men und fried­li­che Ein­woh­ner in ih­ren Häu­sern zu tö­ten, ih­nen die Keh­le durch­zu­schnei­den. Die 16 Kör­per lie­gen vor mir, von Ma­che­ten oder Äx­ten ge­tö­tet.” Ei­ne an­de­re Quel­le sag­te, dass bis zu 38 ab­ge­schlach­tet wor­den wa­ren, dar­un­ter zwei evangelisch-​christliche Füh­rer und ih­re Ehe­frau­en. Laut dem Be­richt:

Der MDI [Mus­lim De­fen­si­ve In­ter­na­tio­nal] hat seit Jah­ren wie­der­holt die mehr­heit­lich christ­li­che Be­völ­ke­rung im Os­ten der DRC (De­mo­kra­ti­sche Re­pu­blik Kon­go) an­ge­grif­fen. Kid­nap­ping und Mord sind häu­fig. Sie sol­len an­geb­lich Un­ter­stüt­zung von der is­la­mi­schen Re­gie­rung des Su­dan ha­ben… Der MDI ist be­kannt da­für, im Aus­land re­kru­tier­te Kämp­fer ge­won­nen und Chris­ten ge­zwun­gen zu ha­ben, zum Is­lam zu kon­ver­tie­ren. Die lo­ka­le Be­völ­ke­rung im be­nach­bar­ten Ge­biet ist über­wie­gend christ­lich (95,8%) und die Aus­wir­kung auf sie war im­mens.

In ei­nem Brief, der vor ei­nem Jahr ver­öf­fent­licht wor­den ist, pran­ger­ten kon­go­le­si­sche Bi­schö­fe ein „Kli­ma des Völ­ker­mords” und die Pas­si­vi­tät der kon­go­le­si­schen Re­gie­rung und der in­ter­na­tio­na­len Ge­mein­schaft an: „Muss sich die Si­tua­ti­on noch mehr ver­schlech­tern, be­vor die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft Maß­nah­men ge­gen den Dschi­ha­dis­mus er­greift?” ba­ten die Bi­schö­fe im Mai 2015.

Phil­ip­pi­nen: Is­la­mi­sche Dschi­ha­dis­ten grif­fen die „Kreuz­fah­rer” der Na­ti­on mit ka­tho­li­scher Mehr­heit an. Die erst vor kur­zem ge­grün­de­te ISIS Nie­der­las­sung auf den Phil­ip­pi­nen über­nahm die Ver­ant­wor­tung für ei­nen Ter­ror­an­schlag auf ei­ne mi­li­tä­ri­sche Stel­lung auf der In­sel Ba­si­lan. Der An­griff tö­te­te ei­nen Sol­da­ten und ver­letz­te ei­nen an­de­ren. Ba­si­lan ist seit lan­gem ei­ne Hoch­burg der mus­li­mi­schen Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen ge­we­sen, die die Re­gie­rung stür­zen und ei­ne Scharia-​konforme Re­gie­rung bil­den wol­len.

Mus­li­mi­sche Ver­ge­wal­ti­gung und De­mü­ti­gung christ­li­cher Frau­en

Ban­gla­desch: Ei­ne 26-​jährige ka­tho­li­sche Gym­na­si­al­leh­re­rin wur­de am 12. Mai von ih­rem mus­li­mi­schen Rek­tor und sei­nem Freund, Shari­ful Is­lam, ver­ge­wal­tigt. Da­nach droh­ten sie, das Vi­deo von der Ver­ge­wal­ti­gung auf Face­book zu ver­öf­fent­li­chen, wenn sie sie an­zeigt. Laut Pfar­rer Fr. Do­me­nic K. Hal­der: „Das Mäd­chen ist sehr ver­ängs­tigt. Wir be­ten für sie, sie ist im­mer noch im Kran­ken­haus.” Hun­der­te Chris­ten pro­tes­tier­ten auch in den Stra­ßen von Dha­ka und for­der­ten Ge­rech­tig­keit.

