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Pa­läs­ti­nen­ser: „Wir sind stolz auf dich, du hast Ju­den ge­tö­tet!”

Bassam Ta­wil, 14.10.2016, Gatestone In­sti­tu­te

  • Mus­bah Abu Sbeih ist jetzt der jüngs­te „Held” vie­ler Pa­läs­ti­nen­ser, nicht nur sei­ner Fa­mi­lie. Er wird als „mu­ti­ger” Mann und „Held” be­ju­belt, weil er ei­nes Mor­gens auf­wach­te, ein M-​16 Sturm­ge­wehr pack­te, und sich auf ei­ne Mis­si­on auf­mach­te, so vie­le Ju­den zu tö­ten wie mög­lich.
  • Die­se Auf­ru­fe kom­men nicht nur von Hamas- und Islamischer- Dschihad-​Extremisten, son­dern auch von „ge­mä­ßig­ten” Füh­rern wie dem Pa­läs­ti­nen­si­schen Prä­si­den­ten Mah­mud Ab­bas und sei­ner Fatah-​Fraktion.
  • „Wir seg­nen je­den Trop­fen Blut, der für Je­ru­sa­lem ver­schüt­tet wor­den ist, das sau­be­res und rei­nes Blut ist, Blut ver­gos­sen für Al­lah, so Al­lah will. Je­der Mär­ty­rer wird das Pa­ra­dies er­rei­chen und al­le Ver­wun­de­ten wer­den von Al­lah be­lohnt.” – Mahmoud Ab­bas, pa­läs­ti­nen­si­scher Füh­rer.
  • Als In­ha­ber von is­rae­li­schen Per­so­nal­aus­wei­sen war er so­gar be­rech­tigt, Au­tos mit is­rae­li­schen Kon­troll­schil­dern zu fah­ren, was Abu Sbeih aus­nütz­te, um sei­nen An­griff in Je­ru­sa­lem aus­zu­füh­ren. Sei­ne Fa­mi­lie be­sitzt min­des­tens zwei Häu­ser in der Stadt und gilt als Mit­tel­klas­se. Den­noch hielt dies Abu Sbeih nicht von sei­nem töd­li­chen Auf­trag ab. Und es hat sei­ne Fa­mi­li­en­mit­glie­der nicht dar­an ge­hin­dert, den An­griff zu fei­ern.
  • Das ist das un­ver­meid­li­che Er­geb­nis – wie bei der spa­ni­schen In­qui­si­ti­on, der fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on, dem tür­ki­schen Völ­ker­mord der Ar­me­ni­er, Ru­an­da, Dar­fur oder Nazi-​Deutschland – der Ver­gif­tung ei­nes Vol­kes.

Mis­bah Abu Sbeih (rechts) ist der jüngs­te „Held” vie­ler Pa­läs­ti­nen­ser, weil er die­se Wo­che zwei Ju­den er­mor­det und so­mit ge­mäss der Auf­het­zung durch den pa­läs­ti­nen­si­schen Prä­si­den­ten Mah­mud Ab­bas (links) agiert hat.

Die Fa­mi­lie von Mus­bah Abu Sbeih sagt, dass sie „sehr stolz” ist auf das, was ihr 40-​jähriger Sohn ge­tan hat. Und ge­nau so sind es vie­le Pa­läs­ti­nen­ser, die al­le Le­bens­be­rei­che der pa­läs­ti­nen­si­schen Ge­sell­schaft re­prä­sen­tie­ren. Mit­glie­der sei­ner Fa­mi­lie, ein­schließ­lich sei­ner El­tern und Toch­ter, sind in un­zäh­li­gen Fern­seh­sen­dern auf­ge­tre­ten, um Abu Sbeih zu lo­ben. Sie sind so­gar auf die Stra­ße ge­gan­gen, um Sü­ßig­kei­ten zu ver­tei­len im Ju­bel über den Ter­ror­an­schlag, den er die­se Wo­che in Je­ru­sa­lem ver­übt hat, der zum Tod ei­ner 60-​jährigen Groß­mut­ter und ei­nes 29-​jährigen Po­li­zei­be­am­ten führ­te.

