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Der von der Kir­che von Schwe­den ge­fei­er­te Imam: „Die Ju­den ste­cken hin­ter dem is­la­mi­schen Staat!”

Teil III der Se­rie: Die Is­la­mi­sie­rung Schwe­dens

In­grid Karl­qvist, 29.6.2016, Gatestone In­sti­tu­te


  • Die Pries­ter ha­ben Angst, wäh­rend der Mes­se über Je­sus zu re­den. – Eva Ham­berg, Pries­te­rin und Pro­fes­so­rin, die aus Pro­test vom Pries­ter­tum zu­rück­ge­tre­ten ist und die Kir­che ver­las­sen hat.
  • Die Kir­che von Schwe­den geht viel­leicht in Rich­tung „Chris­lam” – ei­ne Ver­schmel­zung von Chris­ten­tum und Is­lam. Schwe­di­sche Pries­ter, die die re­li­giö­se In­brunst un­ter den Mus­li­men, die jetzt in Schwe­den le­ben, be­mer­ken, neh­men mit Be­geis­te­rung an ver­schie­de­nen in­ter­re­li­giö­sen Pro­jek­ten teil.
  • „Es gibt zu­ver­läs­si­ge Quel­len aus Ägyp­ten, die zei­gen, dass die sau­di­sche Kö­nigs­fa­mi­lie in Tat und Wahr­heit ei­ne jü­di­sche Fa­mi­lie ist, die ir­gend­wann im 18. Jahr­hun­dert aus dem Irak auf die ara­bi­schen Halb­in­sel kam. Sie bau­te mit Hil­fe bri­ti­scher Of­fi­zie­re ei­ne Ar­mee auf, um das os­ma­ni­sche Sul­ta­nat zu be­kämp­fen.” – Imam Awad Ol­wan, mit dem ein Pries­ter, Hen­rik Lars­son, in ei­nem in­ter­re­li­giö­sen Pro­jekt zu­sam­men­ar­bei­tet.
  • „Die An­teil­nah­me, die die Kir­che von Schwe­den für die Ver­wund­bar­keit der christ­li­chen Pa­läs­ti­nen­ser ge­zeigt hat, ist er­setzt wor­den durch Gleich­gül­tig­keit ge­gen­über der eth­ni­schen Säu­be­rung der Chris­ten in Sy­ri­en und im Irak. In die­sen Län­dern sind es meist Mus­li­me, die die Gräu­el­ta­ten be­ge­hen, was of­fen­bar reicht, um die Kir­che von Schwe­den da­zu zu brin­gen, sich statt­des­sen lie­ber auf Kli­ma­wan­del und Um­welt­fra­gen zu kon­zen­trie­ren.” – Eli Gön­dör, Re­li­gi­ons­wis­sen­schaft­ler.

Der Kö­nig, die Kö­ni­gin und die Kron­prin­zes­sin von Schwe­den neh­men an der erz­bi­schöf­li­chen Wei­he von Bi­schof Ant­je Ja­ckelén am Dom von Upp­sa­la teil, 15. Ju­ni 2014 (Bild­quel­le : Kir­che von Schwe­den)

Die Kir­che von Schwe­den ist da­von ab­ge­rückt,  ei­ne star­ke und stren­ge Staats­kir­che zu sein. In der Ver­gan­gen­heit wur­den die Schwe­den hin­ein ge­bo­ren und bis 1951 konn­te nie­mand die Kir­che ver­las­sen. In die­sen Ta­gen je­doch ist es ei­ne In­sti­tu­ti­on, die sehr we­nig zu tun hat mit dem Chris­ten­tum oder Je­sus. Schwe­den heu­te, nach der Um­fra­ge von World Va­lues, ist ei­nes der am stärks­ten sä­ku­la­ri­sier­ten Län­der der Welt; je­des Jahr ver­lässt ei­ne gro­ße Zahl von Schwe­den die Kir­che.