Ägyp­ten: Am 20. Mai wur­de ei­ne 70-​jährige christ­li­che Frau nackt aus­ge­zo­gen, bru­tal ge­schla­gen, be­spuckt und in den Stra­ßen von Mi­nya her­um­ge­führt, zu Buh­ru­fen, Pfif­fen, und „Al­la­hu Akbar”-Gebrüll, nach­dem ein Mob von et­wa 300 mus­li­mi­schen Män­nern über ihr Haus her­ge­fal­len war. Ihr Ver­bre­chen war, dass ihr Sohn be­schul­digt wur­de, ei­ne ro­man­ti­sche Be­zie­hung zu ha­ben mit ei­ner mus­li­mi­schen Frau, ei­ne In­ti­mi­tät, die nach is­la­mi­schem Recht, der Scha­ria, ver­bo­ten ist. Es ist die glei­che Leh­re, die kol­lek­ti­ve Be­stra­fung von nicht-​muslimischen „Un­gläu­bi­gen” vor­schreibt. Sie­ben Häu­ser von Chris­ten wur­den wäh­rend des An­griffs in Brand ge­steckt. Frü­her an die­sem Tag wa­ren ihr Mann und sie zur ört­li­chen Po­li­zei ge­gan­gen und hat­ten sich be­schwert, dass sie von Mus­li­men aus der Nach­bar­schaft be­läs­tigt und be­droht wür­den. Die Po­li­zei re­agier­te eben­falls mit Dro­hun­gen und be­fahl ih­nen, die Po­li­zei­wa­che zu ver­las­sen. Ein paar Stun­den spä­ter kam der An­griff. Die glei­che lo­ka­le Po­li­zei brauch­te mehr als zwei Stun­den, um am Tat­ort zu er­schei­nen, was dem Mob „ge­nü­gend Zeit” zum ran­da­lie­ren gab, wie es ein christ­li­cher Geist­li­cher aus­drück­te. Mi­nyas rang­höchs­ter christ­li­cher Geist­li­cher, Bi­schof Ma­ka­ri­os, sag­te in ei­nem Fern­seh­in­ter­view über die Qual der 70-​jährigen Frau, dass, wenn ein mus­li­mi­scher Mann ei­ne christ­li­che Frau ver­folgt, die Re­ak­ti­on der Po­li­zei „nicht ver­gleich­bar ge­we­sen wä­re … Nie­mand tat et­was, und die Po­li­zei nahm kei­ne prä­ven­ti­ven oder Si­cher­heits­maß­nah­men vor im Vor­feld der An­grif­fe.”

Ugan­da: Nach­dem ei­ne 22-​jährige christ­li­che Frau ei­nen Moschee-​Führer des Mor­des an ih­rem Va­ter zu Be­ginn des Jah­res be­schul­dig­te, re­agier­ten lo­ka­le Mus­li­me, in­dem sie sie schlu­gen und ver­ge­wal­tig­ten. Die Frau, de­ren Na­me zu­rück­ge­hal­ten wur­de, sag­te, sie sei am 19 April ge­schla­gen und ver­ge­wal­tigt wor­den, weil sie vor ei­nem Ge­richt aus­ge­sagt hat­te, was sie er­lebt hat­te. Sie wur­de be­wuss­los mit Schnit­ten auf ih­rem Kör­per in ei­ner Blut­la­che ge­fun­den. Ei­ner der drei Mus­li­me, die sie an­grif­fen, sag­te zu ihr: „Wir wer­den dich heu­te tö­ten, weil du die­je­ni­ge bist, de­rent­we­gen un­ser Scheich im Ge­fäng­nis sitzt.” Nach An­ga­ben der Frau, die aus ei­nem Kran­ken­haus­bett spricht:

„Ich konn­te den Scheich iden­ti­fi­zie­ren, weil wir Nach­barn sind, und mein Va­ter ihn über den is­la­mi­schen Glau­ben aus­ge­fragt hat­te und dar­über, dass er nicht zur Er­lö­sung mit Gott füh­re. Der Scheich hat­te zu ihm ge­sagt: ‚Sie ha­ben kei­nen Re­spekt für un­se­re Re­li­gi­on, und wir wer­den Ih­nen jetzt Ihr Le­ben neh­men.’ Sie be­gan­nen, mei­nen Va­ter zu wür­gen und ihn gleich­zei­tig mit ei­nem gro­ßen Stock auf den Kopf zu schla­gen. Als mein Va­ter stürz­te, konn­te ich durch das Fens­ter zu ent­kom­men.”

Mus­li­mi­sche An­grif­fe auf christ­li­che Kir­chen

Tan­sa­nia: Ei­ne wei­te­re Kir­che wur­de bis auf die Grund­mau­ern nie­der­ge­brannt. Die römisch-​katholische Kir­che in der Re­gi­on Ka­ge­ra ist die drit­te Kir­che in vier Mo­na­ten, die im Land ab­ge­brannt wird. Ge­mäss ei­nem ört­li­chen Pfar­rer: „Seit 2013 sind mehr als 13 Kir­chen hier in Ka­ge­ra in Brand ge­steckt wor­den und nie­mand ist da­für zur Re­chen­schaft ge­zo­gen wor­den. Dies ist in­ak­zep­ta­bel.”

