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Jes­si­di­sche Mäd­chen als Sex­skla­ven ver­kauft wäh­rend Frau­en ge­gen Trump marschieren

Uzai Bu­lut, 24.1.2017, Gatestone Institute

  • Man­che jes­si­di­sche Mäd­chen wur­den für we­ni­ge Pa­ke­te Zi­ga­ret­ten „ver­kauft”.
  • „Man­che die­ser Frau­en und Mä­chen muss­ten zu­schau­en, wie 7-, 8- und 9-​jährige Kin­der vor ih­ren Au­gen ver­blu­te­ten, nach­dem sie von ISIS-​Milizen mehr­mals pro Tag ver­ge­wal­tigt wor­den wa­ren. ISIS-​Milizen ver­brann­ten vie­le jes­si­di­sche Mäd­chen bei le­ben­di­gem Leib, weil sie sich wei­ger­ten, zum Is­lam zu kon­ver­tie­ren… War­um? Weil wir nicht Mus­li­me sind…” – Mir­za Is­mail, Vor­sit­zen­der der in­ter­na­tio­na­len jes­si­di­schen Menschenrechtsorganisation.
  • „Die­ser Ge­no­zid ge­gen Frau­en.” – Zeynep Ka­ya Ca­vus, füh­ren­der ale­vi­ti­scher Aktivist.
  • Lei­der ha­ben sich vie­le der Or­ga­ni­sa­to­rin­nen und Teil­neh­me­rin­nen des Mar­sches da­zu ent­schlos­sen, Frau­en, die von is­la­mi­schen Ter­ro­ris­ten ge­fol­tert und aus­ge­rot­tet wer­den und in an­de­ren Tei­len der Welt nicht oh­ne Er­laub­nis ei­nes Man­nes ei­ne Er­zie­hung be­kom­men oder so­gar das Haus ver­las­sen dür­fen, zu ignorieren.
  • Wenn die­se Frau­en nur mo­ti­viert wä­ren, so ge­gen die Ver­skla­vung, Ver­ge­wal­ti­gung und Fol­ter von jes­si­di­schen Frau­en und Kin­dern zu pro­tes­tie­ren wie ge­gen Preis­er­hö­hun­gen bei Tampons.

Wäh­rend Schau­spie­le­rin Ash­ley Judd sich bei ei­nem „Frau­en­marsch” in Wa­shing­ton DC be­schwer­te, dass „Tam­pons be­steu­ert wer­den, wäh­rend Via­gra und Ro­gai­ne dies nicht sind”, wur­den Tau­sen­de von jes­si­di­schen Kin­dern und Frau­en im Irak und Sy­ri­en in die se­xu­el­le Skla­ve­rei in den Hän­den des is­la­mi­schen Staa­tes gezwungen.

Am 21. Ja­nu­ar or­ga­ni­sier­ten ei­ni­ge Frau­en­rechts­grup­pen in vie­len Städ­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und auf der gan­zen Welt „Frau­en­mär­sche”. Die Kund­ge­bun­gen ziel­ten weit­ge­hend auf den kürz­lich in­au­gu­rier­ten US-​Präsidenten Do­nald Trump.

Es gab vie­le Red­ne­rin­nen und Teil­neh­me­rin­nen. Ei­ne, die Schau­spie­le­rin Ash­ley Judd, las in Wa­shing­ton D.C. ein Ge­dicht, das frag­te, war­um „Tam­pons be­steu­ert wer­den, wäh­rend Via­gra und Ro­gai­ne dies nicht sind”.

Wäh­rend Frau Judd über ih­re ver­hee­ren­de Tra­gö­die sprach, wur­den im Irak und in Sy­ri­en Tau­sen­de von jes­si­di­schen Kin­dern und Frau­en in den Hän­den des is­la­mi­schen Staa­tes (ISIS) in die Sex­skla­ve­rei ge­zwun­gen und auf Sex-​Sklaven-​Märkten zum Kauf angeboten.

ISIS griff am 3. Au­gust 2014 die jes­si­di­sche Hei­mat Shing­al im Irak an; mehr als 9.000 Jes­si­den wur­den ge­tö­tet, ent­führt oder se­xu­ell ver­sklavt. Jes­si­den sind ei­ne his­to­risch ver­folg­te re­li­giö­se Min­der­heit im Na­hen Osten.