Frü­her war es so, dass nur Athe­is­ten die Kir­che ver­lies­sen; Heu­te sind es die gläu­bi­gen Chris­ten, die ge­hen – aus Pro­test ge­gen die zu­neh­mend frag­wür­di­ge Be­zie­hung der Kir­che zum christ­li­chen Glau­ben.

Als zum Bei­spiel die ak­tu­el­le Erz­bi­schö­fin, Ant­je Ja­ckelén, be­ru­fen wur­de, nahm sie kurz zu­vor an ei­ner Frage-​und-​Antwort-​Sitzung im Herbst 2013 teil, und ei­ne der Fra­gen war: „Ver­mit­telt Je­sus ein wahr­haf­ti­ge­res Got­tes­bild als Mo­ham­med? ” Über­ra­schen­der­wei­se sag­te die bal­di­ge Erz­bi­schö­fin nicht so­fort ja, son­dern liess sich in ei­nem lan­gen Mo­no­log dar­über aus, dass es vie­le We­ge zu Gott ge­be. Of­fen­sicht­lich ver­är­ger­te dies ei­ne Men­ge Ge­mein­de­mit­glie­der. Ei­ne hoch­ka­rä­ti­ge Pries­te­rin und Pro­fes­so­rin, Eva Ham­berg, trat aus dem Pries­ter­tum in Pro­test aus und ver­liess die Kir­che von Schwe­den.

„Das hat mich da­zu ge­bracht, ra­scher zu ge­hen”, sag­te sie der christ­li­chen Zei­tung Da­gen. „Wenn die zu­künf­ti­ge Erz­bi­schö­fin nicht zum Apos­to­li­schen Glau­bens­be­kennt­nis ste­hen kann, son­dern es viel­mehr ra­tio­na­li­siert, dann ist die Sä­ku­la­ri­sa­ti­on zu weit ge­gan­gen.”

Ham­berg, die For­schung be­trie­ben hat zum Sä­ku­la­ri­sie­rungs­pro­zeß, sag­te, dass in Schwe­den die Sä­ku­la­ri­sie­rung im­mer schnel­ler es­ka­liert – auch in­ner­halb der Kir­che von Schwe­den. Als Bei­spiel sag­te Ham­berg, dass Ant­je Ja­ckelén nicht an die Un­be­fleck­te Emp­fäng­nis glaubt, son­dern sagt, das sei ei­ne Me­ta­pher. Ham­berg sag­te auch, dass es ei­nen Man­gel an Ehr­furcht vor dem Drei­fal­ti­gen Gott ge­be, und dass die Pries­ter Angst ha­ben, wäh­rend der Mes­se über Je­sus zu spre­chen.

„Es gibt auch ei­nen deut­li­chen Man­gel an To­le­ranz in­ner­halb der Kir­che von Schwe­den. Die Kan­di­da­ten [für die Po­si­ti­on des Erz­bi­schofs] wa­ren al­le sehr dar­an in­ter­es­siert, über Dia­log zu spre­chen, und das klingt groß­ar­tig, aber es sind al­les nur lee­re Phra­sen. Die Kir­chen­füh­rer ver­fol­gen tat­säch­lich Dis­si­den­ten. Wenn Sie mit der Frau­en­or­di­na­ti­on nicht ein­ver­stan­den sind, wer­den Sie nicht or­di­niert. die De­cke hängt un­glaub­lich nied­rig.”

Als Ant­je Ja­ckelén die Wahl ge­wann und ers­ter weib­li­cher Erz­bi­schof Schwe­dens wur­de, war es Zeit für den nächs­ten Schock. Sie wähl­te „Gott ist grö­ßer” zu ih­rem Mot­to – „Al­la­hu Ak­bar” auf Ara­bisch. Ja­ckelén be­zog sich auf 1. Jo­han­nes 3: 19 – 20, in dem es [in der Lu­ther­bi­bel von 1912] heißt:

Dar­an er­ken­nen wir, daß wir aus der Wahr­heit sind, und kön­nen un­ser Herz vor ihm da­mit stil­len, daß, so uns un­ser Herz ver­dammt, Gott grö­ßer ist denn un­ser Herz und er­kennt al­le Din­ge..”

