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Lin­da Sar­sour ist nur das Sym­ptom ei­ner viel grös­se­ren Krank­heit

Fred Ma­roun, 22.3.2017, Times of Is­ra­el Blogs

Fred Maroun

Fred Ma­roun ist Ka­na­di­er ara­bi­scher Ab­stam­mung, der bis 1984 im Li­ba­non leb­te, auch wäh­rend 10 Jah­ren Bür­ger­krieg. Fred un­ter­stützt Is­ra­els Exis­tenz­recht als jü­di­scher Staat und un­ter­stützt ei­nen li­be­ra­len und de­mo­kra­ti­schen Na­hen Os­ten, in dem al­le Re­li­gio­nen und Na­tio­na­li­tä­ten, ein­schließ­lich der Pa­läs­ti­nen­ser, im Frie­den un­ter­ein­an­der und mit Is­ra­el ko­exis­tie­ren kön­nen und die Men­schen­rech­te re­spek­tiert wer­den. Fred ist ein Athe­ist, ein so­zia­ler Li­be­ra­ler und ein Be­für­wor­ter glei­cher Rech­te für LGBT-​Menschen über­all. Fred Ma­roun schreibt für Gatestone In­sti­tu­te.

Es gibt viel Hype über die Ak­tio­nen der pa­läs­ti­nen­si­schen Ame­ri­ka­ne­rin Lin­da Sar­sour, und sie ver­dient vie­les von der Kri­tik, aber Sar­sour ist nur ein Sym­ptom für ein viel grö­ße­res Pro­blem – der Un­fä­hig­keit des Wes­tens, vie­le sei­ner mus­li­mi­schen Im­mi­gran­ten zu in­te­grie­ren.

Sar­sour ist das Pro­dukt der is­la­mi­schen Kul­tur und der pa­läs­ti­nen­si­schen Kul­tur. Kei­nes der un­ver­schäm­ten Din­ge, die sie ge­sagt oder ge­tan hat, ist in die­sem Licht über­ra­schend.

Sie hat ih­re Be­wun­de­rung für die Scha­ria er­klärt, doch vie­le Mus­li­me be­wun­dern die Scha­ria. Sie fand die sau­di­ara­bi­sche Be­hand­lung von Frau­en vor­teil­haf­ter als die in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, aber das fin­den vie­le Mus­li­me. Sie stimm­te im Al­ter von 17 Jah­ren ei­ner ar­ran­gier­ten Ehe zu, und sie wirbt wei­ter­hin für ar­ran­gier­te Ehen, aber das tun vie­le an­de­re mus­li­mi­sche Frau­en auch. Sie ist ge­gen die Exis­tenz Is­ra­els und will es durch ei­nen ein­zi­gen ara­bi­schen Staat er­set­zen, aber das wol­len die meis­ten Mus­li­me und Ara­ber auch.

Un­ter Be­zug­nah­me auf Frau­en, mit de­nen sie nicht ein­ver­stan­den war, schrieb sie, dass sie „ih­re Va­gi­nas weg­neh­men” woll­te, aber der Ein­satz von Ge­walt, um per­sön­li­che Un­ter­schie­de zu be­sei­ti­gen, ist in mus­li­mi­schen und ara­bi­schen Kul­tu­ren üb­lich, und weib­li­che Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung ist nicht un­ge­wöhn­lich.

Sie be­schul­dig­te die US-​Regierung, Ame­ri­ka­ner zu er­mor­den, um Mus­li­me in die Pfan­ne zu hau­en, aber ei­ne sol­che wahn­haf­te Pa­ra­noia ist bei is­la­mi­schen Ex­tre­mis­ten üb­lich. Sie „er­mu­tigt da­zu, Stei­ne auf  is­rae­li­sche Sol­da­ten zu wer­fen” und „sie po­sier­te für ein Fo­to mit Sa­lah Sar­sour”, ei­nem Hamas-​Terroristen, aber ein sol­ches Ver­hal­ten ist un­ter vie­len Pa­läs­ti­nen­sern ak­zep­tiert und wird so­gar be­lohnt.