Abu Sbeih ist jetzt der jüngs­te „Held” vie­ler Pa­läs­ti­nen­ser und nicht nur sei­ner Fa­mi­lie. Er wird als „mu­ti­ger” Mann und „Held” ge­fei­ert, weil er mor­gens auf­wach­te, ein M-​16 Sturm­ge­wehr pack­te und sich auf­mach­te, so vie­le Ju­den wie mög­lich zu tö­ten. Sei­ne Mis­si­on war „er­folg­reich”: Er schaff­te es, zwei Ju­den zu er­schie­ßen und zu tö­ten, be­vor er selbst von Po­li­zis­ten eli­mi­niert wur­de.

In ei­nem Be­ken­ner­vi­deo be­haup­te­te Abu Sbeih, dass er den Ter­ror­an­schlag als Re­ak­ti­on auf Be­su­che des Tem­pel­bergs durch Ju­den durch­ge­führt ha­be. Er be­haup­te­te (fälsch­li­cher­wei­se), dass die­se Be­su­che Teil ei­nes is­rae­li­schen Plans sei­en, die Al-​Aqsa-​Moschee am Tem­pel­berg zu zer­stö­ren.

Der Ord­nung hal­ber sei fest­ge­hal­ten: Das ist ei­ne Lü­ge – ge­nau­so wie pa­läs­ti­nen­si­sche Be­haup­tun­gen, dass Is­ra­el Brun­nen und Was­ser ver­gif­te, die der Prä­si­dent der pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie­be­hör­de (PA) Mahmoud Ab­bas spä­ter aus Man­gel an Be­wei­sen zu­rück­zu­zie­hen ge­zwun­gen war.

Wie vie­le an­de­re Pa­läs­ti­nen­ser, die im Lau­fe des ver­gan­ge­nen Jah­res Ter­ror­an­grif­fe durch­führ­ten oder es ver­sucht ha­ben, führ­te Abu Sbeih tat­säch­lich nur den Auf­ruf sei­ner Füh­rer aus, die Ju­den dar­an zu hin­dern, „die Al-​Aqsa-​Moschee mit ih­ren schmut­zi­gen Fü­ßen zu ent­wei­hen”. Die­se An­ru­fe kom­men seit Mo­na­ten nicht nur von Ha­mas und is­la­mi­schen Dschihad-​Extremisten, son­dern auch von „ge­mä­ßig­ten” Füh­rern wie Mahmoud Ab­bas und sei­ner Fatah-​Fraktion.

Da­bei han­delt es sich um die­je­ni­gen pa­läs­ti­nen­si­schen Füh­rer, die die eu­ro­päi­schen Füh­rer so sehr zu ver­eh­ren schei­nen. Die­se Füh­rer in Eu­ro­pa, vor al­lem die Fran­zo­sen, ver­lan­gen von Is­ra­el an­dau­ernd, mit Grup­pen zu ver­han­deln, die of­fen sa­gen, dass sie über­haupt kein Is­ra­el wol­len, und die bes­ten­falls an der Wahr­heit nicht in­ter­es­siert sind – ob über Is­rae­lis oder Pa­läs­ti­nen­ser.

Die­se eu­ro­päi­schen Füh­rer möch­ten, dass Is­ra­el vor­gibt, dass die Leu­te, mit de­nen sie ver­han­deln, tat­säch­lich nach Treu und Glau­ben han­deln. Sie schei­nen den Ara­bern, Mus­li­men und der Or­ga­ni­sa­ti­on der is­la­mi­schen Zu­sam­men­ar­beit (OIC) die Zer­stö­rung Is­ra­els an­zu­bie­ten – phy­sisch, di­plo­ma­tisch, wirt­schaft­lich, was auch im­mer sie be­kom­men kön­nen – höchst­wahr­schein­lich als Be­stechung, um die Mus­li­me da­von ab­zu­hal­ten, sie zu ter­ro­ri­sie­ren. Sie wer­den je­doch bald fest­stel­len, dass nichts, was sie an­bie­ten, als an­ge­mes­sen an­ge­se­hen wird. Die Eu­ro­pä­er wer­den bald her­aus­fin­den, wie es die Per­ser, Tür­ken, Grie­chen, Nord­afri­ka­ner und Ost­eu­ro­pä­er al­le ge­tan ha­ben, dass al­les, was we­ni­ger als Un­ter­wer­fung ist, nur als An­zah­lung auf ei­ne weit grö­ße­re For­de­rung ein­ge­sackt wird.