Al­ler­dings glau­ben we­ni­ge, dass die Wahl des Mot­tos et­was an­de­res als ein of­fe­ner Flirt mit den Mus­li­men in Schwe­den ist. Im Is­lam sind „Al­la­hu Ak­bar” die ers­ten Wor­te, die man in je­dem Auf­ruf zum Ge­bet hört, von je­dem Mi­na­rett auf der gan­zen Welt, und es ist der Schrei, den wir im­mer wie­der im Zu­sam­men­hang mit is­la­mis­ti­schen Selbst­mord­at­ten­ta­ten, Ent­haup­tun­gen von Nicht­mus­li­men und Ter­ror­an­schlä­gen hö­ren.

Erz­bi­schö­fin Ja­ckeléns Wahl des Mot­tos war kei­ne Aus­nah­me; nur das sicht­bars­te Zei­chen da­für, dass die Kir­che von Schwe­den mög­li­cher­wei­se in Rich­tung „Chris­lam” geht – ei­ne Ver­schmel­zung von Chris­ten­tum und Is­lam. Schwe­di­sche Pries­ter, die die re­li­giö­se In­brunst un­ter den Mus­li­men, die jetzt in Schwe­den le­ben, wahr­neh­men, neh­men mit Be­geis­te­rung an ver­schie­de­nen in­ter­re­li­giö­sen Pro­jek­ten teil. Im ver­gan­ge­nen Jahr schlug die Stock­hol­mer Bi­schö­fin Eva Brun­ne vor, das Kreuz aus der See­manns­kir­che zu ent­fer­nen, um Mus­li­men zu er­mög­li­chen, dort zu be­ten.

Gatestone In­sti­tut rief ih­ren engs­ten Mit­ar­bei­ter, den Diö­ze­san­pries­ter Bo Lars­son, an, um ihn nach die­sem Vor­schlag zu fra­gen.

Gatestone: Kön­nen Chris­ten in mus­li­mi­schen Län­dern die­sel­be Dienst­leis­tung in Mo­sche­en er­war­ten?

Bo Lars­son: „Nein, ich den­ke nicht. Für Mus­li­me ha­ben die Ge­bäu­de ei­ne sehr ho­he Gött­lich­keit.”

Gatestone: Aber nicht für Schwe­den?

Bo Lars­son: „An­schei­nend nicht. Doch es gibt be­reits vie­le Mo­sche­en in Schwe­den.”

Gatestone: War­um al­so die Not­wen­dig­keit, in der See­manns­kir­che zu be­ten?

Bo Lars­son: „Wis­sen Sie, es ist nur ein Vor­schlag. Vie­le Leu­te auf so­zia­len Me­di­en ha­ben es in den Köp­fen, dass dies be­deu­tet, dass Brun­ne kei­ne Chris­tin mehr ist, doch das ist na­tür­lich nicht wahr.”

Gatestone: Wir Chris­ten sol­len al­so Mus­li­me re­spek­tie­ren, ob­wohl sie uns nicht re­spek­tie­ren?

Bo Lars­son: „Ich den­ke es. Das ist mei­ne Mei­nung. Ich war 40 Jah­re lang Pries­ter. Wir sind im­mer noch die gröss­te Kir­che Schwe­dens, und des­halb müs­sen wir Ge­le­gen­hei­ten schaf­fen für Mus­li­me und Ju­den.”

Gatestone: „Wol­len Sie da­mit sa­gen: ‚Wenn du sie nicht schla­gen kannst, schließ Dich ih­nen an?”

Bo Lars­son „So kann man es auch be­trach­ten.”

Gatestone: Die Kir­che von Schwe­den ist be­kannt für ih­re po­si­ti­ve Hal­tung ge­gen­über Ho­mo­se­xu­el­len. Ih­re ei­ge­ne Bi­schö­fin, Eva Brun­ne, ist of­fen ho­mo­se­xu­ell . Und doch un­ter­stüt­zen Sie den Is­lam, der Ho­mo­se­xu­el­le ver­folgt?