Doch trotz all die­ser tief re­gres­si­ven Po­si­tio­nen lebt Sar­sour nicht im Na­hen Os­ten. Sie ist ei­ne Ein­wan­de­re­r­in der zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on, ge­bo­ren in New York, der gla­mou­rö­ses­ten Stadt der Welt und ei­ner der li­be­rals­ten. Die Tat­sa­che, dass sie nach wie vor pa­tri­ar­cha­li­sche Wer­te, Vor­ur­tei­le und ge­walt­tä­ti­ge Ein­stel­lun­gen in sich trägt, die ty­pisch sind für Mus­li­me und Ara­ber, die im Na­hen Os­ten le­ben, ist das Ver­sa­gen des Wes­tens.

Ay­a­an Hirsi Ali, ei­ne ehe­ma­li­ge Mus­li­ma, die zwei Jahr­zehn­te des Miss­brauchs und ei­ne weib­li­che Ge­ni­tal­ver­stüm­me­lung über­leb­te, warnt uns in ih­ren Bü­chern und in ih­ren Re­den. In In­fi­del (2006) und spä­ter in No­mad (2010) schrieb sie aus­führ­lich über ih­re ei­ge­ne Er­fah­rung und die Er­fah­rung an­de­rer mus­li­mi­scher Ein­wan­de­rer im Wes­ten. Sie warn­te da­vor, dass, wenn mus­li­mi­sche Im­mi­gran­ten nicht in west­li­che Kul­tu­ren in­te­griert sind, sie auch in den west­li­chen Län­dern un­ter dem Ein­fluss mus­li­mi­scher Ex­tre­mis­ten ver­blei­ben. An­de­re vor ihr ha­ben auch die sel­ben War­nun­gen aus­ge­spro­chen.

Die Tat­sa­che, dass das Sarsour-​Phänomen exis­tiert, be­deu­tet, dass wir die War­nun­gen nicht be­ach­tet ha­ben. Wir er­war­ten, dass mus­li­mi­sche Im­mi­gran­ten ma­gisch un­se­re li­be­ra­len Wer­te über­neh­men, die in vie­len Fäl­len dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt sind zu dem, was in ih­rer Re­li­gi­on und ih­rer Kul­tur ge­lehrt wird. Of­fen­sicht­lich ist die Ma­gie bei Sar­sour nicht ge­sche­hen. Es gibt vie­le an­de­re Im­mi­gran­ten und Nach­kom­men von Im­mi­gran­ten, die die glei­chen Ein­stel­lun­gen ha­ben, aber nicht in der Öf­fent­lich­keit sind, wie ei­ne Um­fra­ge in Groß­bri­tan­ni­en im April 2016 zeigt.

Nicht nur ha­ben wir zu­ge­las­sen, dass sich das Sarsour-​Phänomen ent­wi­ckelt, son­dern wir bie­ten auch ei­nen Ka­ta­ly­sa­tor für ih­re Wei­ter­ent­wick­lung, in­dem wir Sar­sour ei­ne Pro­mi­nen­ten­rol­le ge­ben und sie lo­ben.

Nach wel­cher ab­sur­den Lo­gik wur­de Sar­sour vom Weis­sen Haus Oba­mas als „Cham­pi­on of chan­ge” be­zeich­net? Sind wir auf der Su­che nach ei­ner Ver­än­de­rung zu­rück ins Mit­tel­al­ter?

Nach wel­cher ab­sur­den Lo­gik wur­de Sar­sour als ei­ne der Top-​Organisatorinnen des Frauen-​Marsches auf Wa­shing­ton am 21. Ja­nu­ar 2017 aus­ge­wählt und nach wel­cher ab­sur­den Lo­gik hat die fe­mi­nis­ti­sche Iko­ne Glo­ria Stei­nem Sar­sour wei­te­re Glaub­wür­dig­keit ver­lie­hen, in­dem sie mit ihr zu­sam­men auf­ge­tre­ten ist? Geht es dem Fe­mi­nis­mus nicht mehr dar­um, pa­tri­ar­cha­li­sche Un­ter­drü­ckung ab­zu­leh­nen?