Die­se eu­ro­päi­schen Füh­rer sind glück­lich, wenn sie uns in der Re­gi­on, Mus­li­me, Chris­ten und Ju­den, un­ter ei­ner bru­ta­len is­la­mi­schen Dik­ta­tur le­ben las­sen kön­nen, so­lan­ge – in ih­rer ver­schwom­me­nen Fan­ta­sie – sie das nicht selbst tun müs­sen. Sie soll­ten sich auf ei­nen Schock ein­stel­len.

Wie auch im­mer, im Sep­tem­ber 2015 be­nutz­te Ab­bas ex­akt die Wor­te von von Haj Amin al-​Husseini von 1924, Ta­ge be­vor die ak­tu­el­le Wel­le der ste­chen­den, fah­ren­den und schie­ßen­den An­grif­fe be­gann.

Seit­dem för­dert die Auf­wie­ge­lung we­gen der Be­su­che von Ju­den auf dem Tem­pel­berg das, was vie­le Pa­läs­ti­nen­ser die „Al-​Quds-​Intifada” nen­nen. Ab­bas hat ver­spro­chen, dass die­je­ni­gen, die bei der Ver­tei­di­gung der Al-​Aqsa-​Moschee ster­ben, di­rekt in den Him­mel ge­hen wer­den:

„Wir seg­nen je­den Trop­fen Blut, der für Je­ru­sa­lem ver­schüt­tet wor­den ist, das sau­be­res und rei­nes Blut ist, Blut ver­gos­sen für Al­lah, so Al­lah will. Je­der Mär­ty­rer wird das Pa­ra­dies er­rei­chen und al­le Ver­wun­de­ten wer­den von Al­lah be­lohnt.”

Zur Wie­der­ho­lung: Ab­bas hat die­se Aus­sa­ge ge­macht, zwei Wo­chen be­vor die Pa­läs­ti­nen­ser ei­ne neue Wel­le von Anti-​Israel-​Terrorismus ent­fes­sel­ten. Wir wis­sen al­so, was die­se An­grif­fe aus­ge­löst hat. Sie sind das di­rek­te Er­geb­nis der lau­fen­den In­dok­tri­na­ti­on und Auf­sta­che­lung ge­gen Is­ra­el, die von Pa­läs­ti­nen­sern ge­führt wird, die fast al­le pa­läs­ti­nen­si­schen In­sti­tu­tio­nen und Par­tei­en im West­jor­dan­land und im Gaza-​Streifen ver­tre­ten. Ab­bas’ Wor­te sind of­fen­bar nicht auf tau­be Oh­ren ge­fal­len. Der Ter­ror­an­griff die­ser Wo­che, der von Abu Sbeih durch­ge­führt wur­de, zeigt, dass die „Al-​Quds In­ti­fa­da” noch lan­ge nicht ab­ebbt. Im Ge­gen­teil, es gibt er­höh­te Angst, dass die Ter­ror­kam­pa­gne es­ka­lie­ren könn­te von der Be­nut­zung von Mes­sern, Fahr­zeu­gen und Stei­nen zu Pis­to­len und Ge­weh­ren.

War­um ist die­ses Sze­na­rio nicht weit her­ge­holt? Nicht nur we­gen der Mo­ti­va­ti­on der An­grei­fer, son­dern auch we­gen der weit ver­brei­te­ten öf­fent­li­chen Un­ter­stüt­zung der Pa­läs­ti­nen­ser für ei­nen An­griff auf Is­rae­lis. Kein ein­zi­ger pa­läs­ti­nen­si­scher Be­am­ter hat es ge­wagt, et­was ge­gen den Ter­ror­an­griff von Je­ru­sa­lem zu sa­gen. Und kein nor­ma­ler Pa­läs­ti­nen­ser hat es ge­wagt, den Scha­den zu hin­ter­fra­gen, den die An­grif­fe für die pa­läs­ti­nen­si­sche Be­völ­ke­rung be­deu­ten, ins­be­son­de­re für die­je­ni­gen, die di­rekt von is­rae­li­schen Ver­gel­tungs­maß­nah­men be­trof­fen sind, wie Rei­se­be­schrän­kun­gen.