Bo Lars­son: „Die­se Fra­ge ist schwie­rig zu be­ant­wor­ten. Aber si­cher, es ist schreck­lich, dass ho­mo­se­xu­el­le Men­schen kei­ne Rech­te ha­ben in mus­li­mi­schen Län­dern und nicht of­fen le­ben kön­nen. Furcht­bar.”

Gatestone: Und trotz­dem wol­len Sie die­se Re­li­gi­on un­ter­stüt­zen?

Bo Lars­son: „Es gibt auch Chris­ten, die ge­gen Ho­mo­se­xua­li­tät sind, wis­sen Sie.”

Gatestone: Die Schwu­le hän­gen wol­len?

Bo Lars­son: „Nein, viel­leicht nicht. Aber ich glau­be, Sie ma­chen es sich zu ein­fach. Was wir in Schwe­den wol­len, ist ein Dia­log mit den Mus­li­men.”

Gatestone: Ha­ben Sie Ho­mo­se­xua­li­tät mit Mus­li­men dis­ku­tiert?

Bo Lars­son: „Nein.”

Gatestone: Glau­ben Sie, dass Sie den Is­lam in Schwe­den in ei­ne to­le­ran­te, auf­ge­schlos­se­ne Re­li­gi­on ver­än­dern kön­nen?

Bo Lars­son: „Es gibt fun­da­men­ta­lis­ti­sche Chris­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, die Ho­mo­se­xu­el­le nicht ak­zep­tie­ren.”

Gatestone: Aber glau­ben Sie, dass es ei­nen Un­ter­schied gibt zwi­schen nicht ak­zep­tie­ren und tö­ten wol­len?

Bo Lars­son: „Ich ha­be nie ei­nen Mus­lim sa­gen hö­ren, dass er Ho­mo­se­xu­el­le tö­ten will.”

„Chris­lam” ist am wei­tes­ten ge­gan­gen im im­mi­gran­ten­schwe­ren Stock­hol­mer Vor­ort Fisk­sä­t­ra, in dem 8.000 Men­schen le­ben, die 100 ver­schie­de­ne Spra­chen spre­chen. Dort sam­melt die Kir­che von Schwe­den jetzt Geld, um ei­ne Mo­schee zu bau­en – ein Pro­jekt mit dem Na­men „Haus Got­tes” – ne­ben der be­stehen­den Kir­che. So wird das Pro­jekt auf sei­ner of­fi­zi­el­len Web­site be­schrie­ben:

„Das Haus Got­tes stellt ei­nen Wunsch nach Frie­den und ech­ter Ar­beit im Geis­te des Frie­dens dar. Wir bau­en ei­ne Mo­schee ne­ben der be­stehen­den Kir­che in Fisk­sä­t­ra. Zwi­schen der Kir­che und der Mo­schee wird ein von Glas ein­ge­schlos­se­ner, ge­mein­sa­mer Innen-​Platz ge­baut. Das Haus Got­tes ist ein­zig­ar­tig, und ein Bei­spiel für die Zu­sam­men­ar­beit und den re­li­giö­sen Dia­log, der so wich­tig ist in un­se­rer Zeit. Ma­chen Sie mit bei un­se­rer Ar­beit!”

Gatestone rief Hen­rik Lars­son an, ein Pries­ter und ei­ner der Grün­der des Haus-​Gottes-​Projektes. Er ver­si­cher­te uns, dass der Is­lam fried­lich und de­mo­kra­tisch sei, aber gab dann ei­ni­ge an­de­re Ant­wor­ten, die dar­auf hin­wei­sen, dass er viel­leicht doch nicht so be­geis­tert ist von die­ser Re­li­gi­on.