Nach wel­cher ab­sur­den Lo­gik hat Ber­nie San­ders, der der De­mo­kra­ti­schen No­mi­nie­rung für die Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tur na­he kam, von Sar­sour als je­man­dem ge­pro­chen, mit der man ei­ne pro­gres­si­ve Be­we­gung auf­bau­en möch­te? Ist der ra­di­ka­le Is­lam die „pro­gres­si­ve” Al­ter­na­ti­ve zu Do­nald Trump?

Ay­a­an hat sich ge­gen Sar­sour ge­stellt und nann­te sie „ei­ne fal­sche Fe­mi­nis­tin”. Doch an­statt Ay­a­an da­für zu eh­ren, ei­ne wah­re Hel­din des Fe­mi­nis­mus und der Men­schen­rech­te zu sein und die west­li­chen Wer­te durch die­sen Stand­punkt und vie­le an­de­re zu ver­tei­di­gen, dä­mo­ni­sie­ren wir sie. Die Brandeis-​Universität hat fei­ge plötz­lich Plä­ne, Ay­a­an ei­ne Eh­rung zu ver­lei­hen, zu­rück­ge­zo­gen. Das Sou­thern Po­ver­ty Law Cen­ter hat Ay­a­an schänd­li­cher­wei­se als anti-​muslimische Ex­tre­mis­tin ge­lis­tet.

Das Sarsour-​Phänomen deu­tet dar­auf hin, dass der Wes­ten die Fä­hig­keit ver­lo­ren hat, sei­ne ei­ge­nen Wer­te zu ver­tei­di­gen. Wir be­schwich­ti­gen und ver­herr­li­chen so­gar die Fein­de un­se­rer Wer­te, an­statt sie zu kon­fron­tie­ren. Die­ses Phä­no­men zeigt auch den west­li­chen (vor al­lem den west­li­chen lin­ken) „Ras­sis­mus der nied­ri­ge­ren Er­war­tun­gen” (in den Wor­ten von Ay­a­an). Er er­klärt, war­um wir Sar­sour ei­ne Füh­rungs­po­si­ti­on ge­ben und war­um wir sie lo­ben, wenn wir das nie­mals für ei­ne Per­son eu­ro­päi­scher Ab­stam­mung tun wür­den, die die­sel­ben Din­ge glaubt.

Wir be­stehen dar­auf, blind zu sein für die Not­wen­dig­keit des Is­lam, sich zu re­for­mie­ren, und wir be­han­deln den Is­lam mit noch mehr Ehr­er­bie­tung, als wir an­de­re Re­li­gio­nen be­han­deln, die sich be­reits der Re­for­ma­ti­on un­ter­zo­gen ha­ben, die der Is­lam drin­gend braucht.

Wir wei­gern uns, mus­li­mi­sche Im­mi­gran­ten in un­se­re Kul­tur zu in­te­grie­ren. Statt­des­sen wer­fen wir sie in ei­ne Ge­sell­schaft, die sie oft nicht ver­ste­hen, und wir er­war­ten, dass sie schwim­men. Wenn sie nicht er­trin­ken, hal­ten wir sie für ei­ne Art Wun­der und igno­rie­ren, dass sie nur dank is­la­mi­scher Ex­tre­mis­ten in ih­rer Ge­mein­de über­lebt ha­ben, de­nen sie jetzt ih­re Exis­tenz ver­dan­ken.

Wenn wir nicht die Ver­ant­wor­tung für die­ses Pro­blem über­neh­men, wird es in Zu­kunft noch viel mehr Sar­sours und vie­le wei­te­re Schmeich­ler un­ter uns ge­ben. Statt un­se­re li­be­ra­len Wer­te der Welt zu ver­mit­teln, wer­den wir vom ra­di­ka­len Is­lam über­schwemmt, den wir in un­ser Haus ein­ge­la­den ha­ben.

Bit­te un­ter­zeich­nen Sie die Pe­ti­ti­on, um Maajid Na­waz und Ay­a­an Hirsi Ali aus der Lis­te der an­ti­mus­li­mi­schen Ex­tre­mis­ten des SPLC’s zu strei­chen.

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