Feiertage, wie kürzlich der Tag der Deutschen Einheit, sind immer eine gute Gelegenheit, für einen Moment innezuhalten, die quirlige Welt auszublenden, neugierig in die plötzlich einsetzende Stille zu lauschen und entspannt Bilanz zu ziehen. Nun, so hatte ich mir das zumindest vorgestellt… Es kam natürlich alles ganz anders. (Das hätte ich mir freilich auch denken können!) Und zwar:
Australischer Kolumnist: Wir sollten uns bei den Juden entschuldigen
Benjamin Kerstein, 1.10.2017, the algemeiner

Kolumnist Rowan Dean. Foto: Screenshot.
Rowan Dean, Kolumnist der australischen Zeitung Courier-Mail, rief am Sonntag seine australischen Mitbürger und Nichtjuden überall auf, sich bei den Juden für mangelndes Mitgefühl und Verständnis zu entschuldigen.
Wenn du einen jüdischen Menschen triffst, sagt Dean, sollten Sie sich ihm zuwenden, ihm die Hand schütteln und sagen: „Es tut mir leid.“
Wahrheitsministerium startet durch
„Das Internet-Gesetz von Selbstjustizminister Heiko Maas trifft mehr Plattformen als erwartet. Es tritt jetzt in Kraft, auch wenn nach SPIEGEL-Informationen noch viele Fragen ungeklärt sind“, berichtet das gleichnamige Wurstblatt [1] und möglicherweise dämmert da jemandem, dass es sprichwörtlich jeden treffen kann, der zu angestrengt in den Spiegel schaut. Welch köstliche Ironie.
Integration fehlgeschlagen — Abschiebung ratsam.
Es gibt so Tage… Ich weiß nicht, ist das hier so eine Art Wettbewerb zwischen Leipzig und Hamburg um die goldene Arschkarte mit Eichenlaub? Aber fangen wir vorne an. Die Hamburger Morgenpost berichtet:
Überflüssig: Eine weitere CSU
„Die AfD-Abtrünnigen Frauke Petry und Marcus Pretzell bereiten die Gründung einer eigenen Partei vor. Vorbild soll laut einem Zeitungsbericht die CSU sein – und Emmanuel Macron“, berichtet der SPIEGEL [1]. Und man fragt sich unwillkürlich, ob man lachen oder weinen soll. Es gibt ja bereits eine CSU. Wer würde da noch eine brauchen, geschweige denn überhaupt eine, und das gar bundesweit? Und was, um Himmels willen, hat Macron in diesem Satz zu suchen…
Der islamische Handel mit europäischen Sklaven
Emmet Scott, Dezember 2016, New English Review
Es gehört zum Allgemeinwissen, dass arabische und muslimische Sklavenhändler über tausend Jahre lang eine enorme Zahl von Männern, Frauen und Kindern aus Afrika südlich der Sahara gefangen nahmen. Weniger bekannt ist, dass sie ebenso viele Menschen aus Europa genommen haben. Wie in Afrika begann auch in Europa der arabische Sklavenhandel im siebten Jahrhundert – kurz nach dem Aufstieg des Islams – und ging praktisch ohne Unterbrechung bis in die moderne Zeit weiter.
Die moderne westliche Kultur mit ihrem anglozentrischen Weltbild beschäftigt sich fast zwanghaft mit dem europäischen Handel mit afrikanischen Sklaven, einem Handel, der Ende des 15. Jahrhunderts begann und Mitte des 19. Jahrhunderts endete, weiss aber anscheinend wenig über den ebenso intensiven muslimischen Handel mit europäischen Sklaven in derselben Epoche. Das ist etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass die Europäer, die von den Muslimen zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert versklavt wurden, im Allgemeinen entsetzlich behandelt wurden, und der Handel langfristige und verheerende Auswirkungen auf weite Teile des Kontinents hatte.
Massenwanderung: Wenn schon die kleinste Dosis Realität zuschlägt
Douglas Murray, 19.9.2017, Gatestone Institute
- Wenn Sie keine Kontrolle über Ihre Grenzen haben, mit einer sinnvollen Reihe von Einwanderungsgesetzen und dem Recht, Menschen von Ihrem Land fernzuhalten, dann haben Sie nicht wirklich ein Land.