„Wir Chris­ten ha­ben auch ei­ni­ge schreck­li­che Din­ge ge­tan über die Jahr­hun­der­te”, sag­te er. „Wir ha­ben He­xen ver­brannt, ha­ben an­de­re Län­der ko­lo­ni­siert und uns in un­se­rer Ge­schich­te auf die Sei­te ver­schie­de­ner Ar­me­en ge­schla­gen. Ich den­ke, dass al­le Re­li­gio­nen auf ähn­li­che Wei­se be­nutzt wer­den kön­nen.”

Gatestone: Wol­len Sie da­mit sa­gen, dass wir im Jahr 2016 le­ben, und dass sie im­mer noch im 15. Jahr­hun­dert ste­cken­ge­blie­ben sind?

H. Lars­son: „Wenn über­haupt. Sie stre­ben da­nach, ei­ne Ge­sell­schaft wie die zu er­schaf­fen, die gleich nach dem Tod des Pro­phe­ten Mo­ham­med be­stand, und das heißt, wir spre­chen vom 7. 8. und 9. Jahr­hun­dert. Das ist ihr Ide­al. Doch es gibt auch ei­nen Is­lam auf der Su­che nach neu­en We­gen, ei­nem eu­ro­päi­schen Is­lam, je­ne, die ver­su­chen wol­len, Mus­li­me zu sein in­ner­halb der de­mo­kra­ti­schen und sä­ku­la­ren Ge­sell­schaft.

Gatestone: Vie­le Mus­li­me in Schwe­den schei­nen sich nicht an die schwe­di­sche Kul­tur an­pas­sen zu wol­len. Schau­en Sie sich all die Ver­ge­wal­ti­gun­gen und se­xu­el­len Über­grif­fe in öf­fent­li­chen Schwimm­bä­dern an.

H. Lars­son: „Ja, es ist nicht leicht für af­gha­ni­sche Jungs, die in ei­ner Ge­sell­schaft auf­ge­wach­sen sind, in de­nen Frau­en sich ein Lein­tuch über wer­fen müs­sen, be­vor sie das Haus ver­las­sen, na­tür­lich sind sie ein­ge­taucht in ei­ne Hal­tung ge­gen­über Frau­en, die mei­len­weit ent­fernt ist von un­se­rer. Na­tür­lich soll­ten sie das nicht tun dür­fen, aber es ist kein Wun­der, dass es Kon­flik­te gibt. Doch sie müs­sen ler­nen, wie wir hier in Schwe­den Män­ner und Frau­en se­hen.”

Hen­rik Lars­son fei­ert den Imam, mit dem er im „Haus Got­tes” ko­ope­riert. Sein Na­me ist Awad Ol­wan, ein Pa­läs­ti­nen­ser, der in den 1960er Jah­ren nach Schwe­den kam. Laut Hen­rik Lars­son ist Ol­wan ein mo­der­ner Mus­lim, der spät im Le­ben Imam ge­wor­den ist und De­mo­kra­tie mag.

Doch als Gatestone Ol­wan an­rief, um zu fra­gen, war­um er die Volks­front für die Be­frei­ung Pa­läs­ti­nas (PFLP) in den 1970er Jah­ren un­ter­stütz­te und sich wei­ger­te, das Münch­ner Mas­sa­ker bei den Olym­pi­schen Spie­len 1972 zu ver­ur­tei­len, gab er zu­nächst vor, nicht zu wis­sen, was die PFLP ist. Die BBC hat sie be­schrie­ben als „In der Kom­bi­na­ti­on von ara­bi­schem Na­tio­na­lis­mus mit marxistisch-​leninistischer Ideo­lo­gie sah die PFLP die Zer­stö­rung Is­ra­els als ei­nen in­te­gra­len Be­stand­teil des Kampfs, den west­li­chen Ka­pi­ta­lis­mus aus dem Na­hen Os­ten zu ent­fer­nen.”

