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Iran be­schul­digt, Tem­pel­berg­un­ru­hen mitzufinanzieren

Hil­fe kam mit ei­nem Fly­er, der Kha­men­ei zi­tier­te: „Mit Al­lahs Hil­fe wird Pa­läs­ti­na be­freit. Je­ru­sa­lem ist un­ser”. Von der is­la­mi­schen Re­pu­blik wird ge­sagt, dass sie De­mons­tran­ten, die ge­gen is­rae­li­sche Si­cher­heits­maß­nah­men an der hei­li­gen Stät­te pro­tes­tie­ren, mit Es­sens­pa­ke­ten ausrüstet.

Alex­an­der Ful­b­right, 1.8.2017, Times of Israel

Is­rae­li­sche Si­cher­heits­kräf­te feu­ern Trä­nen­gas, um Pa­läs­ti­nen­ser zu zer­streu­en, nach­dem am 27. Ju­li 2017 in der Je­ru­sa­le­mer Alt­stadt Zu­sam­men­stö­ße im Tem­pel­berg­kom­plex aus­ge­bro­chen sind. (AFP Pho­to /​ Ah­mad Gharabli)

Die is­la­mi­sche Re­pu­blik Iran hat an­geb­lich Hil­fe für pa­läs­ti­nen­si­sche De­mons­tran­ten ge­währt, die im ver­gan­ge­nen Mo­nat ge­gen neue Si­cher­heits­maß­nah­men am Tem­pel­berg demonstrieren.

Die Hil­fe um­fass­te an­geb­lich Kis­ten mit Ess­wa­ren und Ge­trän­ken, die mit ei­nem Fly­er mit dem Fel­sen­dom und ei­nem Zi­tat ver­se­hen wa­ren, das dem ira­ni­schen Obers­ten Füh­rer Ali Kha­men­ei zu­ge­schrie­ben wird: „Mit Al­lahs Hil­fe wird Pa­läs­ti­na be­freit. Je­ru­sa­lem ist unser.”

Wäh­rend pa­läs­ti­nen­si­sche Me­di­en be­rich­te­ten, dass die Nah­rungs­mit­tel­pa­ke­te von ei­ner ira­ni­schen Ju­gend­be­we­gung be­reit­ge­stellt wur­den, sag­te ein PA-​Geheimdienstbeamter, dass es klar sei, dass das ira­ni­sche Ré­gime hin­ter der Hil­fe stehe.

„Es ist uns klar, dass das Ré­gime in Te­he­ran mit sei­nen lan­gen Ar­men hin­ter die­ser Catering-​Operation steht”, sag­te der Be­am­te zur Ta­ges­zei­tung Is­ra­el Hayom in ei­nem am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten Artikel.

„Die Sum­men be­lau­fen sich auf Mil­lio­nen Sche­kel und die Ira­ner fan­den ei­ne Ge­le­gen­heit, Punk­te zu sam­meln und di­rekt un­ter der Na­se Is­ra­els ei­ne Bot­schaft an die pa­läs­ti­nen­si­sche Öf­fent­lich­keit zu sen­den, dass es der Iran ist, der auf sie auf­passt. Der Fly­er, der an al­len Le­bens­mit­tel­pa­ke­ten be­fes­tigt ist, und die Zi­ta­te von Kha­men­ei ma­chen deut­lich, wer hin­ter die­sen Le­bens­mit­tel­kör­ben steht.”

Der Fly­er zeigt auch Kha­men­eis Hand, die auf die Kup­pel des Fel­sens zeigt. Die Hand wur­de spie­gel­bild­lich dar­ge­stellt – es scheint die rech­te Hand des ira­ni­schen Füh­rers zu sein, ob­wohl es tat­säch­lich sei­ne Lin­ke ist. (Kha­men­eis rech­ter Arm wur­de ver­letzt, als er bei ei­nem At­ten­tat 1981 schwer ver­letzt wurde.)

Ein an­de­rer pa­läs­ti­nen­si­scher Be­am­ter sag­te zu Is­ra­el Hayom, dass, wäh­rend die PA von der ira­ni­schen Be­mü­hung Kennt­nis ge­habt hat­te, sie Is­ra­el nicht in­for­mier­te, weil der PA-​lPräsident Mahmoud Ab­bas die Si­cher­heits­ver­bin­dun­gen we­gen des Pro­tests ge­gen die Si­cher­heits­maß­nah­men ein­frie­ren ließ. Die­se wur­den am Tem­pel­berg plat­ziert nach ei­nem Ter­ror­an­griff am 14. Ju­li, bei dem drei ara­bi­sche Is­rae­lis zwei Po­li­zei­be­am­te mit Waf­fen er­schos­sen, die auf den Tem­pel­berg ge­schmug­gelt wor­den waren.

„Auf dem Ter­ri­to­ri­um un­ter pa­läs­ti­nen­si­scher Kon­trol­le wür­de das nicht pas­sie­ren”, füg­te er hin­zu. „Wir wür­den den Ira­nern nicht er­lau­ben, sich so breit zu ma­chen, denn das wür­de wie ein Bu­me­rang mit den Re­ak­tio­nen der ara­bi­schen Staa­ten zurückschlagen.”

Die ira­ni­sche Be­tei­li­gung ver­är­ger­te auch die hö­her­ran­gi­gen PA-​Behördenmitglieder, wo­bei ein un­ge­nann­ter Be­am­ter, dem Nä­he zu Ab­bas zu­ge­spro­chen wird, der Ta­ges­zei­tung sag­te, dass es ein Feh­ler sei, zu­zu­las­sen,  dass der Iran sei­ne „Ten­ta­kel” in die West­bank ausstrecke.

Die is­la­mi­sche Re­pu­blik hat schon lan­ge Ope­ra­tio­nen ge­gen Is­ra­el fi­nan­ziert, oft durch die Be­reit­stel­lung von Geld und Waf­fen an die Ter­ror­grup­pen der Ha­mas und der Hisbollah.

Der Iran hat auch die Zer­stö­rung Is­ra­els und die „Be­frei­ung” von Je­ru­sa­lem als zen­tral für sei­ne Propaganda-​Bemühungen fest­ge­legt. Sein Au­ßen­mi­nis­ter Mo­ham­mad Ja­vad Za­rif hät­te am Diens­tag für ei­ne mus­li­mi­sche Kon­fe­renz über die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen in Je­ru­sa­lem in die Tür­kei flie­gen sollen.

Is­ra­el ent­fern­te letz­te Wo­che al­le neu­en Si­cher­heits­maß­nah­men, die am Tem­pel­berg in­stal­liert wor­den wa­ren, und ein PA-​Beamter sag­te der Times of Is­ra­el, dass die Si­cher­heits­ko­ope­ra­ti­on all­mäh­lich wie­der­her­ge­stellt wer­de, so­lan­ge der mus­li­mi­sche Zu­gang zur hei­li­gen Stät­te un­ein­ge­schränkt bleibe.

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