- Während die Öffentlichkeit von ihren Vertretern will, dass sie ihre Grenzen kontrollieren, scheinen Politiker ihr politisches Kapital darin zu sehen, in die andere Richtung zu rennen. Teilweise liegt das daran, dass es eine Art „Bonus“ zu geben scheint, wenn man freundlich und nett aussieht, im Gegensatz zu den abweisenden und gemeinen Dingen, die Grenzen heute zu repräsentieren scheinen.
- Bis Ende August waren schätzungsweise fast 12.000 Menschen über diese Route in diesem Jahr nach Kanada gekommen. Diese Zahl ist eine Zahl, die in den letzten Jahren in Italien kaum mehr als eine durchschnittlich ausgelastete Woche darstellt. Aber selbst diese vergleichsweise winzige Bewegung über ein ganzes Jahr hinweg hat sich für Kanada als zu viel erwiesen. Ende letzten Monats sagte Premierminister Trudeau zu Reportern: „Für jemanden, der erfolgreich Asyl suchen will, geht es nicht um Wirtschaftsmigration. Es geht um Verletzlichkeit, Folter oder Tod, oder darum, staatenlose Menschen zu sein. Wenn sie um Asyl ersuchen, werden wir sie auf der Grundlage dessen beurteilen, was es bedeutet, ein Flüchtling oder Asylbewerber zu sein.“
Bombenanschläge und andere Terroranschläge sind heute ein verbreitetes Merkmal des Lebens im modernen Europa. An nur einem Tag (15. September 2017) wurde ein improvisierter Sprengsatz in einem Londoner U-Bahn-Zug platziert, ein messerschwingender, „Allahu Akbar“ brüllender Mann griff in Paris einen Soldaten an und ein Mann mit einem Hammer, der „Allahu Akbar“ schrie, verwundete zwei Frauen in Lyon schwer. Wie der ehemalige französische Premierminister und der gegenwärtige Bürgermeister von London gesagt haben, ist dies vielleicht nur ein Preis, den wir für das Leben in europäischen Großstädten im 21. Jahrhundert zahlen müssen: Verkehrsstaus, großartige Restaurants und Terroranschläge.
Spaltet sich die AfD?
Wer die heutige Pressekonferenz und den unorthodoxen Abgang von Frauke Petry gesehen hat, dürfte im ersten Moment ebenso überrumpelt und ratlos geschaut haben wie ihre sprichwörtlich zurückgelassenen Parteikollegen. „Das war nicht hilfreich“, könnte einer der Gedanken gewesen sein, die sich dem einen oder anderen dabei spontan aufdrängten. Mir ging es so. Was um aller Welt hat sie da geritten?
Skandinavien: Verschiebung in der Immigrationsdebatte
Bruce Bawer, 19.9.2017, Gatestone Institute
- Bis vor kurzem wurde die Vorstellung, dass einige europäische Nachbarschaften „No-Go“ -Zonen seien, von Politikern und Kommentatoren auf beiden Seiten des Atlantiks vehement als Mythos, Lüge, bösartige Verleumdung der Rechten abgetan. Doch selbst während schwedische Beamte die Existenz solcher Zonen im eigenen Land leugneten, kartografierten sie sie heimlich und überwachten die Befreiungsbemühungen der Polizei.
- Die Schwedendemokraten sind auf dem Vormarsch, weil die Wähler endlich das Ausmaß und die Bedeutung des Schadens begreifen, den ihre Eliten ihrem Land zugefügt haben – und die Eliten, sowohl in den Medien als auch in der Regierung, bringen sich auf Linie, um an der Macht zu bleiben.
- In gewisser Weise mögen sich die Winde in Skandinavien drehen, aber es scheint nicht so, als ob Stanghelle und seine Leute im Begriff sind, die ganze Wahrheit über den Islam auszusprechen oder sich für ihre unentschuldbaren Übergriffe gegen diejenigen, die es getan haben, zu entschuldigen.
Ist die 13 eine AfD-Glückszahl?
13 Landesparlamente und 13 Prozent im Bundestag [1], das scheint ein gutes Omen zu sein. Die Zahlen sind um diese Zeit noch nicht in Stein gemeißelt, werden sich aber vermutlich nicht mehr dramatisch ändern. Leute, das ist eine erstklassige Ansage! „Einfach so“ aus dem Stand die solide drittstärkste Kraft zu werden, das muss man erst mal hinbekommen. Meinen herzlichen Glückwunsch dazu!