Ol­wan: „Oh, nun, ja, wir hat­ten da­mals ei­ne Men­ge ver­schie­de­ner Or­ga­ni­sa­tio­nen, aber ver­ges­sen Sie das – das ist jetzt Ge­schich­te. Es be­deu­te­te Be­frei­ung Pa­läs­ti­nas ir­gend et­was, ich er­in­ne­re mich wirk­lich nicht, um ganz ehr­lich zu sein.”

Gatestone: Sie ha­ben sich ge­wei­gert, den An­griff auf die jü­di­schen Olym­pio­ni­ken in Mün­chen zu ver­ur­tei­len?

Ol­wan: „Ja, das ist rich­tig, aber das war in den 70er Jah­ren er­in­ne­re ich mich nicht, was ich da­mals sag­te.”

Gatestone: Ist Ih­re Ein­stel­lung heu­te an­ders?

Ol­wan: „Ja, na­tür­lich. Es war Mord und nichts an­de­res.”

Bei un­se­rem ers­ten Ge­spräch be­haup­te­te Awad Ol­wan, den Ju­den ge­gen­über sehr po­si­tiv ein­ge­stellt zu sein. Er sag­te, dass im Haus Got­tes nur des­halb kei­ne Ju­den sei­en, weil es in Fisk­sä­t­ra kei­ne jü­di­sche Ge­mein­de ge­be, und dass die Or­ga­ni­sa­to­ren ei­nen jü­di­schen Chor ein­ge­la­den hät­ten und sehr gut mit ihm zu­sam­men­ar­bei­ten wür­den.

Wäh­rend un­se­res zwei­ten Ge­sprächs je­doch tauch­ten an­de­re Ge­dan­ken auf. Als Ol­wan ei­ni­ge Fra­gen über den Ko­ran und die Ha­di­then ge­fragt wur­de, be­gann er zu flu­chen und zu sa­gen, dass al­les die Schuld „je­ner verfl**ten Mekka-​Araber” sei.

Gatestone: Wol­len Sie da­mit sa­gen, nicht der Is­lam ist das Pro­blem; son­dern es ist die Saudi-​Interpretation des Is­lam, die al­les ver­mas­selt?

Ol­wan: „Ge­nau! Und ih­re Re­li­gi­on [Wah­ha­bis­mus] wur­de vor 200 Jah­ren von ei­nem bri­ti­schen Im­pe­ria­lis­ten er­fun­den. Ich kann nichts mehr sa­gen, denn sonst bin ich ein An­ti­se­mit und so wei­ter.”

Gatestone: Was ist die Wahr­heit über die Ju­den?

Ol­wan: „Okay, es gibt zu­ver­läs­si­ge Quel­len aus Ägyp­ten, die zei­gen, dass die sau­di­sche Kö­nigs­fa­mi­lie in Tat und Wahr­heit ei­ne jü­di­sche Fa­mi­lie ist, die ir­gend­wann im 18. Jahr­hun­dert aus dem Irak auf die ara­bi­sche Halb­in­sel kam. Sie bau­te mit Hil­fe bri­ti­scher Of­fi­zie­re ei­ne Ar­mee, um das os­ma­ni­sche Sul­ta­nat zu be­kämp­fen. Da­nach schu­fen sie die jor­da­ni­sche Ar­mee und so wei­ter und so wei­ter.”

Gatestone: Wol­len Sie sa­gen, dies ist der Grund, war­um die Ju­den so ru­hig sind?

Ol­wan: „Ja, ich schrieb in mei­nem Buch, dass der Zweck von ISIS /​ Daesh ist, den Fo­kus vom arabisch-​israelischen Kon­flikt weg zu ver­schie­ben, und es zu ei­nem Kon­flikt zwi­schen Sun­ni­ten und Schii­ten zu ma­chen – und das ge­lang ih­nen. Und jetzt wer­den sie den ge­sam­ten Na­hen Os­ten aus­lö­schen. Sie wer­den se­hen! Es ist ka­tho­li­sche Land, mus­li­mi­sches Land und ei­ne Men­ge an­de­rer Mist-​Länder, nur um die Exis­tenz ei­nes jü­di­schen Staa­tes zu recht­fer­ti­gen.”