For­tu­n­a­tus Bi­ju­ra, ein Pries­ter der Kir­che, sag­te: „Die­je­ni­gen, die glau­ben, dass un­se­re Kir­che zu zer­stö­ren be­deu­tet, dass wir nicht mehr be­ten, lie­gen falsch … Wir ha­ben ei­nen gro­ßen Baum in der Nä­he der Kir­che und dort tref­fen wir uns auch wei­ter­hin für Ge­be­te.” Tan­sa­nia hat et­wa 35% Mus­li­me.

Pa­ki­stan: Die Re­gie­rung kün­dig­te ih­re Plä­ne an, vier his­to­ri­sche Kir­chen ab­zu­rei­ßen, um den Weg für den Bau ei­ner U-​Bahn frei­zu­ma­chen. Am 3. Mai ver­sam­mel­ten sich Chris­ten vor dem La­ho­re High Court, um ge­gen die Ent­schei­dung zu pro­tes­tie­ren. „Die­se Kir­chen sind vor-​Pakistan ge­baut wor­den und al­le [sic] die­se Kir­chen be­fin­den sich an sehr teu­ren und erst­klas­si­gen Stand­or­ten, wor­über Po­li­ti­ker und Is­la­mis­ten schlicht nei­disch sind”, sag­te Na­sir Saeed, Di­rek­tor des Zen­trums für Rechts­hil­fe. „Sie kön­nen es nicht er­tra­gen, dass Chris­ten solch erst­klas­si­ge Grund­stü­cke be­sit­zen, und … ver­su­chen des­halb un­ter je­dem Vor­wand, das Land zu ent­eig­nen und Chris­ten her­ab­zu­wür­di­gen.” Wäh­rend die Ge­mein­de noch um ih­re Lie­ben trau­ert, die wäh­rend des An­griffs auf Chris­ten vom Os­ter­sonn­tag ums Le­ben ka­men, der 69 To­te und mehr als 340 Ver­letz­te for­der­te, sag­te Saeed, ste­hen sie jetzt vor ei­ner neu­en Be­dro­hung für ih­re Kir­chen: „Es gibt kei­ne Ru­he für sie und ein Pro­blem nach dem an­de­ren scheint die pa­ki­sta­ni­schen Chris­ten zu ver­fol­gen”, sag­te er.

Mus­li­mi­sche An­grif­fe auf christ­li­che Aposta­then, Blas­phe­mi­ker und Pries­ter

Pa­ki­stan: Ei­ne Fat­wa, oder is­la­mi­sches De­kret, wur­de ge­gen ei­nen Chris­ten aus­ge­spro­chen, nach­dem ihm Mus­li­me vor­ge­wor­fen hat­ten, ein anti-​islamisches Vi­deo auf sei­nem Te­le­fon an­ge­schaut zu ha­ben. Man hör­te zu­letzt, dass Im­ran Ma­sih auf der Flucht ist, nach­dem ein Kopf­geld von $10.000 auf ihn aus­ge­setzt wur­de. Als ei­ne Form der kol­lek­ti­ven Be­stra­fung wur­den Mit­chris­ten in sei­nem Dorf am Kauf von Nah­rungs­mit­teln von mus­li­mi­schen La­den­in­ha­bern ge­hin­dert und sie er­hiel­ten drei Wahl­mög­lich­kei­ten: „kon­ver­tiert zum Is­lam, ver­lasst das Dorf für im­mer, oder über­gebt uns Im­ran, da­mit er le­ben­dig ver­brannt wer­den kann”. Ein pa­ki­sta­ni­scher Men­schen­rechts­ak­ti­vist sag­te über die­sen Vor­fall,

Ich kann nicht glau­ben, dass sol­che Din­ge im­mer noch in die­ser Welt ge­sche­hen. Ei­ne sol­che Be­hand­lung von Chris­ten in Pa­ki­stan ist ein Schlag ins Ge­sicht des Pun­jab und der Zen­tral­re­gie­rung, und al­len, die nicht mü­de wer­den, der Welt zu sa­gen, dass Min­der­hei­ten im Land ge­schützt wer­den und die glei­chen Rech­te ge­nie­ßen. Ich ver­ste­he nicht, wie das Be­trach­ten ei­nes Vi­de­os aus dem In­ter­net als ein Akt der Got­tes­läs­te­rung un­ter Stra­fe ge­stellt wer­den kann … Ich glau­be, dass dies kein Akt der Blas­phe­mie ist, und wenn die Leu­te im­mer noch den­ken, Im­ran ha­be Got­tes­läs­te­rung be­gan­gen, dann soll­te er nach dem Ge­setz be­straft wer­den. Nie­mand hat das Recht, das Ge­setz in die ei­ge­nen Hän­de zu neh­men, lo­ka­le Chris­ten zu be­läs­ti­gen, sie zu be­dro­hen, Im­ran le­ben­dig zu ver­bren­nen oder Chris­ten zu zwin­gen, zum Is­lam zu kon­ver­tie­ren oder das Dorf zu ver­las­sen. Sol­che Be­din­gun­gen von Lai­en ver­höh­nen das Ge­setz. Die pa­ki­sta­ni­sche Re­gie­rung muss die­se An­ge­le­gen­heit ernst neh­men, die Chris­ten vor Ort schüt­zen und die­je­ni­gen, die das Ge­setz bre­chen, soll­ten nach dem Ge­setz be­han­delt wer­den.