Der Is­la­mi­sche Staat hat ei­ne Kul­tur der Ver­ge­wal­ti­gung und Sex-​Sklaverei in­sti­tu­tio­na­li­siert. ISIS führt ei­nen buch­stäb­li­chen Krieg ge­gen Frau­en. Sie ha­ben so­gar ei­ne „Preis­lis­te” von jes­si­di­schen und christ­li­chen Mäd­chen ver­öf­fent­licht – so jung wie ein bis neun Jah­re alt.

Der Nah­ost­ge­lehr­te Ray­mond Ibra­him schrieb über ein jes­si­di­sches Mäd­chen, das ver­sklavt wur­de, als sie 15 Jah­re alt war und Mo­na­te der Ge­fan­gen­schaft er­trug, be­vor es ihr ge­lang, zu entkommen:

„Ich er­in­ne­re mich, wie ein Mann, der min­des­tens 40 Jah­re alt war, her­kam und ein zehn­jäh­ri­ges Mäd­chen nahm, und als sie ihm Wi­der­stand leis­te­te, schlug er sie übel, mit Stei­nen und hät­te das Feu­er auf sie er­öff­net, wenn sie nicht mit ihm ge­gan­gen wä­re. Al­les ge­gen ih­ren Wil­len. Sie ka­men je­weils und kauf­ten die Mäd­chen oh­ne ei­nen Preis, ich mei­ne, sie sag­ten uns jes­si­di­schen Mäd­chen, dass wir sa­biya [Kriegs­beu­te, Sex-​Sklaven] sei­en, ihr seid kuf­f­ar [Un­gläu­bi­ge], ihr wer­det oh­ne Preis ver­kauft”, was be­deu­tet, sie hat­ten kei­nen Grund­wert. Ei­ni­ge jessidische-​Mädchen wur­den für ein paar Pa­ckun­gen Zi­ga­ret­ten verkauft.

„Je­den Tag bin ich 100 To­de ge­stor­ben, nicht nur ein­mal, je­de Stun­de starb ich, je­de Stun­de … Von den Schlä­gen, vom Elend, und von der Fol­ter”, sag­te sie.

Mir­za Is­mail, Grün­der und Vor­sit­zen­der der in­ter­na­tio­na­len jes­si­di­schen Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on, sag­te in sei­ner Re­de vor dem US-Kongress:

„Laut vie­len ent­kom­me­nen Frau­en und Mäd­chen, mit de­nen ich im Nord­irak sprach, zäh­len die ent­führ­ten Jes­si­den, meis­tens Frau­en und Kin­der, mehr als 7.000.

„Ei­ni­ge die­ser Frau­en und Mäd­chen muss­ten zu­se­hen, wie 7-, 8- und 9-​jährige Kin­der vor ih­ren Au­gen ver­blu­te­ten, nach­dem sie von ISIS-​Milizen mehr­mals am Tag ver­ge­wal­tigt wor­den wa­ren. ISIS-​Milizen ha­ben vie­le jes­si­di­sche Mäd­chen bei le­ben­di­gem Leib ver­brannt, weil sie sich wei­ger­ten, zu kon­ver­tie­ren und ISIS-​Männer zu hei­ra­ten. Denn wir sind nicht Mus­li­me, und weil un­ser Weg der Weg des Frie­dens ist. Da­für wer­den wir le­ben­dig ver­brannt: Da­für, als Män­ner und Frau­en des Frie­dens zu leben.”

Im De­zem­ber 2015 ha­ben Be­rich­te ent­hüllt, dass ISIS jes­si­di­sche Frau­en und Kin­der in der süd­öst­li­chen Stadt Ga­zi­antep (oder Antep) der Tür­kei ver­kauf­te. Ga­zi­antep ist für die weit ver­brei­te­ten Ak­ti­vi­tä­ten des is­la­mi­schen Staa­tes in der Stadt be­kannt geworden.

Doch die­se und vie­le an­de­re Be­dro­hun­gen ha­ben die Frau­en­rechts­ver­tei­di­ger in Ga­zi­antep nicht dar­an ge­hin­dert, ge­gen die Un­tä­tig­keit der tür­ki­schen Re­gie­rung an­ge­sichts der IS-​Aktivitäten zu pro­tes­tie­ren.