Gatestone: Ich ha­be on­line ge­le­sen, dass vie­le glau­ben, dass es der Mos­sad und die Ju­den wa­ren, die ISIS ge­star­tet ha­ben?

Ol­wan: „Ja, das ist ei­ne im Na­hen Os­ten ver­brei­te­te Theo­rie, aber wenn Sie das im Wes­ten sa­gen, wird Ih­nen ge­sagt, dass Sie ein Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker sind und dass Sie kei­ne Be­wei­se ha­ben. Aber hier ist der Deal: Sie kön­nen nicht Krieg füh­ren ge­gen star­ke Kräf­te, oh­ne je­den Tag Waf­fen ge­lie­fert zu be­kom­men, man brauchth Pla­nung und Lo­gis­tik. Das sind nicht verfl** Ter­ro­ris­ten, die im In­ter­net ge­lernt ha­ben, Krieg zu füh­ren, das sind gut aus­ge­bil­de­te, hoch qua­li­fi­zier­te Leu­te. Ich muss jetzt ge­hen.”

Gatestone: Mei­nen Sie die Ju­den?

Ol­wan: „Ge­nau, ge­nau.”

Ol­wan ist wahr­schein­lich ein ty­pi­sches Bei­spiel für ei­nen Imam, der ei­ne ver­söhn­li­che und freund­li­che Hal­tung ge­gen­über den nai­ven schwe­di­schen Pries­tern zeigt, der aber mit ein we­nig Er­mu­ti­gung sei­nen Hass auf Ju­den ein­räumt. Er mag, wie es scheint, auch die freund­li­che Hal­tung der Kir­che Schwe­dens ge­gen­über Ho­mo­se­xu­el­len nicht be­son­ders.

Seit die Kir­che von Schwe­den ei­ne der ers­ten christ­li­chen Ge­mein­schaf­ten der Welt ge­wor­den ist, die im Jahr 2005 die ho­mo­se­xu­el­le Ehe ge­neh­mig­te, ha­ben sich mehr und mehr Pries­ter als Ho­mo­se­xu­ell ge­ou­tet. Im Jahr 2009, als Eva Brun­ne zur Bi­schö­fin von Stock­holm er­nannt wur­de, zer­riss man sich die Mäu­ler dar­über, dass die Kir­che nun von der „Les­bi­schen Li­ga” ge­lei­tet wird. Die Schwe­di­sche Kir­che hat bei vie­len Ge­le­gen­hei­ten an den Pride-​Festivals in Stock­holm teil­ge­nom­men und meh­re­re Kir­chen ha­ben sich er­laubt, sich LGBT-​zertifizieren zu las­sen. Der Preis da­für ist wahr­schein­lich, dass die Kir­che be­stimm­te Pas­sa­gen aus der Bi­bel her­aus zu tren­nen ge­zwun­gen sein wird. Ul­ri­ka Wes­ter­lund, Vor­sit­zen­de des RFSL (schwe­di­scher Ver­band für Lesben-, Homosexuellen-, Bisexuellen-, Trans­gen­der und Queer-​Rechte), hat die Kir­che ge­warnt: „Es gibt Ele­men­te in re­li­giö­sen Schrif­ten, die ge­gen LGBT Per­so­nen ver­wen­det wer­den. Dann müs­sen wir dis­ku­tie­ren, wenn Sie die­se Zer­ti­fi­zie­rung wol­len, dass wir nicht wol­len, dass Sie die­se Pas­sa­gen aus der Bi­bel zi­tie­ren.”

Hen­rik Lars­son, der Pries­ter, sieht ein Pro­blem mit Ima­men, die stän­dig Ho­mo­se­xua­li­tät als Sün­de ver­ur­tei­len – ei­ne is­la­mi­sche Leh­re, die ver­mut­lich nie än­dert, weil Al­lah es sag­te [Quran, 7: 80 – 84.IG]. „Wir müs­sen dar­auf hof­fen, dass sie dort zu uns auf­ho­len. Es ist nicht so lan­ge her, dass das Chris­ten­tum die glei­chen Din­ge pre­dig­te.”