Un­ab­hän­gig da­von ver­haf­te­te die Po­li­zei in Pa­ki­stan ei­nen christ­li­chen Mann in der Pro­vinz Pun­jab, weil er an­geb­lich Nach­rich­ten auf sei­nem Face­book -Ac­count ver­öf­fent­licht hat­te, die von Mus­li­men als blas­phe­misch an­ge­se­hen wur­den. Nach Lia­quat Us­mans Frau „hielt mein Mann ei­ni­ge [mus­li­mi­sche] Jun­gen da­von ab, Mäd­chen zu ne­cken. Vor ein paar Ta­gen be­han­del­ten die Jun­gen Us­man sehr grob. Statt die Jun­gen zu ver­haf­ten, ver­haf­te­te die Po­li­zei Us­man, weil ei­ne Blas­phe­mie­be­schwer­de ge­gen ihn ein­ge­reicht wor­den sei.” Ers­te Un­ter­su­chun­gen zeig­ten, dass die „blas­phe­mi­schen” Nach­rich­ten auf Us­mans Face­book­kon­to vor ei­nem Jahr ge­schrie­ben wor­den wa­ren, und dass je­mand an­de­res, der im Aus­land lebt, sie auf sei­nem Kon­to mar­kiert hat­te.

Deutsch­land: Ein neu­er Re­port sagt, dass bis zu 40.000 Chris­ten – ein­schließ­lich der Mus­li­me, die zum Chris­ten­tum kon­ver­tie­ren möch­ten – von den Mus­li­men in Mi­gran­ten­hei­men an­ge­grif­fen und be­läs­tigt wer­den. Laut dem Re­port:

Vie­le Kon­ver­ti­ten [zum Chris­ten­tum] woll­ten das in ih­ren Hei­mat­län­dern tun, doch an Or­ten wie dem Iran und Af­gha­ni­stan kann die Stra­fe für den Ab­fall von der is­la­mi­schen Re­li­gi­on der Tod sein, und so flo­hen sie nach Eu­ro­pa. Jetzt, in eu­ro­päi­schen Asyl­hei­men, er­ken­nen sie im­mer mehr, dass sie in ge­nau­so gros­ser Ge­fahr vor ra­di­ka­len Mus­li­men sind in Eu­ro­pa, wie sie es in ih­ren Hei­mat­län­dern wa­ren. Die ver­brei­tets­te Form des Miss­brauchs wa­ren Be­schimp­fun­gen; 96 Men­schen sag­ten aus, sie hät­ten Be­schimp­fun­gen oder Dro­hun­gen er­hal­ten. 86 sag­ten, sie sei­en phy­sisch an­ge­grif­fen wor­den und 73 sag­ten, sie hät­ten To­des­dro­hun­gen ge­gen sich selbst und Fa­mi­li­en­mit­glie­der er­hal­ten. Drei Vier­tel der Mi­gran­ten sag­ten auch, dass sie Op­fer von meh­re­ren At­ta­cken wa­ren. Die Tä­ter der meis­ten An­grif­fe wa­ren an­de­re Mi­gran­ten, die auf Kon­ver­ti­ten her­ab­schau­en und glau­ben, sie sei­en Ab­trün­ni­ge. Viel­leicht noch in­ter­es­san­ter ist die Prä­va­lenz von mus­li­mi­schen Wach­leu­ten, die sich an den An­grif­fen be­tei­lig­ten. Fast die Hälf­te der Be­frag­ten sag­ten, sie hät­ten Miss­brauch durch Si­cher­heits­per­so­nal er­lebt, und in der deut­schen Haupt­stadt Ber­lin stieg die Zahl auf zwei Drit­tel.