Weit da­von ent­fernt, ge­gen die­se Schlach­te­rei zu pro­tes­tie­ren, ha­ben vie­le Pa­läs­ti­nen­ser Lob über den An­grei­fer ge­häuft.

Abu Sbeih, der mit stän­di­gem Wohn­sitz in Je­ru­sa­lem ei­nen is­rae­li­schen Per­so­nal­aus­weis führt und so­mit al­le Rech­te und Pri­vi­le­gi­en, die is­rae­li­schen Staats­bür­gern ge­währt wer­den (mit Aus­nah­me des Stimm­rechts bei all­ge­mei­nen Wah­len), stamm­te nicht aus ei­ner ver­arm­ten Fa­mi­lie. An­ders als sei­ne Mit­pa­läs­ti­nen­ser im West­jor­dan­land und im Gaza-​Streifen, hat­te er frei­en Zu­gang zu Is­ra­el und konn­te über­all und je­der­zeit hin­ge­hen, wo­hin er woll­te, über­all in Is­ra­el.

Er und sei­ne Fa­mi­lie wa­ren in der La­ge, mor­gens auf­zu­wa­chen und zum Strand von Tel Aviv zu fah­ren oder in je­dem Re­stau­rant in Is­ra­el zu es­sen, oh­ne durch is­rae­li­sche Check­points ge­hen zu müs­sen. Als In­ha­ber von is­rae­li­schen Per­so­nal­aus­wei­sen wa­ren sie so­gar be­rech­tigt, Au­tos mit is­rae­li­schen Kon­troll­schil­dern zu fah­ren, was Abu Sbeih aus­nütz­te, um sei­nen An­griff in Je­ru­sa­lem aus­zu­füh­ren. Sei­ne Fa­mi­lie be­sitzt min­des­tens zwei Häu­ser in der Stadt und gilt als Mit­tel­klas­se. Den­noch hielt dies Abu Sbeih nicht von sei­ner töd­li­chen Mis­si­on ab. Noch hat es sei­ne Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen dar­an ge­hin­dert, den An­griff zu fei­ern.

Die ers­te, die ih­re „Freu­de” und „Stolz” über den Tod von zwei Ju­den aus­drück­ten, war Abu Sbeihs 15-​jährige Toch­ter Eman. „Gott sei Dank, wir sind sehr glück­lich und stolz auf mei­nen Va­ter”, sag­te sie in ei­nem In­ter­view mit ei­nem lo­ka­len pa­läs­ti­nen­si­schen Fern­seh­sen­der.

Wie in frü­he­ren Fäl­len ha­ben ei­ni­ge Pa­läs­ti­nen­ser, dar­un­ter auch die Schwes­ter von Abu Sbeih, Sü­ßig­kei­ten an „Gra­tu­lan­ten” ver­teilt, um ih­re Freu­de über den Ter­ror­an­griff aus­zu­drü­cken. Stun­den nach dem An­griff ver­sam­mel­ten sich Dut­zen­de von Pa­läs­ti­nen­sern au­ßer­halb des Fa­mi­li­en­hau­ses und san­gen Slo­gans, die den An­grei­fer als „Held” lo­ben und die Ha­mas und an­de­re pa­läs­ti­nen­si­sche Grup­pen auf­for­dern, ih­re An­grif­fe ge­gen Is­ra­el zu ver­stär­ken. Sol­che Sze­nen sind ver­traut in der pa­läs­ti­nen­si­schen Are­na und er­in­nern an die, die nach der Wel­le der Selbst­mord­at­ten­ta­te ge­gen Is­rae­lis wäh­rend der Zwei­ten In­ti­fa­da statt­fan­den.