Gatestone: Glau­ben Sie und hof­fen Sie,  dass die Mus­li­me sich än­dern kön­nen, auch wenn ei­ni­ge Ho­mo­se­xu­el­le von Dä­chern schleu­dern, sie hän­gen und sie prü­geln?

H. Lars­son: „Ja, es ist schreck­lich, aber ich glau­be, dass die Men­schen mit ei­nem gu­ten Her­zen ge­bo­ren wer­den.”

Awad Ol­wan stimmt Hen­rik Lars­son nicht zu. Er denkt, dass die Hal­tung der Kir­che von Schwe­den ge­gen­über Ho­mo­se­xua­li­tät ei­ne gro­ße Sün­de ist:

„Ich bin nicht ein­ver­stan­den mit ih­nen. Ho­mo­se­xua­li­tät ist nicht gut für die Mo­ral der Ge­sell­schaft, und es ist nicht das, wo­für Je­sus und Mo­ses stan­den. Es ist bes­ser, wenn die gan­ze Sa­che mit der Ho­mo­se­xua­li­tät im öf­fent­li­chen Le­ben zu ei­ner Klam­mer­be­mer­kung wird.”

In der Zwi­schen­zeit, wäh­rend die Kir­che von Schwe­den mit der Ent­wick­lung des „Chris­lam” be­schäf­tigt ist, an­er­kennt sie nie, dass im Na­hen Os­ten Chris­ten ge­tö­tet und ef­fek­tiv aus­ge­löscht wer­den. Im Jahr 2015 schrieb Eli Gön­dör, ein Re­li­gi­ons­wis­sen­schaft­ler, in der Zeit­schrift Da­gens Sam­häl­le:

„Die An­teil­nah­me, die die Kir­che von Schwe­den für die Ver­wund­bar­keit der christ­li­chen Pa­läs­ti­nen­ser ge­zeigt hat, ist er­setzt wor­den durch Gleich­gül­tig­keit ge­gen­über der eth­ni­schen Säu­be­rung der Chris­ten in Sy­ri­en und im Irak. In die­sen Län­dern sind es meist Mus­li­me, die die Gräu­el­ta­ten be­ge­hen, was of­fen­bar reicht, um die Kir­che von Schwe­den da­zu zu brin­gen, sich statt­des­sen lie­ber auf Kli­ma­wan­del und Um­welt­fra­gen zu kon­zen­trie­ren.”

Um fair zu sein, hat die Kir­che von Schwe­den im Fe­bru­ar 2016 et­was für die Chris­ten im Na­hen Os­ten ge­tan – sie er­mu­tig­te Ge­mein­den und Ein­zel­per­so­nen, für sie zu be­ten. Die Wor­te Is­lam oder Mus­li­me wur­den im Auf­ruf nicht er­wähnt.

Gatestone rief den In­for­ma­ti­ons­dienst der Kir­che von Schwe­den an, um nach­zu­fra­gen, ob die Ge­be­te ge­hol­fen hat­ten.

„Das kann ich nicht be­ant­wor­ten,” sag­te die Stim­me am Te­le­fon. „Kön­nen Sie ei­ne E-​Mail mit Ih­rer Fra­ge schi­cken, dann wer­de ich mei­ne Kol­le­gen bit­ten, Ih­nen zu ant­wor­ten?”

In­grid Carl­qvist ist in Schwe­den le­ben­de Jour­na­lis­tin und Schrift­stel­le­rin, und Dis­tin­guis­hed Se­ni­or Fel­low des Gatestone In­sti­tu­tes.

  • Fol­gen Sie In­grid Carl­qvist auf Twit­ter

    Erst­ver­öf­fent­li­chung hier. Re­pro­duk­ti­on mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gatestone In­sti­tuts.

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