Aser­bai­dschan: Christ­li­che Ak­ti­vis­ten ba­ten um Auf­merk­sam­keit für die Not­la­ge ei­nes ge­brech­li­chen christ­li­chen Mis­sio­nars aus Aser­bai­dschan, der im be­nach­bar­ten Ge­or­gi­en ein Jahr hin­ter Git­tern ver­brach­te auf­grund von „er­fun­de­nen An­kla­ge­punk­ten”, wie sei­ne An­hän­ger sa­gen, we­gen Dro­gen­be­sitz. Im Fal­le ei­ner Ver­ur­tei­lung könn­te der Mann 14 Jah­ren Haft aus­ge­setzt wer­den. Der aser­bai­dscha­ni­sche Mis­sio­nar sagt, dass er von Leu­ten ins Vi­sier ge­nom­men wur­de, die über sei­ne Mis­si­ons­ar­beit un­ter Mus­li­men wü­tend sind. Lo­ka­le Quel­len sag­ten: „Sei­ne Ge­sund­heit ist sehr schlecht und er braucht drin­gend Hil­fe – me­di­zi­nisch, geis­tig und ma­te­ri­ell”. Es be­stehen auch Be­fürch­tun­gen, dass der Mann nach ei­ner even­tu­el­len Ent­las­sung aus dem Ge­fäng­nis nicht mehr oh­ne Schwie­rig­kei­ten ins über­wie­gend mus­li­mi­sche Aser­bai­dschan zu­rück­keh­ren kann. Laut ei­ner Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on,

Of­fi­zi­ell ist das Land sä­ku­lar und Re­li­gi­on wird to­le­riert. Al­ler­dings ist der Grad der Über­wa­chung so un­glaub­lich hoch, dass die Chris­ten in Aser­bai­dschan nicht mehr wis­sen, wem sie ver­trau­en kön­nen. Die Chris­ten­ver­fol­gung ist seit dem ver­gan­ge­nen Jahr deut­lich ge­stie­gen we­gen der stän­dig zu­neh­men­den staat­li­chen Kon­trol­len”, füg­te Open Doors hin­zu. Ein wei­te­res Zei­chen für den Druck der Re­gie­rung ist die Tat­sa­che, dass aser­bei­dscha­ni­sche Chris­ten es ein­fa­cher fin­den, in Län­dern wie Ge­or­gi­en und dem Iran zu mis­sio­nie­ren als in ih­rem ei­ge­nen Land.

Mus­li­mi­scher Hass und Ge­walt ge­gen Chris­ten

Sy­ri­en: Der is­la­mi­sche Staat ver­öf­fent­lich­te am 16. Mai ein Online-​Video, das ei­nen ISIS-​Kämpfer zeigt, wie er Grä­ber von Chris­ten schän­det und den Scha­den vor­führt, der dem christ­li­chen Fried­hof zu­ge­fügt wur­de. Das Vi­deo wur­de an­geb­lich in der Stadt De­ir ez-​Zor ge­filmt. Der ISIS-​Militant wird bei ei­ner Tour durch den Fried­hof ge­zeigt, auf der er Scher­ben aus Stein und Holz zeigt, wäh­rend im Hin­ter­grund zer­stör­te Grab­stei­ne und Lei­chen von sy­ri­schen Sol­da­ten – ei­ni­ge in Stü­cke ge­ris­sen – sicht­bar sind, die of­fen­bar ver­sucht ha­ben, die Schän­dung zu stop­pen.

Eri­trea: Tau­sen­de von Chris­ten sind auf der Flucht aus dem Land we­gen der ex­tre­men Ver­fol­gung, ge­mäss ei­nem Re­port, der Eri­trea be­schreibt als „ei­ne der welt­weit sich am schnells­ten ent­lee­ren­de Na­ti­on” und als das „Nord­ko­rea von Afri­ka”. Die Mehr­heit der 40.000, die im ver­gan­ge­nen Jahr nach Ita­li­en ge­flo­hen sind, sind Chris­ten. Der Be­richt füg­te hin­zu, dass „al­le evan­ge­li­schen und un­ab­hän­gi­gen Kir­chen” ge­schlos­sen wur­den. Da­wit, der un­ter Hun­der­ten von Chris­ten we­gen sei­nes Glau­bens ein­ge­sperrt und ge­fol­tert ge­we­sen war, sag­te:

„Es gibt kein Ge­setz und kei­ne Ge­rech­tig­keit. Als ich in Eri­trea leb­te, wur­de ich we­gen mei­nes christ­li­chen Glau­bens ver­haf­tet. Aus die­sem Grund bin ich ge­gan­gen. In Eri­trea steht fast je­der Christ mit ei­nem Bein im Ge­fäng­nis. Des­halb war ich im Ge­fäng­nis.”