Ei­ne Ak­ti­vis­tin aus der Grup­pe „De­mo­kra­ti­sche Frau­en­platt­form von Ga­zi­antep”, Fat­ma Kes­kin Ti­mur, ver­las ei­ne Pres­se­er­klä­rung, die in Tei­len sagte:

„Dass die Dschihadi-​Banden, die in Sy­ri­en kämp­fen, die größ­te Un­ter­stüt­zung aus der Tür­kei be­kom­men ha­ben und dass die Zel­len­häu­ser, die sie be­nut­zen, al­len be­kannt sind … An­ge­sichts der Art von Ge­fahr, die die­se Si­tua­ti­on für die­je­ni­gen, die in Antep le­ben, schafft, in­ten­si­viert sich das Un­be­ha­gen Der Men­schen je­den Tag.”

Selbst un­ter die­sen Be­din­gun­gen kämpf­ten die Frau­en­rechts­ver­tei­di­ger in der Tür­kei – vor al­lem Kur­den – im­mer wie­der ge­gen die Regierung.

Im ver­gan­ge­nen Jahr zum Bei­spiel ge­dach­te die „jes­si­di­sche Frau­en­ver­samm­lung” des 3. Au­gust als dem „Tag der in­ter­na­tio­na­len Maß­nah­men ge­gen Mas­sa­ker ge­gen Frau­en und Völ­ker­mord”. Die Mit­glie­der der Pro-​Kurdischen De­mo­kra­ti­schen Par­tei (HDP) or­ga­ni­sier­ten in vie­len Städ­ten der Tür­kei Pro­tes­te, um den Völ­ker­mord an Jes­si­den zu ver­ur­tei­len und So­li­da­ri­tät mit den Op­fern zu zeigen.

Sa­fak Ozan­lı, ei­ne ehe­ma­li­ge Ab­ge­ord­ne­te der HDP, sag­te, dass ISIS im­mer noch 3.000 Jessiden-​Frauen als Sex-​Sklaven hal­te: „ISIS sieht Frau­en in Shing­al und Ko­ba­ne als Kriegs­beu­te an. Die Frau­en, die am Le­ben blei­ben, wer­den an ara­bi­sche Scheichs ver­kauft. Wir – als Frau­en – wer­den uns ei­nig ge­gen ISIS und al­le Dik­ta­to­ren stellen.”

Mit­glie­der der re­li­giö­sen Min­der­heit der Ale­vi­ten un­ter­stütz­ten eben­falls den Pro­test in Mer­sin. Zeynep Ka­ya Ca­vus, ei­ne füh­ren­de Aleviten-​Aktivistin, sag­te, dass die Jessiden-​Frauen „als Kriegs­beu­te ent­führt und ver­sklavt wer­den und sys­te­ma­ti­schen se­xu­el­len Über­grif­fen aus­ge­setzt sind und das ist Ge­no­zid ge­gen Frauen”.

Es gibt auch ein paar Ame­ri­ka­ner, die ihr Bes­tes tun, um Jes­si­den zu hel­fen, wie zum Bei­spiel Amy L. Beam, ei­ne Men­schen­rechts­ak­ti­vis­tin, die seit 2014 mit Jes­si­den zu­sam­men­leb­te und sich voll­zei­tig für sie ein­setz­te. Ihr Buch The Last Ye­zi­di Ge­n­o­ci­de wird bald pu­bli­ziert, und sie ist lei­ten­de Di­rek­to­rin von „Amy, Aza­di and Jiyan” (AAJ – „Freund, Frei­heit und Le­ben”), ei­ne hu­ma­ni­tä­re Or­ga­ni­sa­ti­on im ira­ki­schen Kurdistan.

„Tau­sen­de von Jes­si­den ha­ben ei­ne lan­ge Lis­te von to­ten oder ver­miss­ten Fa­mi­li­en­mit­glie­dern un­ter ISIS-​Kontrolle im Irak oder in Sy­ri­en”, schrieb sie. „Ih­re Psy­che ist sehr schlecht, da sie sehr we­nig in­ter­na­tio­na­le Hil­fe se­hen beim ein­jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um des Angriffs.

„Jes­si­di­sche Mäd­chen und Frau­en mit ih­ren Kin­dern … wer­den wie­der­hol­ten Schlä­gen und Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch ISIS-​Kämpfer aus­ge­setzt, de­nen je­dem ein Mäd­chen als Kriegs-​Trophäe ge­ge­ben wur­de. Mehr als 1.000 die­ser Mäd­chen und Frau­en sind selb­stän­dig ent­kom­men oder aus den Hän­den von ISIS be­freit worden.”