Meh­re­re pa­läs­ti­nen­si­sche Frak­tio­nen lob­ten Abu Sbeih und for­der­ten ver­stärk­te „be­waff­ne­te Ope­ra­tio­nen ge­gen den zio­nis­ti­schen Feind”. Der Hamas-​Führer Kha­led Mas­haal, der zu­sam­men mit sei­ner Fa­mi­lie im Kom­fort von Ka­tar lebt, rief schnell die Fa­mi­lie des An­grei­fers an und „gra­tu­lier­te” ihr zum „Mar­ty­ri­um” ih­res Soh­nes. „Un­ser Volk und un­se­re Na­ti­on sind stolz auf ihr Hel­den­tum und den Mut, der von eu­rem Sohn ge­zeigt wur­de, der sein Le­ben um Al­lahs Wil­len op­fer­te”, sag­te Mas­haal Abu Sbeihs El­tern. Er be­ton­te, dass ihr Sohn ein Vor­bild sei für Pa­läs­ti­nen­ser sei­ner Ge­ne­ra­ti­on.

Es war nicht klar, ob der Hamas-​Führer den An­ruf von sei­ner Sui­te in ei­nem von Ka­tars Fünf-​Sterne-​Hotels oder von sei­nem pri­va­ten Fit­ness­stu­dio aus mach­te.

So ist al­so für die Ha­mas und vie­le an­de­re Pa­läs­ti­nen­ser ein Mann, der zwei Ju­den tö­tet, das ge­wünsch­te Vor­bild für jun­ge Pa­läs­ti­nen­ser. Dem­entspre­chend ha­ben Abu Sbeihs An­hän­ger so­zia­le Me­di­en da­zu ver­an­lasst, ihn zu lo­ben und die Pa­läs­ti­nen­ser da­zu auf­zu­for­dern, ihm nach­zu­fol­gen. Weil er es ge­schafft hat, zwei Ju­den zu tö­ten, wird Abu Sbeih jetzt auf Twit­ter und Face­book als der „Lö­we von Al-​Aqsa” ge­fei­ert. Sei­ner An­sicht nach war es ein ed­ler Akt, ein Ver­such, zu ver­hin­dern, dass die Mo­schee mit den „schmut­zi­gen Fü­ßen” der Ju­den „ver­un­rei­nigt” wird.

Un­ter­stüt­zung für Abu Sbeih scheint über al­le pa­läs­ti­nen­si­schen po­li­ti­schen Par­tei­en zu rei­chen. So­gar vie­le An­ge­hö­ri­ge der Fatah-​Fraktion von Prä­si­dent Ab­bas ka­men zum Haus Abu Sbeihs in ei­ner Show der So­li­da­ri­tät mit ih­nen. Fa­tah hat auch Abu Sbeih zum „Mär­ty­rer” er­klärt. Ein Pa­läs­ti­nen­ser, der mit ei­nem Ju­den zu­sam­men­kommt, wird ent­schie­den ver­ur­teilt und an­ge­klagt, die „Nor­ma­li­sie­rung” mit dem Feind zu su­chen. Aber ein Pa­läs­ti­nen­ser, der ein Mes­ser oder ein Ge­wehr trägt und aus­geht, um Ju­den zu tö­ten, ge­winnt die Ster­ne ei­nes „Mär­ty­rers” und ge­winnt fast uni­ver­sel­les pa­läs­ti­nen­si­sches Lob. Dies ist die ge­gen­wär­ti­ge Ein­stel­lung in der pa­läs­ti­nen­si­schen Ge­sell­schaft, der Frucht jahr­zehn­te­lan­ger pa­läs­ti­nen­si­scher Auf­sta­che­lung und De­le­gi­ti­mie­rung Is­ra­els. Das ist das un­ver­meid­li­che Er­geb­nis – wie bei der spa­ni­schen In­qui­si­ti­on, der fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on, dem tür­ki­schen Völ­ker­mord der Ar­me­ni­er, dem Völ­ker­mord in Ru­an­da, Dar­fur oder Nazi-​Deutschland – der Ver­gif­tung ei­nes Vol­kes.

Bassam Ta­wil ist ein Ge­lehr­ter aus dem Na­hen Os­ten.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

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