Ber­ha­ne, ein wei­te­rer Christ, der flüch­ten konn­te, sag­te:

„Wir glau­ben, dass es mo­men­tan mehr als 300 christ­li­che Ge­fan­ge­ne gibt. Die meis­ten von ih­nen sind seit mehr als zehn Jah­ren im Ge­fäng­nis und lei­den an Un­ter­ernäh­rung und an Man­gel an rich­ti­ger Hy­gie­ne und an­ge­mes­se­ner me­di­zi­ni­scher Ver­sor­gung und ei­ni­ge von ih­nen ha­ben so­gar ihr Le­ben ver­lo­ren.”

Tür­kei: Ver­bün­de­ter der USA und NATO-​Mitglied Tür­kei hilft und un­ter­stützt den is­la­mi­schen Staat und an­de­re Ter­ror­grup­pen in Sy­ri­en, die Chris­ten tö­ten, in­dem sie ih­nen Luft­un­ter­stüt­zung ge­währt und ei­nen „si­che­ren Ha­fen” be­reit­stellt, sag­te Min­dy Belz, ei­ne Ak­ti­vis­tin und lei­ten­de Re­dak­teu­rin von WORLD Ma­ga­zi­ne:

Wir müs­sen ei­nen neu­en An­satz für un­se­ren Ver­bün­de­ten, die Tür­kei, ha­ben. Die Tür­kei ist ein Land, das sich im Über­gang be­fin­det und das sich mehr und mehr ra­di­ka­li­siert. Es gibt star­ke Hin­wei­se, da ich Men­schen an der Gren­ze in­ter­viewt ha­be, die in den Li­ba­non ge­flo­hen wa­ren. Ich setz­te mich in Bei­rut mit ih­nen zu­sam­men. Sie wa­ren an der Gren­ze, als die Tür­kei den sy­ri­schen Jet ab­schoss, der [im Jahr 2015] die Gren­ze über­flo­gen hat­te. … Die Men­schen, die es ge­se­hen hat­ten, sag­ten: „Die Tür­kei bie­tet Luft­un­ter­stüt­zung für die­se mi­li­tan­ten is­la­mi­schen Grup­pen” .… Es gibt star­ke Be­wei­se, dass sie Luft­un­ter­stüt­zung und an ih­ren Gren­zen ei­nen si­che­ren Ha­fen für ISIS zur Ver­fü­gung ge­stellt ha­ben … Sie un­ter­stütz­ten und hal­fen ex­tre­mis­ti­schen Grup­pen, nicht nur ISIS, son­dern auch Al-​Nusra Front und ei­ni­gen an­de­ren. Dies sind Grup­pen, die Chris­ten tö­ten, und Ame­ri­ka soll­te nicht Ver­bün­de­te to­le­rie­ren, die Grup­pen un­ter­stüt­zen, die Chris­ten tö­ten.

Iran: Trotz des Atom­ab­kom­mens, das mit der Obama-​Regierung ab­ge­schlos­sen wur­de, hat die Kom­mis­si­on für In­ter­na­tio­na­le Re­li­gi­ons­frei­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten fest­ge­stellt, dass re­li­giö­se Min­der­hei­ten im Iran, ein­schließ­lich der Chris­ten, auch wei­ter­hin schwe­re Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen durch­ma­chen. Der Re­port, der nur ein paar Mo­na­te vor dem ein­jäh­ri­gen Jah­res­tag des Atom­ab­kom­mens im Ju­li 2015 her­aus­kam, fand her­aus, dass die Be­din­gun­gen der Re­li­gi­ons­frei­heit sich im ver­gan­ge­nen Jahr „wei­ter ver­schlech­tert” ha­ben, wo­bei sich Chris­ten, Ba­hai und die Min­der­heit der Sun­ni­ten der gröss­te Ver­fol­gung in Form von Schi­ka­nen, Ver­haf­tun­gen und Ge­fäng­nis ge­gen­über se­hen.

Un­ter der Re­gie­rung von Prä­si­dent Hassan Roha­ni hat sich die Zahl der re­li­gi­ös be­grün­de­ten Ver­haf­tun­gen er­höht, trotz der an­hal­ten­den De­men­tis sei­tens des Iran, dass es Men­schen­rech­te und re­li­giö­se Frei­heits­rech­te nicht ver­let­ze. Der Re­port hält fest:

„Die Re­gie­rung des Iran en­ga­giert sich wei­ter­hin in sys­te­ma­ti­schen, kon­ti­nu­ier­li­chen und un­ge­heu­er­li­chen Ver­let­zun­gen der Re­li­gi­ons­frei­heit, ein­schließ­lich län­ge­rer Haft, Fol­ter und Hin­rich­tun­gen, die in ers­ter Li­nie oder ganz von der Re­li­gi­on des An­ge­klag­ten ab­hän­gig sind.”