Man wünscht sich, dass die Frau­en­ak­ti­vis­ten in den USA ih­re Stim­men ge­gen die völ­ker­mör­de­ri­schen An­grif­fe auf Frau­en und Kin­der der Jes­si­den er­he­ben wür­den. Doch sie ha­ben das nicht ge­tan. „Frau­en­rechts­grup­pen in den USA ha­ben die Frau­en im Irak und in Sy­ri­en nicht un­ter­stützt, die wirk­lich un­ter­drückt, ent­führt und ver­ge­wal­tigt wer­den”, sag­te Beam ge­gen­über Gatestone.

Ei­ni­ge der Teil­neh­mer des Frau­en­mar­sches in Wa­shing­ton be­haup­ten, dass Trump ih­nen ih­re Rech­te weg­neh­men wird – ei­ne An­schul­di­gung, die vie­le Frau­en, die un­ter is­la­mis­ti­schen Re­gie­run­gen oder Or­ga­ni­sa­tio­nen lei­den, lä­cher­lich fin­den wür­den. Sie sind be­sorgt über die Mög­lich­keit, kei­ne Ab­trei­bung zu be­kom­men, und ih­re Sor­ge ist ge­recht­fer­tigt. Aber es sind kei­ne Aya­tol­lahs, die in den USA an die Macht ge­kom­men sind. Dar­über hin­aus scheint Trump ent­schlos­sen, den ra­di­ka­len is­la­mi­schen Ter­ro­ris­mus, die größ­te Be­dro­hung für die Wür­de und die Frei­heit der Frau­en auf der gan­zen Welt, zu be­kämp­fen. Das zeigt schon sein En­ga­ge­ment für die Frei­heit – vor al­lem Frei­heit für Frauen.

Ra­di­ka­le is­la­mi­sche Ideo­lo­gie ist ei­ne uni­ver­sel­le Be­dro­hung. Wo im­mer sie ge­schwächt oder ge­schla­gen wird, hilft das, Op­fer auch in an­de­ren Tei­len der Welt zu befreien.

Für so vie­le ver­folg­te Völ­ker im Na­hen Os­ten re­prä­sen­tiert Trumps Prä­si­dent­schaft die Hoff­nung auf ei­ne po­si­ti­ve Veränderung.

Am 7. No­vem­ber ver­öf­fent­lich­te die jes­si­di­sche in­ter­na­tio­na­le Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on ei­ne öf­fent­li­che Er­klä­rung mit dem Ti­tel „Jes­si­den freu­en sich auf ei­ne Trump-​Präsidentschaft, um ih­nen zu hel­fen, ISIS aus­zu­lö­schen.” Ei­ne Jessiden-​Frau im Irak hat vor kur­zem ih­ren neu­ge­bo­re­nen Jun­gen „Trump” ge­nannt.

Der Frau­en­marsch, so gut er auch von vie­len ge­meint ist, ver­letzt das Kern­prin­zip der Men­schen­rech­te: „Das Schlimms­te zuerst”.

Lei­der ha­ben sich vie­le der Or­ga­ni­sa­to­rin­nen und Teil­neh­me­rin­nen des Mar­sches da­zu ent­schlos­sen, Frau­en, die von is­la­mi­schen Ter­ro­ris­ten ge­fol­tert und aus­ge­rot­tet wer­den und in an­de­ren Tei­len der Welt nicht oh­ne Er­laub­nis ei­nes Man­nes ei­ne Er­zie­hung be­kom­men oder so­gar das Haus ver­las­sen dür­fen, zu ignorieren.

Wenn die­se Frau­en nur mo­ti­viert wä­ren, so ge­gen die Ver­skla­vung, Ver­ge­wal­ti­gung und Fol­ter von jes­si­di­schen Frau­en und Kin­dern zu pro­tes­tie­ren wie ge­gen die Preis­er­hö­hun­gen bei Tampons.

Sich wie wahn­sin­ni­ge Fa­na­ti­ker zu ver­hal­ten, de­ren schie­rer Hass ge­gen ei­nen ge­wähl­ten Prä­si­den­ten ih­re Au­gen vor den wirk­li­chen Pro­ble­men der Welt ver­schliesst, hilft nie­man­dem. Es gab ge­nau­so vie­le Men­schen, die auch an­de­re Prä­si­den­ten ge­hasst hätten.

Las­sen Sie uns mit un­se­ren Ak­tio­nen die Frau­en im Na­hen Os­ten wis­sen, dass wir ih­re Not zu Her­zen nehmen.

Uzay Bu­lut, ein Jour­na­list, der in der Tür­kei als Mos­lem ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen ist, lebt der­zeit in Wa­shing­ton D.C.


Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone Instituts.

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