Der Re­port hält fest, dass mehr als 550 Chris­ten seit 2015 ver­haf­tet und ein­ge­sperrt wur­den, und dass min­des­tens 90 Chris­ten seit Fe­bru­ar im Ge­fäng­nis oder in Haft ver­blie­ben sind auf­grund ih­rer re­li­giö­sen Über­zeu­gun­gen und Ak­ti­vi­tä­ten:

„Wäh­rend des Be­richts­zeit­raums be­rich­te­ten Men­schen­rechts­grup­pen im Iran über ei­ne deut­li­che Stei­ge­rung der An­zahl der phy­si­schen An­grif­fe und Schlä­ge ge­gen Chris­ten im Ge­fäng­nis. Ei­ni­ge Ak­ti­vis­ten glau­ben, dass die An­grif­fe, die ge­gen Kon­ver­ti­ten, die Füh­rer von Untergrund-​Hauskirchen sind, ge­rich­tet wa­ren, an­de­re ein­schüch­tern sol­len, die zum Chris­ten­tum kon­ver­tie­ren möch­ten.”

Ein Re­port vom Mai zeigt, dass ei­ne christ­li­che Ge­fan­ge­ne im Iran, Ma­ryam (Na­sim) Nag­hash Zar­ga­ran, die sich zu­vor ei­ner Herz­ope­ra­ti­on un­ter­zo­gen hat­te, an Krank­hei­ten lei­det wie Übel­keit, Oh­ren­schmer­zen und chro­ni­schen Schmer­zen in den Ge­len­ken und im Rü­cken­mark, de­ren Ur­sa­che als Len­den­wir­bel­schei­be, Ar­thri­tis und Os­teo­po­ro­se dia­gnos­ti­ziert wur­den. Un­ab­hän­gig da­von ha­ben sich die Ge­fäng­nis­be­am­ten ge­wei­gert, sie in ein Kran­ken­haus brin­gen zu las­sen, um an­ge­mes­se­ne me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung si­cher­zu­stel­len. Frau Zar­ga­ran wur­de zu­erst im März 2011 zum ira­ni­schen Nach­rich­ten­dienst zum Ver­hör ein­be­stellt. Die Ver­neh­mungs­be­am­ten droh­ten ihr und ih­rer Fa­mi­lie stän­dig, be­lei­dig­ten sie und frag­ten sie nach christ­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten.

Pa­ki­stan: Ge­mäss Sar­dar Mush­t­aq Gill und an­de­ren Rechts­an­wäl­ten, die die Fa­mi­lie des christ­li­chen Paa­res ver­tre­ten, das von ei­nem Mob le­ben­dig ver­brannt wur­de, weil sie an­geb­lich ei­nen Ko­ran ent­hei­lig­ten, „wer­den Zeu­gen und An­wäl­te be­droht .… Es gibt vie­le Be­den­ken über mög­li­che Straf­frei­heit für die Tä­ter.” Weil Zeu­gen sich wei­ger­ten, die am meis­ten für die Tö­tung des christ­li­chen Paa­res ver­ant­wort­li­che Per­son zu be­zeich­nen, wur­den sie be­reits auf Kau­ti­on frei­ge­las­sen. „Es gibt 106 Ge­fan­ge­ne, die die­ses Lynch­mords be­schul­digt wer­den, und wenn der Pro­zess so wei­ter­geht wie bis­her, so scheint es, dass je­der frei­kom­men wird.”

Ni­ge­ria: Be­waff­ne­te Män­ner schos­sen auf ein Au­to mit dem römisch-​katholischen Kar­di­nal John Onaiy­e­kan im süd­li­chen Edo-​Staat des Lan­des. Der An­griff auf den Kar­di­nal kommt in­mit­ten er­höh­ter Ge­walt und Ent­füh­run­gen we­gen Lö­se­geld von christ­li­chen Geist­li­chen durch Mus­li­me. Drei an­de­re christ­li­che Füh­rer wur­den im sel­ben Jahr we­gen Lö­se­geld ent­führt. Der ver­we­sen­de Kör­per ei­nes ent­führ­ten Geist­li­chen wur­de im ver­gan­ge­nen April in ei­ner mehr­heit­lich mus­li­mi­schen Re­gi­on ge­fun­den.

Ein se­pa­ra­ter Re­port er­zählt von den all­täg­li­chen Lei­den der Chris­ten, die in Ni­ge­ria ne­ben Mus­li­men le­ben:

Für Bi­schof Mat­thew Ku­kah ist Chris­ten­ver­fol­gung nicht nur die Ge­schich­te der Kir­che. Sie ist ei­ne Rea­li­tät, die er je­den Tag er­lebt. In der Diö­ze­se So­ko­to, im Nor­den von Ni­ge­ria, um­fasst das geist­li­che Amt nicht nur die nor­ma­len sa­kra­men­ta­len und pas­to­ra­len An­lie­gen je­der be­lie­bi­gen Diö­ze­se. Es um­fasst auch re­gel­mä­ßig Re­ak­tio­nen auf Ge­walt und An­grif­fe ge­gen die klei­ne christ­li­che Min­der­heit, die im mehr­heit­lich mus­li­mi­schen Ge­biet lebt. Chris­ten, die heu­te im Nor­den Ni­ge­ri­as le­ben, fra­gen sich „war­um sind sie und ih­re In­sti­tu­tio­nen Ziel­schei­ben ge­wor­den”, er­klär­te Bi­schof Ku­kah ge­gen­über CNA. Christ­li­che Kir­chen und Un­ter­neh­men – so­wie die Men­schen, die sie fre­quen­tie­ren – lei­den so­wohl un­ter ge­ziel­ter Ge­walt in den Hän­den von is­la­mis­ti­schen Ex­tre­mis­ten … Und nach den An­schlä­gen ste­hen christ­li­che Ge­mein­den vor ei­ner Mau­er von bü­ro­kra­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen und ei­nem Man­gel an staat­li­cher Un­ter­stüt­zung, wäh­rend sie dar­um kämp­fen, sich wie­der auf­zu­bau­en .… Wäh­rend man­che Ge­walt­op­fer Hil­fe der Re­gie­rung und der Ge­sell­schaft fin­den beim Wie­der­auf­bau von Dienst­leis­tun­gen wie Schu­len und Kran­ken­häu­sern, schaut der Staat im Nor­den Ni­ge­ri­as nur zu, wenn christ­li­che Kir­chen und In­sti­tu­tio­nen um den Wie­der­auf­bau rin­gen.

„Man lebt in ei­nem Staat, der we­ni­ger ist, als man als Bür­ger er­war­tet”, sag­te Bi­schof Ku­kah. „Du weißt nicht, was mor­gen auf dich zu­kommt. … Chris­ten er­lei­den un­ver­hält­nis­mä­ßi­ge Ge­walt von mus­li­mi­schen Ex­tre­mis­ten. … Un­se­re Kir­chen wer­den bom­bar­diert oh­ne Ent­schä­di­gung für die Schu­len oder an­de­res Ei­gen­tum der Kir­che.”

Ban­gla­desch: Un­be­kann­te An­grei­fer schleu­der­ten Roh­öl­bom­ben auf das Haus ei­ner christ­li­chen Fa­mi­lie und hin­ter­lies­sen zwei ver­letz­te Chris­ten. Der An­griff er­eig­ne­te sich kurz nach Mit­ter­nacht in ei­nem über­wie­gend christ­li­chen Dorf in der west­li­chen Re­gi­on Chuad­an­ga. Die Po­li­zei ver­mu­tet „ver­such­ten Raub” als Mo­tiv. Aber der Re­port hält fest:

„Der An­griff er­folgt in­mit­ten ei­ner Rei­he von Mor­den an Chris­ten, Hin­dus und An­ge­hö­ri­ge an­de­rer re­li­giö­ser Min­der­hei­ten im gan­zen Land, aus­ge­übt von mut­maß­li­chen Mi­li­tan­ten, wäh­rend Ban­gla­desch un­ter an­stei­gen­der is­la­mis­ti­scher Ge­walt tau­melt … Mut­maß­li­che Is­la­mis­ten ha­ben in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren in Ban­gla­desh min­des­tens 30 An­ge­hö­ri­ge re­li­giö­ser Min­der­hei­ten, sä­ku­la­re Blog­ger und an­de­re li­be­ra­le Ak­ti­vis­ten, Aus­län­der und In­tel­lek­tu­el­le er­mor­det.”

Über die­se Rei­he

Auch wenn nicht al­le, oder gar die meis­ten Mus­li­me be­tei­ligt sind, so wächst die Ver­fol­gung von Chris­ten durch Mus­li­me.

Der Be­richt pos­tu­liert, dass sol­che mus­li­mi­sche Ver­fol­gung nicht zu­fäl­lig ist, son­dern sys­te­ma­tisch und in al­len Spra­chen, Eth­ni­en und an al­len Or­ten statt­fin­det.

Ray­mond Ibra­him ist Au­tor von Cru­ci­fied Again: Ex­po­sing Islam’s New War on Chris­ti­ans (ver­öf­fent­licht von Reg­ne­ry mit Gatestone In­sti­tu­te, April 2013).

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